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Stadt Göppingen feilt an ihrem Mobilitätsprofil

Zeiten stehen auf Strom: Auftaktveranstaltung am 21./22 Mai an der EWS-Arena
Göppingen, 21.04.2011 | 

Strombetriebene Fahrzeuge werden unsere Städte und Wirtschaft verändern, sagen Experten. Die Stadt Göppingen hat das Thema aufgegriffen und bündelt nun diesbezügliche Aktivitäten. Zum 125. Jubiläum des Automobils am 21. und 22. Mai werden erste Ergebnisse gezeigt.

Neben Ludwigsburg, Esslingen oder Böblingen gehört auch Göppingen zu den Kommunen in der Modellregion Elektromobilität Region Stuttgart, die konkrete Aktivitäten rund um die e-Mobilität entwickeln. Gebündelt werden diese und weitere Forschungsvorhaben bei der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS).

"Wir wollen Unternehmen und Bevölkerung gleichermaßen für E-Mobilität sensibilisieren und das Thema mit Car-Sharing und anderen ressourcenschonenden Maßnahmen für eine nachhaltige Gesellschaft kombinieren", sagt Christine Kumpf.
Was die Wirtschaftsförderin der Stadt Göppingen zum Thema bislang zusammengetragen hat, kann sich sehen lassen, etwa verschiedene Elektrofahrzeuge, mit denen die EnBW Energie Baden-Württemberg AG die Initiative lokal unterstützt.

Einen Smart ED fahren seit wenigen Tagen Mitarbeiter der Energieversorgung Filstal (EVF). Flankierend eröffnete die EVF am 21. März neben ihrer Erdgastankstelle in der Großeislinger Straße die erste öffentliche Stromtankstelle im Landkreis Göppingen, wo derzeit noch kostenlos getankt werden kann, sofern man sich per EC-Karte angemeldet hat.

Damit die Nachfrage steigt, hat die Stadt Göppingen parallel zwei mofaähnliche E-Bikes gekauft und einen Elektroroller testweise für ein Jahr überlassen bekommen, womit sich die E-Flotte von Kreis, EVF und Stadt auf fünf Fahrzeuge erhöht. Hinzu kommen Privatbesitzer von Elektroautos, E-Bikes und so genannten Pedelecs, Fahrrädern mit Hilfsmotor. In Hohenstaufen kann man bereits Pedelecs kaufen oder Fahrräder nachrüsten lassen, in Faurndau gibt es touristische Angebote rund um Pedelecs.

Das Göppinger Kompetenznetzwerk Mechatronik, in dem aus der Region Stuttgart 100 Firmen mit drei Milliarden Euro Umsatz und 25.000 Mitarbeitern organisiert sind, hat parallel mit Automobilzulieferern das Projekt Elena aufgesetzt, das Nachrüstsätze für Kleintransporter entwickelt, um diese hybridtauglich zu machen. "Unsere heimischen Firmen müssen Ansatzpunkte finden, sich in das Thema Elektroantriebe einzuklinken", nennt Kumpf ihr Handlungsmotiv und weiß auch zwei Beispiele.

Die Salacher Firma Heldele entwickelt derzeit eine Stromtankstelle, die via Mobiltelefon Fahrer darüber informiert, wo und wann eine Tankstelle verfügbar ist, mit dessen Bank online die Bezahlung abwickelt und eventuell noch Strom aus einer Photovoltaikanlage auf dem Tankstellendach mit dem Betreiber verrechnet. Und das Holzheimer Recyclingunternehmen DU: will seine Müllfahrzeuge auf Strombetrieb umstellen, deren Energie zum Beispiel im Müllheizkraftwerk erzeugt werden könnte.

Mit den fünf kommunalen Fahrzeugen läuft im Rahmen der Regionalförderung bis September eine Erprobungsphase, in der ganz praktisch Erfahrungen gesammelt werden, etwa wie Pool-Lösungen mehrerer Mitarbeiter aussehen können, die sich E-Fahrzeuge teilen. Dazu zählen Themen wie begrenzte Reichweite, längere Ladezeiten, Fahrpraxis ohne Schalten und Motorgeräusch oder Helm- und Führerscheinpflicht bei den Zweirädern. "Die Fahrzeuge sollen möglichst viel in Bewegung sein, damit sich auch Passanten an die leisen Fahrzeuge im Straßenverkehr gewöhnen, mit den Fahrern ins Gespräch kommen und die E-Antriebe ins Gespräch kommen", nennt Kumpf ein weiteres Projektziel.

Erstmals sichtbar wird das Elektromobilitätsprojekt für die Göppinger Bevölkerung im Rahmen des Automobilsommers 2011 am 21. Und 22. Mai rund um die Göppinger EWS-Arena, in der an diesem Wochenende das Damen-Final Four der Handball-Bundesliga ausgetragen wird. Kumpf erwartet bis zu 5.000 Neugierige. Im Rahmenprogramm dokumentieren 15 Oldtimer und Boliden heimischer Besitzer die Geschichte des Automobils. Parallel haben Besucher die Gelegenheit, selbst E-Bikes und Scooter auszuprobieren oder in einem E-Auto wie ihn Firmen wie Heldele, DU: oder EVF neuerdings im Fuhrpark haben, Probe zu fahren.

Kumpf: "Das Thema wird spannend und bis zur Stadtplanung mittelfristig alle Bereiche umfassen." Die städtische Wohnbau plant Im Stadtgarten an der Lorcher Straße bereits Tiefgaragen mit serienmäßigen Stromsteckdosen, ebenso Betreiber von Kino- und Shopping-Centern, um mittelfristig Fahrer von E-Fahrzeugen an ihre Häuser zu binden. "Auch auf Firmenparkplätzen wird sich bald die Frage stellen, wo man für die Mitarbeiter eine Stromtankstelle errichtet und ob man den Strom kostenlos zur Mitarbeiterbindung abgibt", blickt die Wirtschaftsförderin in eine sich verändernde Zukunft, die sie mit ihren Aktivitäten mitgestalten will.

www.goeppingen.de

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