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Die Holmenkol Sport-Technologies GmbH & Co. KG aus Ditzingen ist der älteste Skiwachshersteller der Welt

Skiwachse aus Ditzingen für Pisten und Loipen auf der ganzen Welt
Stuttgart, 23.12.2006 | 

Früher einmal galt das richtige Wachsen der Skier als besondere Kunst. Vor gut 80 Jahren hat Max Fischer aus Ditzingen bei Stuttgart das Geheimnis weitgehend enträtselt und das Wachsen "für jedermann" ermöglicht - indem er im Jahr 1922 unter der Bezeichnung "Holmenkol-Mix" das erste käufliche Skiwachs auf den Markt brachte. Seitdem arbeitet der weltweit älteste Skiwachshersteller ständig an der Weiterentwicklung von Sportbeschichtungen. High-Tech-Produktentwicklungen wurden durch ein Joint Venture mit einer der bedeutendsten Nanotechnologiefirmen Europas gefestigt. Der unangefochtene deutsche Marktführer aus Ditzingen, der heute 24 Mitarbeiter beschäftigt, konkurriert mit zwei internationalen Mitbewerbern um die weltweite Spitzenpositi-on. Neben Skiwachsen ist Holmenkol vor allem auch mit High-Tech-Imprägnierungen und -Pflegemitteln für Outdoor-Textilien sowie Transparentbeschichtungen für Motor- und Segelsportboote erfolgreich.

Mit Beginn der Wintersportsaison entreißen zahllose Ski- und Snowboard-Fans ihre Sportgeräte dem Sommerschlaf in Kellern und auf Dachböden. Stundenlang wird geputzt und gewachst was das Zeug hält. Durch seine Wasser abweisenden Eigenschaften verbessert Wachs die Gleiteigenschaften der Skier, sodass sie nicht nur besser gleiten, schwingen und drehen, sondern auch sicherer zu beherrschen sind. Außerdem wirkt sich gute Pflege positiv auf die Lebensdauer der Sportgeräte aus. Es ist noch gar nicht so lange her, dass das richtige Wachsen von Skiern unter Wintersportlern als eine Art "schwarze Kunst" galt - wer es besonders gut beherrschte wurde beinahe wie ein Alchimist mit Geheimwissen respektiert.
Dass Schnee nicht gleich Schnee ist, weiß jeder, der auch nur einmal versucht hat, Wintersport zu treiben: Seine Erscheinungsformen sind so vielfältig wie die Natur selbst, die Beschaffenheit ist von Faktoren wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit ebenso abhängig wie vom Alter und der kristallinen Struktur. Indem er vor über 80 Jahren die Eigenschaften von Schnee wissenschaftlich untersuchte, kam der Gründer des Ditzinger Skiwachsherstellers Holmenkol den Geheimnissen der weißen Pracht soweit auf die Spur, dass er Beschichtungen für Holzskier entwickeln und anbieten konnte, die den Aufschwung des Wintersports nachhaltig unterstützten. Nahezu ununterbrochen arbeitet der weltweit älteste Skiwachshersteller seit 1922 an der Weiterentwicklung von Sportbeschichtungen. Dabei ist Holmenkol in der Region Stuttgart beheimatet, die für vieles berühmt ist, aber ganz bestimmt nicht für herausragende Wintersportbedingungen. Dass gerade Wachse aus Ditzingen auf der ganzen Welt - und selbstverständlich von nahezu allen Nationalteams - verwendet werden, zeugt vom enormen Wissens- und Innovationsvorsprung des Unternehmens.

Die Lieblingsschanze des Firmengründers als Namensgeber

Der passionierte Skispringer Max Fischer, Doktor der Chemie, gründete und betrieb die "Vereinigte Wachswarenfabrik AG" in Ditzingen, die zunächst hauptsächlich Bohnerwachse, Fußbodenbeizen und -reiniger sowie Haushaltskerzen herstellte. Sein erster großer Erfolg war eine wasserbeständige Beize für Holzfußböden, die er unter der Bezeichnung "Loba - die Wasserechte" auf den Markt brachte. Als ihm klar wurde, dass sein Fachwissen auch dem Hobby - das man damals freilich Steckenpferd nannte - zugute kommen könnte, begann Fischer, in seinem Labor Skier mit Paraffinen und anderen Wachsen zu bearbeiten.
Das Resultat war beachtlich: die Holzskier saugten sich nicht mehr voll Wasser, glitten wesentlich besser - und Max Fischer machten seine Skiflüge noch viel mehr Spaß. So begann er, die zweite Produkt- und Markengruppe aufzubauen: Skiwachse, benannt nach seiner Lieblingsschanze, dem norwegischen "Holmenkollen". Der erste "Holmenkol-Mix" wurde im Jahr 1922 produziert.
Eine Pioniertat gelang im Jahr 1948, als auf der Basis synthetischer Rohstoffe ein Wachssystem entwickelt wurde, bei dem Farbtöne den jeweiligen Anwendungsbereich bezeichnen: blaues Wachs für kalte Temperaturen, rotes Wachs für die wärmeren Grade, silberfarbenes Wachs für nassen, dreckigen oder sulzigen Schnee. Aus der Silberfarbe wurde spä-ter gelb, doch im Übrigen ist die Klassifizierung bis heute gültig. "Damit wurde der Marktstandard begründet, der wohl für alle Zeiten gelten wird", sagt die Sprecherin der Holmenkol Sport-Technologies GmbH & Co. KG, Alexandra Wiest.
Auf die Skiwachstechnik hatte die Weiterentwicklung der Skibeläge seit den 1970er Jah-ren erhebliche Auswirkungen. Neue Wachse werden seither in enger Zusammenarbeit mit der Ski- und Rohstoffindustrie entwickelt; die Innovationen werden regelmäßig von international erfahrenen Rennläufern und den Wachsteams der Skihersteller und Nationalmannschaften getestet und beurteilt. Im Jahr 1989 wurden Fluorwachse präsentiert, Anfang der 1990er Jahre die "TopSpeed-Finishprodukte" entwickelt, die speziell im Rennbereich die Wahl der richtigen Wachsmischung erleichtern. Im Jahr 2000 folgte die Einführung der Hybridtechnologie, bei der verschiedenste Roh- und Wirkstoffe in einem Spezialverfahren optimal aufeinander abgestimmt werden; im selben Jahr begann eine dreijährige Zusammenarbeit mit dem norwegischen Biathlon-Superstar Ole-Einar Bjoerndalen. "Als einer der ersten Top-Athleten benutzte Bjoerndalen die neue, patentierte Strukturgeräte-Serie TRI-MAXX", sagt Alexandra Wiest stolz. "Diese halten die Belagsstruktur reversibel, sodass sie nach jedem Rennen einfach modifiziert werden kann." Bjoerndalen wurde zum herausragenden Athleten im Biathlon-Weltcup-Zirkus und gewann fünf olympische Goldmedaillen.

Nanotechnologie für Skiwachse

Heute gelten Holmenkol-Wachse als High-Tech-Produkte, die vor allem im Rennbereich ein-gesetzt und ausschließlich über den Sportfachhandel vertrieben werden. Sie sind durch zwölf Patente und Patentanmeldungen geschützt. In Deutschland ist der Ditzinger Wachsspezialist, der 24 Mitarbeiter beschäftigt, längst unangefochtener Marktführer, die internationale Markführerschaft teilt er sich mit zwei Mitbewerbern.
Bei der Weiterentwicklung von Sportbeschichtungen wird der älteste Skiwachshersteller auch künftig innovative Wege gehen - mit Hilfe von Nanotechnologien, die als Bahn brechende Verfahren des 21. Jahrhunderts gelten. Dazu wurde der Bereich Wachse im Jahr 2002 aus der Chemiefabrik Loba GmbH & Co. KG herausgelöst und mit der Nanogate Technologies GmbH aus Saarbrücken zur Holmenkol Sport-Technologies GmbH & Co. KG verschmolzen. "Es war und ist unser Anspruch, bei chemischen Sportbeschichtungen weltweit Maßstab für Technik, Innovation und Wirtschaftlichkeit zu sein", formuliert Geschäftsführer Christian Römlein seine Ansprüche. Für die Herstellung von umweltfreundlichen und hochwirksamen Sportbeschichtungen erweise sich die Nanotechnologie als ideal. "Im Bereich der Skiwachse ermöglicht sie die Entwicklung extrem dünner Schichten, die dank der Selbstorganisation der Materie hervorragend auf Kunststoffbelägen haften."

Siege als Gradmesser für den Erfolg

Gradmesser für den Erfolg sind nicht zuletzt die Umsätze, die mit den Nationalteams und der Ski-Industrie gemacht werden. Um herauszufinden, was die Profis brauchen, ist das firmeneigene "World-Racing-Team" bei Olympiaden, Weltcups und Meisterschaften stets vor Ort, um die Servicetechniker von 43 Nationalteams zu unterstützen. Ende Oktober 2006 stellte der Italiener Simone Origone mit Holmenkol-Wachsen einen neuen Weltrekord von 251,40 km/h im Speed-Ski auf und wurde zum dritten Mal Weltcupgesamtsieger.
Natürlich nutzt man die Erfahrungen bei Sportbeschichtungen auch für die Entwicklung weiterer Produkte wie High-Tech-Imprägnierungen und -Pflegemittel für Outdoor-Sportarten, Spezialprodukte für den Bike-Sport sowie für transparente Speed- und Performance-Beschichtungen im Wassersport, die das dynamische Firmenwachstum - 75 Prozent seit Gründung vor vier Jahren - noch nachhaltig beschleunigen sollen. Gerade einmal knapp zwei Jahren nach Markteinführung wurde auch in sämtlichen Wassersportdisziplinen eine enorme Vielzahl an Weltrekorden und Weltmeisterschaften mit Holmenkol-Produkten gewonnen. "Die Bedürfnisse von Spitzensportlern stehen dabei stets im Vordergrund", versichert Geschäftsführer Christian Römlein. "Wir befragen die Sportler und entwickeln neue Produkte gemeinsam, denn was für die Profis die Lizenz zum Siegen ist, soll für alle Freizeitsportler eine Spaß- und Sicherheitsgarantie sein."
zk-som

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Holmenkol Sport Technologies GmbH & Co. KG:
Alexandra Wiest (Marketing)
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