interbad bleibt der Maßstab

Fachmesse baut ihre Stellung als europäische Leitmesse mit erweitertem Angebot aus

Im Vorfeld der interbad, der wichtigsten europäischen Fachmesse für Schwimmbad, Sauna und Spa, stehen alle Zeichen auf Erfolg. Die Leitmesse für öffentliche und private Bäder, die vom 27. bis 30. September 2006 in Düsseldorf stattfindet, nimmt noch ergänzende Produktfelder in ihr Angebot auf und baut ihre Stellung weiter aus. Die Veranstalter und Organisatoren der interbad sowie führende Hersteller der wichtigsten Branchen machten auf einer internationalen Pressekonferenz am 22. Februar in Aachen deutlich, warum die Veranstaltung in Europa weiterhin die Nase vorn’ hat.

Starkes Interesse bei Ausstellern aus dem In- und Ausland

„Nachdem bis Anfang Februar bereits rund 200 Anmeldungen bei uns eingegangen sind, werden wir die angestrebte Zahl von 350 bis 400 Ausstellern wieder erreichen und das hohe Niveau der letzten Veranstaltung behaupten“, sagte Andreas Wiesinger, Kompetenz-Bereichsleiter der Messe Stuttgart, auf der internationalen Pressekonferenz am 22. Februar in Aachen. „Dabei zeichnet sich jetzt schon ab, dass der internationale Anspruch mindestens so hoch sein wird wie bei der letzten Veranstaltung – rund 25 Prozent der Aussteller kommen wieder aus dem Ausland.“

Neben den Ausstellern aus Deutschland erwartet die Messe Stuttgart auf der interbad eine starke Beteiligung aus Österreich und der Schweiz. Aber auch Unternehmen aus den Niederlanden, Belgien, Italien, Ungarn und osteuropäischen Ländern nutzen die Chance und präsentieren ihre Neuheiten. Zusätzlich findet die interbad über die europäischen Grenzen hinaus Beachtung – Firmen aus den USA, aus Kanada sowie aus Asien werden sich ebenfalls einem breiten Fachpublikum vorstellen.

Die Messe Stuttgart und die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen haben den Führungsanspruch der Fachmesse weiter ausgebaut und streben eine noch stärkere Internationalisierung an. Wichtigstes Werkzeug dafür ist die Erweiterung der internationalen Dialogplattform: Bereits jetzt haben sich Delegationen aus zehn Ländern angekündigt. Die Besuchergruppen, bestehend aus Betreibern, Investoren und Inhabern aus der Bäderbranche, kommen nach Düsseldorf und machen sich für die interbad stark.
Breites Angebot für ein fachkundiges Publikum
Die Fachmesse ist die einzige europäische Veranstaltung der Branche, die mit einem ganzheitlichen Ansatz verschiedene Zielgruppen aus dem öffentlichen und dem privaten Bereich anspricht. Kernstück der interbad sind die ursprünglichen Keimzellen der Messe: Schwimmbad und Sauna. Um diesen Kern haben sich bereits bei den letzten Veranstaltungen ergänzende Angebote etabliert. Die Themen Wellness, Beauty, Fitness, Solarien und Soft Medical Care wurden sehr gut von Ausstellern wie auch Besuchern angenommen. Mit diesem breiten Angebot stößt die Fachmesse gezielt in eine Lücke, die von der abgesagten „Lifetime“ in Frankfurt hinterlassen wurde.

„Das Zusammenwachsen der Bereiche Schwimmbad, Sauna und Spa ist eine Entwicklung, die weiter voranschreitet und an Dynamik gewinnt – wir liegen mit unserem Konzept für die interbad 2006 voll im Trend“, so Andreas Wiesinger in Aachen. Neben dem Megatrend Wellness lenkt die Branche ihren Blick auch auf Familien mit Kindern. Ob durch den Aus- und Neubau von bestehenden Nass- und Trockenspielbereichen oder die Einbindung von Hallenspielplätzen – die Betreiber können Attraktivität und Wirtschaftlichkeit der Bäder maßgeblich steigern.

Neben den Neuheiten der Fachmesse bietet die interbad 2006 ein attraktives Rahmenprogramm: Der Kongress der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, die Sonderschauen des Spa Unit Clubs sowie der European Waterpark Association, die Spa Market Conference und weitere Vorführungen zeigen aktuelle Trends.

Der Markt für Öffentliche Bäder steht vor Änderungen

Dr. Christian Ochsenbauer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, zeigte auf der Pressekonferenz in Aachen die Entwicklung und die aktuelle Situation der öffentlichen Bäder in Deutschland auf. Dabei stellte er den hohen Sanierungsstau als zentrales Problem fest, viele Bäder aus den 60er Jahren sind erheblich in die Jahre gekommen und stark sanierungsbedürftig. Die Entwicklung bei den öffentlichen Bädern wird außerdem bestimmt durch die immer höheren Anforderungen der Badegäste und die zunehmende Konkurrenz – sowohl untereinander als auch mit anderen Freizeitangeboten. „Die Betreiber müssen sich deshalb zunehmend entscheiden welche Zielgruppen sie mit ihrem Angebot erreichen wollen“, so Ochsenbauer. „Die Zukunft des Badewesens liegt zwischen Daseinsvorsorge und Wellness.“ Der Trend zur eigenverantwortlichen Gesundheitsvorsorge spielt dabei eine wesentliche Rolle. Der aktuelle Kunstbegriff „Wellness“, der den Gesundheits-Gedanken meist umschreibt, ist ein Megatrend unserer Gesellschaft und wird zunehmend wichtig für die öffentlichen Bäder, die sich gegen die Konkurrenz im Freizeitsektor behaupten müssen.


Im Spa- und Saunabereich gilt: Klasse statt Masse

Die aktuellen Trends aus dem Saunabereich stellte Harry Schramm, Leiter Vertriebsmanagement von Deckelmann Wellness vor. Aus seiner Sicht setzt sich die Erkenntnis „Weniger ist mehr – Klasse statt Masse“ immer mehr durch. „Nicht die Vielzahl der Attraktionen, sondern Einzigartigkeit, Abstimmung, persönliches Wohlbefinden und der Service entscheiden künftig über Erfolg oder Misserfolg einer Spa- und Wellness-Anlage“, meinte Schramm in Aachen. Indizien für diese Entwicklung sind der Einzug des Spa in die Hotel-Zimmer, der Vormarsch des Vitality-Pools oder auch neue Formen der Wellness-Behandlung.

Weiterentwicklung bei den Whirlpools

Die Situation der Whirlpool-Branche stellte Eddy Gerets dar. Der Managing Director von Watkins Europe zeigte auf, wie stark sich die Whirlpool-Industrie verändert hat. Die ersten Whirlpools und Massagebäder kamen vor rund 20 Jahren aus den USA und damals stand mehr die Funktionalität als Optik und Design im Mittelpunkt. „Die Kunden setzen den hohen technischen Standard voraus, immer wichtiger werden Faktoren wie ansprechendes Design, wertvolle Materialien und ergonomische Bedienung“, sagte Gerets. Passend zu den Whirlspools werden deshalb auch Beistellmöbel angeboten, die universell einsetzbar sind und im Garten oder auf der Terrasse den Lifestyle des Besitzers widerspiegeln. Ein weiteres Verkaufsargument bei den Kunden ist die Energie-Effizienz der Produkte: Whirlpools, bei denen die Energiekosten auch im Ganzjahresgebrauch unter einem Euro pro Tag liegen und die an das häusliche Stromnetz angeschlossen sind überzeugen die Verbraucher.

Positive Tendenz bei Schwimmbädern und Pools

Den Markt für private Pools und Becken bei den öffentlichen Bädern wurde auf der internationalen Pressekonferenz von Pedro Arrébola, Marketing and Communication Director von Europe AstralPool Holding, beleuchtet. Er schätzt die Anzahl der Schwimmbecken in Deutschland auf 500.000, zu denen jährlich rund 10.000 hinzukommen. Nach dem Jahrhundert-Sommer 2003 waren 2004 und vor allem 2005 eher Jahre der Stagnation, in einigen mitteleuropäischen Ländern ist momentan sogar eine Rezession zu beobachten. Andererseits verzeichnet die Pool-Branche in Polen, Ungarn, Tschechien, Russland und einigen asiatischen Ländern ein bedeutendes Wachstum. Auch Arrébola bestätigte die Bedeutung der Freizeitbereiche in öffentlichen Bädern und den weiterhin wachsenden Stellenwert von Wellness. Dabei sieht er die Zukunft der Pool-Branche durchaus positiv: „Viele Wirtschaftsindikatoren deuten auf eine positive Entwicklung in europäischen Markt hin, selbst bei schon gesättigten Märkten wird ein Wachstum durch den Verkauf von hochwertigen Produkten stattfinden. In den osteuropäischen Ländern sowie im asiatischen Markt, vor allem in China, sehen wir eine hohe Kaufkraft und wachsende Märkte.“

www.interbad.de

[Pressetext 03/2006]




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