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Worüber reden intelligente Autos?

Das Institut für Parallele und Verteilte Systeme (IPVS) entwickelt selbständig steuernde Fahrzeuge und feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen
Stuttgart, 03.07.2009 | 

Kann man Auto fahren, ohne selbst zu steuern? Die Wissenschaftler vom Institut für Parallele und Verteilte Systeme (IPVS) an der Universität Stuttgart arbeiten daran. Im Auto leisten schon seit Jahren viele Assistenzsysteme gute Dienste, doch die Fahrzeuge können noch intelligenter werden. So ist denkbar, dass Passagiere bald von Fahrzeugen ganz ohne menschlichen Fahrer befördert werden.

Im Rahmen des Projekts Cybercars-2 entwickelt das Institut für Parallele und Verteilte Systeme der Universität Stuttgart gemeinsam mit Partnern und Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland autonome Fahrzeuge und testet sie. Die Stuttgarter Wissenschaftler untersuchen, wie ganze Scharen solcher Fahrzeuge zusammenarbeiten können, ohne dass sie miteinander kollidieren.

Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Kooperation zwischen den Fahrzeugen. Diese sollen nicht stur an vorgefertigten Fahrplänen festhalten, sondern ihre Wege selbst planen dürfen. Dabei spielt die Absprache untereinander eine große Rolle. Kommunikation heißt das große Zauberwort. Daher stehen die Fahrzeuge untereinander in ständigem Kontakt. Sie tauschen Verkehrsinformationen aus stellen Bitten und Anfragen. Die Forscher entwickeln im Projekt Cybercars-2 nicht nur Kommunikationssysteme, sondern auch Verhandlungsmuster und Entscheidungsprotokolle. In diesem System bestimmen nicht mehr starre Regeln, welches Fahrzeug an einer Kreuzung zuerst fahren darf. Die Fahrzeuge handeln stattdessen situationsbedingt und flexibel während der Fahrt die Vorgehensweise aus. So erhält beispielsweise ein Fahrzeug freie Fahrt über alle Kreuzungen, um damit eine Verspätung auszugleichen.

Im Rahmen des Projekts Cybercars-2 haben die Stuttgarter Wissenschaftler zehn echte autonome Fahrzeuge in fünf unterschiedlichen Typen gebaut und sie erfolgreich innerhalb eines Demonstrationssystems eingesetzt. Für die Zukunft sind noch sehr viel größere Systeme denkbar. Das Institut für Parallele und Verteilte Systeme der Universität Stuttgart hat für diesen Anspruch einen speziellen Simulator entwickelt, in dem beliebig große Verkehrssysteme mit beliebig vielen Fahrzeugen simuliert werden können. Damit ist es möglich, auch komplexe Verkehrssituationen mit zahlreichen miteinander kommunizierenden Fahrzeugen zu untersuchen.

Ob bei Mikroroboterschwärmen, der Erforschung von Umgebungsmodellen oder bei den bekannten Stuttgarter Fußballrobotern Robocups: Wenn es um parallele und verteilte Software- und Hardware-Systeme und deren Anwendungen geht, ist das IPVS der Universität Stuttgart seit nunmehr 20 Jahren eine erste Adresse in Forschung und Lehre.

Das Institut wurde 1989 als zweites Informatikinstitut an der Universität Stuttgart eingerichtet. Seit seiner Gründung ist es auf Wachstumskurs und besteht heute aus den fünf wissenschaftlichen Abteilungen Anwendersoftware, Praktische Informatik/Bildverstehen, Parallele Systeme, Simulation großer Systeme und Verteilte Systeme sowie der Abteilung Infrastruktur. Inzwischen sind mehr als 75 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Projekten des IPVS tätig. Ein Großteil der Forschung des IPVS wurde und wird durch eine Vielzahl extern geförderter Projekte finanziert. Das Institut war federführend bei der Einwerbung zweier Sonderforschungsbereiche (SFB 514, SFB 627) beteiligt und spielt eine wichtige Rolle am Exzellenzcluster SimTech und der Graduiertenschule GSaME.

www.ipvs.uni-stuttgart.de

http:// www.cybercars.org/

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