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Junge Filmer überzeugen Jury

"Kunststoff" aus Stuttgart produziert Unternehmensfilme und feiert auf der Berlinale Premiere mit "Dichter & Kämpfer"
Stuttgart, 20.02.2012 | 

Der 30. Geburtstag war die magische Grenze, die sich Sebastian Metzger und Hannes Staudt gesetzt hatten. Bis zu diesem Alter wollten die beiden Mediengestalter aus der Region Stuttgart eine Produktionsfirma für Unternehmens- und Dokumentarfilme gründen. Als sie 2008 diesen Entschluss fassten, waren die beiden 26 und 27 Jahre alt. Drei Jahre später haben sie diesen Plan erfolgreich in die Tat umgesetzt: Mittlerweile produziert "Kunststoff" erfolgreich Firmenporträts und Dokumentarfilme. Ihr Erstlingswerk "Dichter & Kämpfer" präsentierte die junge Firma auf der 62. Berlinale in der Perspektive Deutsches Kino.

Mit der Filmbranche sind die beiden Jungunternehmer vertraut, seit sie vor acht Jahren ihre Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton begannen. "Da haben wir angefangen, uns in der Szene umzusehen", sagt Staudt. Die Tätigkeitsfelder der beiden ergänzen sich perfekt: Staudt ist der Mann hinter der Kamera, während Metzger für sämtliche Formen der Nachbearbeitung - wie etwa Schnitt, Montage und Vertonung - zuständig ist.

Die meisten Kunden stammen aus der Region

An die beschwerliche erste Zeit nach der Firmengründung erinnern sich die beiden Jungunternehmer gut: "In der Filmbranche gibt es die Regel "Never spend your own money"", sagt Staudt. Daran gehalten haben sie sich nicht: Stattdessen verdienten sie sich mit Nebenjobs das nötige Zubrot, um ihre Filmprojekte am Laufen zu halten. Der Einsatz hat sich ausgezahlt, denn mittlerweile hat "Kunststoff" Filme für Unternehmen wie den Ulmer Motorenölhersteller Liqui Moly, das Zahnmedizinische Fortbildungszentrum Stuttgart oder die Universität Tübingen gedreht. Die meisten Anfragen stammen von kleinen und mittelständischen Betrieben aus der Region Stuttgart, auch der eine oder andere Weltmarktführer befindet sich in ihrer Kundenkartei. Die beiden Produzenten betreuen die Unternehmensfilme von der ersten Idee über Aufnahme, Nachbearbeitung und Vertonung. Staudt glaubt, dass die Philosophie der hiesigen Unternehmen gut zu der von "Kunststoff" passt. "Wir machen keine halben Sachen und haben einen hohen inhaltlichen Anspruch, nicht nur einen ästhetischen."

Die Region ist ihnen bestens vertraut: Staudt ist gebürtiger Stuttgarter, Metzger stammt aus Esslingen. Seit die beiden in der Landeshauptstadt ihre Ausbildung absolviert haben, arbeiten sie zusammen. Sie könnten sich nicht vorstellen, ihren Firmensitz in der Landeshauptstadt zu verlassen. "Ich liebe die Lage von Stuttgart im Kessel - wir bleiben definitiv in der Region", sagt Staudt.

Für die Premiere ihres ersten Dokumentarfilms sind die beiden Unternehmer nach Berlin gereist, weil "Dichter & Kämpfer - das Leben der Poetry-Slammer in Deutschland" auf der Berlinale in der Kategorie "Perspektive Deutsches Kino" gezeigt wird. Hier finden inhaltliche und stilistische Trends beim deutschen Film-Nachwuchs ihren Platz. Dass der Film auf dem wichtigsten deutschen Filmfestival laufen würde, hätten Staudt und Metzger nie erwartet. "Allein die Tatsache, dass wir ihn auf einer riesigen Leinwand zeigen dürfen, ist ein Riesenerfolg", sagt Staudt. Von der Jury hat der Film bereits die Empfehlung "uneingeschränkt sehenswert" erhalten.

Der Film spiegelt den eigenen Werdegang wider

Bei Poetry Slam handelt es sich um einen Wettbewerb, wo junge Literaten selbst verfasste Gedichte einem Publikum vortragen, welches über die Beiträge bewertet. Für die Dreharbeiten haben Staudt, Metzger und eine Regisseurin aus Berlin vier junge Literaten ein Jahr lang quer durch Deutschland begleitet - die Kamera war bei den Proben, den Auftritten und dem Alltag immer dabei. Fasziniert hat die Produzenten die Motivation der Künstler: "Der Film handelt von jungen Menschen, die genau das machen, was sie antreibt", sagt Staudt - dieser leise autobiographische Anklang ist kein Zufall, sondern spiegelt den eigenen Werdegang der jungen Unternehmer wider.

Momentan ist die junge Firma ist mit mehreren Verleihern im Gespräch, so dass "Dichter & Kämpfer" ab Mai in den deutschen Kinos zu sehen sein wird. Zeit zum Ausruhen gönnen sich die jungen Filmschaffenden nicht - der nächste Dokumentarfilm über das Ulmer Theater in der Westentasche ist bereits abgedreht und wartet an ihrem Firmensitz in Möhringen darauf, gesichtet und geschnitten zu werden.

www.dichterundkaempfer.de

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