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Ja zu den Planungen auf den Fildern

Planungsausschuss gibt Stellungnahme zum Planfeststellungsabschnitt 1.3. ab – Nachweise für Leistungsfähigkeit gefordert
11.12.2013 | 

Der Verband Region Stuttgart trägt die Planungen für das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm im Bereich Filder mit. Dafür hat sich heute die große Mehrheit des Planungsausschusses ausgesprochen. Anlass war die Stellungnahme der Region zum Planfeststellungsverfahren.  

Antragstrasse als Favorit der DB AG
Die Bauherrin Deutsche Bahn AG geht mit der sogenannten „Antragstrasse“ ins Genehmigungsverfahren. Diese verbindet den neuen Fildertunnel mit dem Abschnitt nach Wendlingen, der parallel zur Autobahn verläuft und bereits planfestgestellt ist. Weitere Teile der Antragstrasse sind der neue Fernbahnhof unter der Messe-Piazza und die Anbindung der Station Flughafen/Messe an den Fildertunnel (Flughafenkurve). Ebenfalls zum  Planfeststellungsabschnitt 1.3. gehört die Verbindung von der Gäubahn (aus Richtung Singen) über die Rohrer Kurve mit der heutigen S-Bahn-Station Flughafen/Messe. Von den Projektpartnern war im Filderdialog die Variante Flughafenbahnhof unter der Flughafenstraße als beste Lösung erachtet worden. Doch aufgrund verschiedener Kriterien, wie Eingriffe in Natur oder Landschaft, Eigentumsverhältnisse oder die Verknüpfung mit dem Flughafenbahnhof wird diese Alternative von der Deutschen Bahn AG nicht weiterverfolgt. Ein weiterer Grund für die nicht-Berücksichtigung: nicht finanzierte Zusatzkosten in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro. 

Regionalplanerisch geht der Filder-Abschnitt absolut in Ordnung, unterstrich Planungsdirektor Thomas Kiwitt. Dieser stehe im Einklang mit dem Regionalplan und entspreche dem Raumordnungsverfahren.  

In seiner Rolle als Aufgabenträger für die S-Bahn lobt der Verband Region Stuttgart, dass entgegen früherer Planungen auch künftig zwei S-Bahn-Linien die Station Flughafen/Messe ansteuern können. Wie Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler formulierte, fordert der Verband Region Stuttgart, dass Beeinträchtigungen des S-Bahn-Verkehrs durch die Bauarbeiten auf dem Abschnitt Rohrer Kurve bis Flughafen/Messe sowie in der S-Bahn-Station Flughafen/Messe „minimiert“ werden. Obwohl die Deutsche Bahn AG immer beteuerte, dass es durch die Bauarbeiten am Projekt keine nennenswerten Auswirkungen auf den S-Bahn-Verkehr gebe, geriet die S-Bahn nach Arbeiten im Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs kräftig aus dem Takt. Wegen dieser Erfahrung legt die die Region Wert darauf, dass die Zusicherung der Deutschen Bahn AG, bei der S-Bahn werde alles halbwegs rund laufen, Teil des Planfeststellungsbeschlusses wird. Notwendige Strecken-Sperrungen müssten frühzeitig abgestimmt werden. Großveranstaltungen, wie zum Beispiel bei der Messe, gelte es zu berücksichtigen. Es müssten Nachweise erbracht werden, dass die Leistungsfähigkeit der S60-Strecke ausreicht, damit dort in einer Übergangszeit Fern- und Güterzüge sowie S-Bahnen unterwegs sein können.  

Option: Zwei Gleise für die S-Bahn
Da an der S-Bahn-Station Flughafen/Messe künftig auch Fern- und Regionalzüge von und nach Singen/Zürich halten sollen, muss die Station umgebaut werden. Die Zugänge (Aufzüge, Rolltreppen und Treppen) zur S-Bahn-Station müssten auch während der Bauzeit zugänglich sein, so die Forderung des Verbands Region Stuttgart. Nach den Planungen der Bahn soll für die S-Bahn nur noch ein Gleis zur Verfügung stehen, das zweite Gleis soll einen um 20 Zentimeter niedrigeren Bahnsteig erhalten und ausschließlich von Fern- sowie Regionalzügen benutzt werden. Dem stimmt die Region nicht zu. Sie möchte im Sinne einer größeren Flexibilität für die S-Bahn die Option auf zwei Gleise behalten. Der Verband Region Stuttgart verlange darüber hinaus einen Nachweis dafür, dass nach der Fertigstellung mindestens in der heutigen Betriebsqualität zwei S-Bahn-Linien im je 30-Minuten-Takt den Flughafen/Messe ansteuern können.

Große Zustimmung der Fraktionen
Für Udo Goldmann (CDU) ist es wichtig, dass alle Teile des Bahn-Projekts zeitgleich fertiggestellt werden. „Die Teufel stecken in den Details.“ Deshalb sei es richtig, die angesprochenen Punkte im Sinne der Funktionsfähigkeit der S-Bahn in den Planfeststellungsbeschluss aufzunehmen, sagte Matthias Hahn (SPD). Alfred Bachofer (Freie Wähler) sieht die Interessen des S-Bahn-Verkehrs ebenso gewahrt wie die Bündelung der Verkehre auf den Fildern. „Es ist richtig, dass der Verband Region Stuttgart als S-Bahn-Aufgabenträger genau hinschaut“, sagte Ingrid Grischtschenko (Grüne). Der Schienenverkehr müsse „systemisch“ betrachtet werden, denn auf den Fildern gebe es keine „Insellösung“. „Die Varianten-Diskussion ist Schnee von gestern“, so Kai Buschmann (FDP). Doch mit einer entsprechenden Gewichtung, hätte sich eine andere Reihenfolge ergeben. „Die öffentlichen Interessen sind hier nicht gewahrt, speziell was die Finanzen angeht“, sagte Christoph Ozasek (Linke). Probleme sehe er beim Wasserschutz und den naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen, so Ulrich Deuschle (Republikaner). 

Der Verband Region Stuttgart ist Projektpartner von Stuttgart 21. Er beteiligt sich daran mit einem gedeckelten Betrag von 100 Millionen Euro. Die große Mehrheit der Regionalversammlung ist überzeugt, dass das Bahnprojekt Stuttgart – Ulm den Bahnknoten Stuttgart aufwertet und zukunftsfähig macht. Durch die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke wird die Region besser in den nationalen und internationalen Schienenverkehr eingebunden.

Presseinformation (als pdf-Datei)

 

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