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Mit Null-Fehler-Strategie zur Marktführerschaft

Die Feinmetall GmbH aus Herrenberg ist einer der weltweit bedeutendsten Hersteller von Prüfmitteln für die Elektronikindustrie
03.04.2009 | 

Die mittelständische Feinmetall GmbH aus Herrenberg in der Region Stuttgart entwickelt, produziert und vertreibt Prüfmittel für die internationale Elektronikindustrie und gilt als "Hidden Champion". Das Produktportfolio reicht von Prüfkarten für den Wafertest - auf diesem Gebiet ist Feinmetall ein unumstrittener Technologieführer - über Schnittstellen für Testsysteme und Prüfadapter für Funktionstests bis hin zu einem umfassenden Programm von Federkontaktstiften. Kunden sind hauptsächlich Firmen aus der Elektronik sowie Zulieferer für die internationale Automobilindustrie.

Im Jahr 2008 wurde die Feinmetall GmbH aus Herrenberg unter die 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand gewählt und mit dem "Top 100"-Gütesiegel ausgezeichnet. Besonders hervorgehoben wurde die Qualität des Innovationsmanagements. Tatsächlich hat diese Qualität maßgeblich dazu beigetragen, dass sich Feinmetall im Verlauf der bisher 45-jährigen Firmengeschichte als Familienbetrieb zu einem weltweit agierenden Unternehmen entwickelt hat, das mit mehr als 250 Mitarbeitern über 25 Millionen Euro umsetzt.

Nach der Gründung des Unternehmens im Jahr 1964 stellte Feinmetall zunächst Präzisionsuhrenfedern her. Mit dem Start der Produktion von Federkontaktstiften läutete man 1974 den Einstieg in die elektronische Prüftechnik ein. Federkontaktstifte sind Elemente, die für die Prüfung von Leiterplatten, elektronischen Baugruppen und Bauteilen etc. in der Elektronikindustrie verwendet werden. "Den Anstoß gaben Ingenieure der IBM Deutschland GmbH, die damals schon in der Region ansässig war," sagt Ulrich Lieb, Leiter Vertrieb und Marketing bei Feinmetall. "Wir wurden gefragt, ob wir Federkontaktstifte zum elektronischen Test von Platinen bauen könnten." Man konnte - und ergriff die Gelegenheit zur Entwicklung eines breiten Spektrums professioneller Systemlösungen wie sie in der Elektronikindustrie für viele Prüfsituationen benötigt werden

Die Palette von 8.000 Kontaktstiftmodellen wächst noch immer

Heute bietet Feinmetall - von der Bareboard-Kontaktierung über den ICT (InCircuit Test) bis zur Kabelbaumkontaktierung für die Automobilindustrie - sämtliche Federkontaktstifte für elektronische Tests an. "Eine unserer Domänen ist der Kabelbaumtest, wo sehr anspruchsvolle Stifte benötigt werden, die nicht nur aus Mantel, Feder und Kolben bestehen, sondern auch Schaltfunktionen übernehmen können", erklärt Ulrich Lieb. "Hier sind wir Marktführer in Europa." Zu einem Kabelbaum für die Mercedes S-Klasse beispielsweise gehören über 300 Stecker, die alle getestet werden müssen. Die beeindruckende Palette von rund 8.000 Kontaktstiftmodellen, die Feinmetall bis heute entwickelt hat, wird nach wie vor regelmäßig durch neue ergänzt. Durch relativ kleine Losgrößen können selbst hoch spezielle Wünsche befriedigt werden. Wenngleich Produkte für die Automobilzulieferindustrie für Feinmetall die größte Bedeutung haben, finden sich die Prüfstifte auch in Testsystemen für die Mobilfunkindustrie, die Solarzellenhersteller und andere Elektronik produzierenden Branchen.

Ein weiteres Standbein der Feinmetall GmbH ist der technisch sehr anspruchsvolle Bau von Adaptern zur Prüfung von elektronischen Baugruppen. Jeder Prüfadapter ist ein Unikat, das für eine individuelle Kontaktieraufgabe eines Kunden entwickelt wird. Bei der Herstellung von herkömmlichen Epoxy-Prüfkarten für den Wafertest kommen selbst gefertigte Prüfnadeln und eine selbst entwickelte Pick & Place Maschine zum Einsatz, wo in Asien und den USA nach wie vor von Hand gefertigt wird, sagt Ulrich Lieb. Mit der "Advanced-Technologie" ViProbe mit vertikal angeordneten Prüfnadeln hat Feinmetall eine neue Generation von Probe Cards entwickelt und auf den Markt gebracht, die es den führenden Halbleiterherstellern heute ermöglicht, hochparallele Tests bis zum Full-Wafer-Test von Speicher- und Logik-Chips mit bis zu 30.000 Prüfnadeln durchzuführen.

Mit Innovationen und Investitionen zum kontinuierlichen Wachstum

Nach Umsatz und Mitarbeiterzahl ist die Feinmetall GmbH in den vergangenen zehn Jahren auf das Vierfache gewachsen. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen an den Standorten Herrenberg, Nové Mesto nad Metuji (Tschechien), Singapur, Shin Chu (Taiwan) und San José (USA) über 250 Mitarbeiter. Vertretungen und Niederlassungen gibt es in 37 Ländern. Für den Vertrieb der ViProbe Produkte in USA und Asien sorgen eigene Tochterfirmen in Kalifornien, Singapur und Taiwan. Die für das starke Wachstum erforderlichen Innovationen und Investitionen konnten bisher stets aus eigenen Erträgen finanziert werden. Um den kundenspezifischen Anforderungen gerecht zu werden, führt Feinmetall Akzeptanztests, Erstmusterprüfungen und Prototypenfreigaben auch mit externen Institutionen durch. "Große Bedeutung haben Evaluierungsprojekte für neue Produkte, die beim Kunden selbst stattfinden, eine solche Evaluierung kann bis zu neun Monaten dauern, denn gerade für hochwertige Produkte ist die Prüfung der Lebensdauer von größter Bedeutung", erklärt Ulrich Lieb. "Erst nach erfolgreicher Evaluierung wird eine neue Produktreihe für den Serieneinsatz beim Kunden freigegeben, diese Null-Fehler-Strategie führt dazu, dass der Anteil innovativer Verbesserungen der letzten drei Jahre am aktuellen Umsatz mit 60 Prozent überdurchschnittlich hoch ist."

Trotz kontinuierlichem Wachstums in den Bereichen Kontaktstifte und Prüfadapter in den letzten Jahren ist die Feinmetall GmbH auch von der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise Krise betroffen: "Besonders der Halbleiter- und Automobil-Sektor ist deutlich zurückgegangen, wohingegen die Krise im Adapterbau noch nicht so stark zu spüren ist, da er kundenspezifische Anwendungen bedient", so Ulrich Lieb zur aktuellen wirtschaftlichen Lage bei Feinmetall.

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