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Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz als Ziel

Stuttgart, 27.08.2010 | 

Die Universität Stuttgart und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG haben die gemeinsame Forschungsinitiative "Effiziente Energienutzung" am Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart gegründet. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und der intensiv geführten Klimaschutzdiskussion soll die Forschungsinitiative wichtige Beiträge zur Entwicklung effizienter Energienutzungstechniken, energie- und ressourcensparender Verfahrens- und Fertigungsprozesse sowie optimierter Energienutzungskonzepte leisten. Passend zum Wissenschaftsjahr "Die Zukunft der Energie’ sollen damit perspektivisch neue Möglichkeiten und Wege zur Steigerung der Energieproduktivität erarbeitet werden.

In den kommenden 10 Jahren stellt die EnBW dafür insgesamt 3,5 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Mittel dienen dem Aufbau und der Durchführung eines Forschungs- und Graduiertenkollegs in der Fakultät Energie-, Verfahrens-, und Biotechnik. Im Rahmen dieses Promotionsprogramms befassen sich bis zu 10 zukünftige Doktoranden mit Forschungsarbeiten zur effizienten Energienutzung.

Die Forschungsthemen konzentrieren sich auf drei Schwerpunktbereiche. So sollen zum einen Forschungsvorhaben zur effizienten Energieanwendung in Industrie und Gewerbe gefördert werden. Diese zielen auf technische und verfahrensseitige Innovationen sowie optimierte Energienutzungskonzepte zur Steigerung der Energieproduktivität ab. "Dies kommt der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und damit der Sicherung von Wachstum und Beschäftigung ebenso zu Gute wie der Erreichung klima- und umweltpolitischer Ziele", so der Leiter des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, Prof. Alfred Voß.

Ein zweiter Themenschwerpunkt ist die effiziente Stromnutzung in Haushalten, Handel und im Dienstleistungsbereich. Hier sollen die Energieeffizienz von Geräten zur Bereitstellung von Energiedienstleistungen (Wärme, Kälte, Licht und Information) gesteigert und Potentiale für eine effizientere Stromnutzung identifiziert werden. Schließlich werden die Wissenschaftler analysieren, welche Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz von Energiewandlungs- und -anwendungstechniken sowie von Prozessinnovationen sich aus den Fortschritten in Schlüsseltechnologiebereichen wie der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Nanotechnologie, der Biotechnologie oder der optische Technologie (Photonik) ergeben.

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