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Erste Schritte in Richtung regionaler Expressbusse

Verband Region Stuttgart untersucht sechs Strecken für Expressbusse detailliert – Vorbereitung des Vergabeverfahrens noch vor der Sommerpause
15.05.2014 | 

 

Auf fünf Strecken könnten ab Dezember 2016 die ersten Expressbusse in der Region fahren. Der Verband Region Stuttgart geht bei folgenden sechs Verbindungen nun in die Feinplanung: Leonberg – Flughafen/Messe, Esslingen – Flughafen/Messe, Flughafen/Messe – Kirchheim, Kirchheim – Bad Boll – Göppingen, Renningen – Vaihingen/Enz und Ludwigsburg – Fellbach. Das hat der Verkehrsausschuss am Mittwoch nahezu einstimmig beschlossen. Offen ist noch die finanzielle Beteiligung des Landkreises Göppingen. Er ist nicht Gesellschafter im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) und zahlt deshalb keine Verkehrsumlage an die Region. „Mit der Detailprüfung ist noch keine endgültige Entscheidung getroffen, dass die Linien auch umgesetzt werden,“ stellte Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler klar.

In den Expressbussen, die Mittelstädte mit besonderen Verkehrsknoten oder Arbeitsplatzschwerpunkten verbinden werden, wird das VVS-Ticket gelten. Angestrebt wird ein attraktiver und vertakteter Fahrplan. Werktags sollen die Expressbusse mindestens in der Zeit von 5.00 Uhr bis 22.00 Uhr alle 60 Minuten fahren. Sie sollen größtmöglichen Komfort bieten, ein einheitliches Design erhalten und so zu einer eigenständigen Marke werden.  

Bis Ende des nächsten Monats sollen der jeweilige Linienverlauf, die Haltestellen, ein Fahrplangerüst sowie die Kosten und mögliche Einnahmen feststehen. In die Detailplanungen werden auch Anregungen von Landkreisen und Städten einfließen, so Dr. Wurmthaler. Auf dieser Grundlage wird der Verkehrsausschuss noch vor der Sommerpause die fünf endgültigen Linien verbindlich aussuchen und die Ausschreibung auf den Weg bringen. Zunächst wird vorab im EU-Amtsblatt bekannt gegeben, dass der Verband Region Stuttgart beabsichtigt, diese fünf Linien zu vergeben. Erst wenn sich kein Unternehmen meldet, das auf eigene Rechnung den Verkehr fährt, kann das Wettbewerbsverfahren erfolgen. 

Die Redner aller Fraktionen begrüßten, dass gerade mal drei Monate nach Abschluss des ÖPNV-Pakts die ersten Schritte zur Einführung der Expressbusse unternommen werden.  

„Wir gehen mit den Expressbussen in der Region neue Wege“, freute sich Mark Breitenbücher (Grüne). Wichtig seien die Nutzung von Beschleunigungsspuren oder Ampelvorrangschaltung, damit die Busse „in der Hauptverkehrszeit auch durchkommen“. Jochen Haußmann (FDP) wollte wissen, ob die Landkreise mit den fünf Linien einverstanden sind. Für eine Konzentration auf zentrale Haltestellen einer Linie sprach sich Rainer Ganske (CDU) aus. Nur so könne tatsächlich gewährleistet werden, dass die Expressbusse auch schnelle Verbindungen schaffen. Thomas Leipnitz (SPD) sieht den Bedarf für Expressbuslinien und Möglichkeiten, neue Fahrgäste zu gewinnen. Ein wichtiger Aspekt sei die Fahrradmitnahme. Schnell, wenige Haltestellen und Vorteile gegenüber anderen Verkehrsmitteln, das sind die Kriterien, die die Expressbusse aus Sicht von Bernhard Maier (Freie Wähler) erfüllen müssen. Christoph Ozasek (Linke) sieht in den Expressbussen eine „Krücke“ für die auslaufende finanzielle Förderung des Schienenverkehrs.

Unter der Moderation von Verkehrsminister Winfried Hermann hatten die Vertreter von Landeshauptstadt, der VVS-Landkreise und des Verbands Region Stuttgart die Vereinbarung „für einen zukunftsorientierten ÖPNV in der Region Stuttgart“ („ÖPNV-Pakt“ geschlossen. Sofern der Landtag die gesetzlichen Voraussetzungen schafft, kann der Verband Region Stuttgart künftig unter anderem Expressbusse auf die Strecke schicken, allerdings nicht parallel zu Schienenstrecken. Aus einer Liste von 21 Expressbus-Linien innerhalb der Region Stuttgart (11) und darüber hinaus (10) hat der Verband Region Stuttgart nun die sechs Linien ausgewählt. Nach drei Jahren sollen die Expressbusse unter dem Aspekt des verkehrlichen Nutzens auf den Prüfstand. Anschließend könnten zusätzlich zu den ersten fünf weitere Linien aus dem Katalog umgesetzt werden.

Pressemitteilung (als pdf-Datei)

 

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