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Werkstoffe perfekt in Form gebracht

50 Jahre Leonhardt Graveurbetrieb: Spezialist für die präzise Bearbeitung filigraner Teile und Anfertigung feinster Gravuren
Hochdorf, 27.08.2009 | 

Absolute Präzision und beste Qualität waren schon Programm, als Günter Leonhardt vor 50 Jahren seinen Graveurbetrieb in Hochdorf bei Esslingen gründete. Damals ging es noch handwerklich mit viel Fingerspitzengefühl zur Sache. Heute sind unter der Leitung von Günther Leonhardts Sohn Wolfgang computergestützte Verfahren aus dem Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Mit modernsten Technologien fertigen 21 Mitarbeiter filigrane Stempel, Elektroden und Werkstücke aus Glas, Keramik oder Hartmetall sowie Werkzeuge für den Kunststoff-, Keramik- und Metallspritzguss. Die Kunden kommen aus dem Werkzeug- und Formenbau, der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt und der Medizintechnik. Bei der Bearbeitung des Werkstoffs Hochleistungs-Keramik zählt Leonhardt zu den gefragtesten Spezialisten im deutschsprachigen Raum.

Mit seiner hochwertigen Bibel im aufwendig geprägten Messingeinband übertraf der Weltbild-Verlag alle Erwartungen: Nur wenige Tage, nachdem die limitierte Sonderausgabe im Dezember 2005 in den Handel kam, war sie restlos ausverkauft. Der nach spätantiken und mittelalterlichen Vorlagen gestaltete Buchdeckel zeigt Szenen aus dem Leben Jesu und der Evangelisten. Solch eine filigrane Arbeit, in Messing gearbeitet, hatte es seit Jahrhunderten nicht mehr gegeben.

Spezialisten aus dem Leonhardt Graveurbetrieb machten sie möglich: Zunächst recherchierten sie die historischen Vorbilder und entwarfen den Bucheinband. Anschließend kümmerten sie sich auch um die "Massenproduktion" von mehreren Tausend Exemplaren. Dazu digitalisierten sie den entscheidenden Arbeitsgang, die Graveurarbeit, und ließen sie dann automatisch ausführen. Grundlage war ein eigens entwickeltes Verfahren, mit dem sie die 250 Gramm schwere und 0,3 Millimeter dicke Messingplatte für den Bibeleinband letztendlich prägten, anstatt sie zu gravieren. "Wir besitzen handwerkliches Geschick und Erfahrung im Umgang mit konventionellen Verfahren und verbinden beides mit neuesten Technologien", beschreibt Wolfgang Leonhardt, Inhaber und Geschäftsführer des Graveurbetriebs, das technologische Profil seines Unternehmens. "Das Bibelprojekt war einmalig, so etwas gehört natürlich nicht zu unserer typischen Tagesarbeit."

Wenn es um absolute Präzision an winzigen Teilen geht, zum Beispiel aus Glas, Keramik oder Hartmetall, ist seit beinahe 50 Jahren das Hochdorfer Familienunternehmen die erste Adresse. Es erledigt filigrane Gravurarbeiten, arbeitet feinste Oberflächenstrukturen oder Formen aus und fräst, graviert, schleift und poliert fein- und mikromechanische Bauteile. Zu seinem langjährigen Kundenstamm gehören Werkzeug- und Formenbauer ebenso wie Zulieferer für die Automobilindustrie, die Luft- und Raumfahrt, die Kunststoff-, Druckguss-, Spielwaren-, Keramik- und Haushaltsartikelindustrie sowie die Medizintechnik. Deren Produktionswerkzeuge erhalten bei Leonhardt buchstäblich den "letzten Schliff". Sogar viele der beliebten Überraschungsei-Figuren bringt der Leonhardt Graveurbetrieb in Form.

Vom Küchentisch zum integrierten Technologiedienstleister

Durch Spezialisierung und höchste Qualität zum Erfolg: Diese Philosophie hat das Unternehmen im deutschsprachigen Raum zu einer Branchengröße gemacht. Was 1960 am Küchentisch des Seniors Günther Leonhardt begann, ist heute ein 21 Personen starker Betrieb, dessen Maschinenpark keinen Vergleich zu scheuen braucht. In seinem Auftragsbuch stehen anspruchsvolle Gravurarbeiten, Fertigung von Präzisionsteilen oder Mikro- und Ultrapräzisionsbearbeitungen.

Außergewöhnlich ist vor allem das Spektrum der Bearbeitungstechnologien, über die das Unternehmen im eigenen Haus verfügt. Leonhardt besitzt zum Beispiel die einzige Laserabtragsmaschine in Baden-Württemberg. Sie dient zur präzisen Herstellung filigranster Bauteile und feinster Gravuren: Reliefs, Stempel oder vertiefte und erhabene Beschriftungen auch auf zylindrischen Bauteilen. Diese Technologie kommt vor allem bei sehr harten, nicht leitenden und hoch temperaturfesten Materialien wie Wolfram, Molybdän oder Keramik zum Einsatz. "Ein computergesteuerter, gepulster Laser brennt das Werkstück Schicht um Schicht aus dem Material. Dieses schmilzt dabei nicht, sondern verdampft im Laserlicht", erklärt Wolfgang Leonhardt.

Mit dem Aufstellen teurer Maschinen ist es nicht getan, sondern anspruchsvolle Techniken erfordern auch höchstes handwerkliches Können. Darüber verfügt der Leonhardt Graveurbetrieb schon traditionell: Seine Mitarbeiter sind Spezialisten für CNC-Gravieren und Polieren, 5-Achsen-HSC-Fräsen, Draht- und Senkerodieren sowie 3D-Laserbearbeitung. Auch das Rapid Prototyping zählt zu ihrem Repertoire, das zeit- und kostengünstige Herstellen von funktionsfähigen Musterteilen und Vorserien.

Das entsprechende Qualitätsbewusstsein zieht sich bei Leonhardt durch alle Prozesse. 1996 ließ sich das Unternehmen deshalb als einer der ersten Graveurbetriebe in Deutschland nach ISO 9001 zertifizieren. Namhafte Kunden , z.B. aus dem Automobilsektor, und ihre Zulieferer wissen es zu schätzen, dass der Graveurbetrieb ihre Aufträge dadurch hochwertig und zügig umsetzt.

Zukunftsmarkt Keramik

Zu den Leonhardt’schen Spezialitäten gehört zweifelsohne das 5-Achs-Simultanfräsen, beispielsweise von komplexen Teilen aus der Medizintechnik wie künstlichen Kniegelenken aus Keramik. "Wir haben uns frühzeitig den Zugang zum Werkstoff Keramik erarbeitet und uns auf diesem Gebiet wertvolles Know-how angeeignet", sagt Wolfgang Leonhardt. Mit seiner Begeisterung für das Potenzial des Materials steckte er seinen langjährigen Freund Dr. Wolfgang Burger an, einen promovierten Chemiker und Experten für Hochleistungskeramiken. Die beiden beschlossen, ein Schwesterunternehmen zu gründen, um auch die Technologieberatung und die anwendungsgerechte Entwicklung neuer Materialien selbst zu betreiben.

Seit 2005 entwirft die OxiMaTec GmbH, ebenfalls in Hochdorf ansässig, nun neue Keramikwerkstoffe, Prototypen und Kleinserien. Große Erfolge kann sie bereits bei Instrumenten für die minimalinvasive Chirurgie verzeichnen. Diese bestanden vorher aus Edelstahl oder Titan, der von OxiMaTec neu entwickelte Keramikwerkstoff verfügt aber über eine wesentlich bessere Bruchzähigkeit und ist außerdem biokompatibel.

Das Gütesiegel "TOP 100 - Die 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand" hat die Innovationsstärke des Leonhardt Graveurbetriebs kürzlich bestätigt. Diese Auszeichnung motiviert die Mitarbeiter zusätzlich - und bestätigt den Kurs des Unternehmens: "Ich sage immer: Wir haben überall unsere Griffel drin", so Wolfgang Leonhardt. "Im Automotive-Bereich, in der Spielwaren-, der Genussmittel- und der Sportartikelindustrie und nun auch noch im Zukunftsmarkt Medizintechnik."

www.leonhardt-gravuren.de

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