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Region drückt bei Expressbussen auf die Tube

Verkehrsausschuss stimmt Gesetzentwurf zum ÖPNV-Pakt zu – Zunächst auf drei Linien sollen Expressbusse fahren
03.12.2014 | 

Im ÖPNV-Pakt hat der Verband Region Stuttgart neue Möglichkeiten erhalten, zukunftsfähige Mobilität zu gestalten. Heute hat der Verkehrsausschuss nahezu einstimmig dem Gesetzentwurf zugestimmt. Mit ihm wird der Kompromiss zwischen dem Land, der Region Stuttgart, der Stadt Stuttgart und den VVS-Landkreisen rechtsverbindlich umgesetzt. 

Um gleich loslegen zu können, wenn das Gesetzt in Kraft ist, haben die Regionalpolitiker heute einstimmig den Grundstein für die Einführung von Expressbuslinien in der Region Stuttgart gelegt.  

Auf zunächst drei Linien möchte der Verband Region Stuttgart Expressbusse ab 2016/2017 auf die Strecke schicken: Leonberg – Flughafen/Messe (über Gerlingen Schillerhöhe); Flughafen/Messe – Kirchheim/Teck und Waiblingen – Esslingen (über Kernen). „Alle Linien schaffen neue, tangentiale Direktverbindungen, die die S-Bahn entlasten und zusätzliche Erschließungsfunktionen wahrnehmen“, sagte Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler. Künftig wird also der Flughafen direkt, ohne Umstieg, vom Westen des Landkreises Böblingen aus erreichbar sein. Auch zwischen dem Neckartal und der Filderebene schließen die Expressbusse eine Lücke im ÖPNV-Angebot. Die dritte Linie verbindet Waiblingen über Kernen mit der Hochschule in Esslingen. Sowohl der Rems-Murr-Kreis als auch Kernen und die Diakonie in Stetten mit ihren über 4.000 Beschäftigten beurteilen diese Linienführung sehr positiv.  

Bei der Auswahl der Linien sind bestehende Buslinien, stark frequentierte Ziele sowie die prognostizierte Nachfrage berücksichtigt worden. Das Verkehrswissenschaftliche Institut der Uni Stuttgart hat alle 11 Linien unter diesen Aspekten detailliert untersucht. Insgesamt rechnet die Region auf den drei Expressbuslinien mit gut 1500 neuen Fahrgästen täglich. Wenn man die erwarteten Fahrgeldeinnahmen abzieht, belaufen sich die Kosten für den Verband Region Stuttgart auf knapp 2 Millionen Euro. Wochentags sollen die Expressbusse von 5 Uhr bis 22 Uhr mindestens im Stundentakt sowie in der Hauptverkehrszeiten (6.30 Uhr bis 8.30 Uhr und 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr) alle 30-Minuten fahren. An den Wochenenden ist ein Stundentakt von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr vorgesehen. Die Expressbusse sollen größtmöglichen Komfort bieten, ein einheitliches Design erhalten und so zu einer eigenständigen Marke werden. 

Dass der Verband Region Stuttgart beabsichtigt, die drei ausgewählten Expressbuslinien in einem Wettbewerbsverfahren zu vergeben, wird ein Jahr vorab im EU-Amtsblatt bekannt gegeben. Erst wenn sich kein Unternehmen meldet, das den Verkehr auf eigene Rechnung fährt, kann das eigentliche Wettbewerbsverfahren erfolgen. 

Start frei für die Expressbusse

„Wir sind gut beraten, die Expressbusse mit der nötigen Sorgfalt anzugehen“, sagte Helmut Noë (CDU). Es sei nicht sicher, ob die Prognosen tatsächlich auch eintreffen. Eva Mannhardt (Grüne) sieht in diesem „Startpaket eine große Chance“. Sie verwies auf den Haushaltsantrag ihrer Fraktion, bei den nächsten beiden Linien den Landkreis Göppingen sowie die Verbindung von Nürtingen zum Flughafen/Messe zu berücksichtigen. Harald Raß (SPD) warf die Frage auf, wie es mit den Expressbussen außerhalb der Region Stuttgart aussieht. Er verwies auf weitere zu klärende Details, wie Qualität, Frequenz, Infrastruktur und die Markenbildung. Bernhard Maier (Freie Wähler) bezeichnete die Expressbusse als eigentliche Neuerung des ÖPNV-Pakts. Seine Fraktion werde „genau hinschauen und den Erfolg der Linien an den Zahlen messen“. Wolfgang Hoepfner (Linke) hat mit den drei ausgewählten Linien „erhebliche Probleme“. Man laufe gegebenenfalls sehenden Auges in ein großes Risiko hinein. Gudrun Wilhelm (FDP) sprach sich für die Umsetzung der drei Linien aus. Dr. Burghard Korneffel (AfD) sieht die Expressbusse als „Interimslösung“ bis zum weiteren Ausbau des S-Bahn-Netzes.  

Der ÖPNV-Pakt sieht unter anderem vor, …dass der Verband Region Stuttgart künftig Expressbusse auf die Strecke schicken kann, allerdings nicht parallel zu Schienenstrecken. Aus einer Liste von 21 Expressbus-Linien innerhalb der Region Stuttgart (11) und darüber hinaus (10) hat der Verband Region Stuttgart nun drei Linien für eine erste Betriebsstufe ausgewählt. Mit den VVS-Landkreisen sollen nun Gespräch über zwei weitere Linien geführt werden. Nach drei Jahren sollen die Expressbusse unter dem Aspekt des verkehrlichen Nutzens auf den Prüfstand. Anschließend könnten zusätzlich zu den ersten fünf weitere Linien aus dem Katalog umgesetzt werden.

Presseinformation (als pdf-Datei)

 

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