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S-Bahn nach Neuhausen: Konkretisierte Planungen vorgestellt

Lenkungskreis empfiehlt die Planungen weiter zu führen - gemeinsame Presseinformation von SSB AG und Verband Region Stuttgart
06.11.2014 | 

Die Planungen für eine S-Bahn nach Neuhausen sollen auch unter geänderten Randbedingungen weitergeführt werden. So lautet die Empfehlung des Lenkungskreises an die darüber entscheidenden Gremien bei den Projektpartnern Verband Region Stuttgart, Landkreis Esslingen, Stadt Filderstadt, Gemeinde Neuhausen und der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB). Grundlage der Empfehlung ist der dem Lenkungskreis am 21. Oktober 2014 von der SSB präsentierte konkretisierte und aktualisierte Planungsstand. Wenn die Gremien der Partner zustimmen, soll das Projekt mindestens bis zur Planfeststellung weitergeführt und die Chance einer S-Bahn nach Neuhausen ergriffen werden. Die Weiterführung der Planung bis zum Planfeststellungsbeschluss wird zusätzlich zu den bisher angefallenen Planungskosten von 1,5 Mio. Euro voraussichtlich weitere 4,0 Mio. Euro kosten. Bis zum Jahresende werden sich alle Gremien mit den neuen Erkenntnissen befassen und über das weitere Vorgehen entscheiden.  

Bei der Konkretisierung des Projekts und der Bauablaufplanungen in den vergangenen Monaten ging es auch um eine Präzisierung der Rahmenbedingungen und der Kostenschätzung. Nach dem nun vorliegenden Stand wird für die S-Bahn-Verlängerung eine Bauzeit von knapp vier Jahren erforderlich sein. Diesen Zeitraum hat der Projektsteuerer Drees & Sommer bestätigt. Die Inbetriebnahme der Strecke verschiebt sich somit um zwei Jahre auf Anfang 2021. Der mögliche Baubeginn wäre dann nicht Mitte 2016, sondern Mitte 2017.

Auf Grundlage der detaillierteren Planungskonzeption erfolgte eine neue Kostenschätzung. Die Ergebnisse wurden durch den Projektsteuerer Drees & Sommer auf Plausibilität überprüft. Die ermittelten Preise sind Nettopreise mit Preisstand 2014. Die Gesamtkosten betragen 125 Millionen Euro. Die ursprünglich genannten Gesamtkosten in Höhe von 92 Millionen Euro bezogen sich auf den Planungsstand zur standardisierten Bewertung (2009) und wurden Anfang 2013 fortgeschrieben. Die Kostensteigerungen stammen hauptsächlich aus den Positionen Anpassung bestehender Leitungen, Straßen und Wege, Ingenieurbauwerke, Leit- und Sicherungstechnik sowie den Planungskosten.  

Daraus ergibt sich voraussichtlich ein Finanzierungbeitrag des Verbands Region Stuttgart in Höhe von 27,8 Millionen Euro, ein Mehr von 7,4 Millionen Euro. Die Beiträge des Landkreises Esslingen steigen voraussichtlich um 1,8 Millionen Euro auf 6,9 Millionen Euro, jene der Stadt Filderstadt und der Gemeinde Neuhausen um voraussichtlich jeweils 0,9 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro. Die SSB wird mit den Zuschussgebern Bund und Land die notwendigen Anpassungen des Fördermittelbedarfs abstimmen.  

Nach einer ersten Abschätzung der SSB fallen knapp die Hälfte der Baukosten, rund 49 Millionen Euro erst nach 2019 an. Nach den heutigen Förderkriterien würde dieser Betrag mit 29 Millionen Euro vom Bund und mit 10 Millionen. Euro vom Land gefördert. Sollten diese Förderungen nach 2019 nicht mehr zur Verfügung stehen, wäre die Finanzierung des Projekts in Frage gestellt, da die ausgefallenen Fördergelder des Bundes und des Landes von den Projektpartnern nicht getragen werden können. Der für 2017 vorgesehene Beschluss zum tatsächlichen Bau der S2-Neuhausen kann somit nur getroffen werden, wenn bis dahin eine GVFG-Folgeregelung vorliegt. In dem Zusammenhang fordern die Projektpartner deshalb eine Folgeregelung für das 2019 auslaufende GFVG-Bundesprogramm. Nur so könnten, so der Lenkungskreis, langfristig Infrastrukturinvestitionen für nachhaltige Mobilität in Ballungsräumen sichergestellt werden.  

Überprüfung der Wirtschaftlichkeit:
Die Überprüfung der standardisierten Bewertung durch die SSB anhand des aktuellen Kostenstands ergibt für die Gesamtmaßnahme bestehend aus den Stadtbahnverlängerungen (U6-Fasanenhof und U6-Flughafen) und der S-Bahn S2 nach Neuhausen unter Berücksichtigung der allgemeinen Baupreisentwicklung und der Kosten des bereits realisierten Abschnitts U6-Fasanenhof nach wie vor einen gesamtwirtschaftlichen Indikator mit einem Wert von 1,1. Das heißt, der in Geld bewerte Nutzen der Maßnahme überwiegt deren Kosten. 

Das Projekt:
Die Planungen für einen S-Bahn-Verkehr auf der 1983 still gelegten Filderbahnstrecke zwischen Filderstadt Bernhausen und Neuhausen wurden durch die SSB AG im Jahr 2013 begonnen. Künftig sollen auf der gut vier Kilometer langen Strecke moderne S-Bahn-Züge im 30-Minuten-Takt fahren. Auf der zweigleisigen Strecke wird es die zwei neuen S-Bahn-Halte Sielmingen und Neuhausen geben.

Kontakt:
Verband Region Stuttgart, Dorothee Lang, 0711 22759-15, lang(at)region-stuttgart.org 

Stuttgarter Straßenbahnen AG, Presseabteilung, 07 11-78 85-26 86, presse@mail.ssb-ag.de

 

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