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Ab in die Tube: Maßgeschneidertes für Senf, Zahnpasta oder Ölfarbe

Die Hinterkopf GmbH aus Eislingen ist Weltmarktführerin für Maschinen, die Tuben und Dosen herstellen - und sucht qualifizierte Mitarbeiter
24.05.2009 | 

Menschen beschäftigen sich seit Urzeiten mit Verpackungen, um Dinge aufzubewahren, zu transportieren oder zu schützen. Sie benutzten Tierblasen, ausgehöhlte Kürbisse, hohle Baumstücke oder Amphoren. Heute drängen Senf, Zahnpasta, Salben oder Ölfarbe meist aus der Tube oder Dose. Die modernen Hüllen bestehen aus Kunststoff oder Metall und können weit mehr. Sie werben, informieren, portionieren, sprühen, schäumen, applizieren und garantieren, dass sie original verschlossen sind. Die Hinterkopf GmbH aus Eislingen/Fils ist darin Spezialistin und Weltmarktführerin.

Über 200 Mitarbeiter beschäftigt das erfolgreiche Unternehmen. Während reihum Beschäftigte um ihren Arbeitsplatz bangen oder Einstellungsstopp herrscht, sucht die Hinterkopf GmbH weiterhin Konstrukteure und Ingenieure. "Wir spüren die Krise natürlich auch", sagt Geschäftsführer Alexander Hinterkopf, "aber wir sind global aufgestellt und konzentrieren uns derzeit auf den immer noch wachsenden Markt Asien, ebenso wie auf Südamerika. Dort haben wir viele Projekte."

Innovativ von Anfang an

Seit 1962 werden hier Maschinen und Anlagen entwickelt und gebaut, die weltweit in der vollautomatisierten Produktion von zylindrischen Hohlkörpern, also Tuben, Dosen und Hülsen aus Aluminium und Kunststoff eingesetzt werden. Der Gründer des Unternehmens, Kurt G. Hinterkopf, setzte bereits zwei Jahre nach der Gründung einen selbst entwickelten pneumatischen Roboter ein, der das Umstecken der Tubenhülsen übernahm. Innovationen prägen seitdem die Entwicklungsgeschichte des dynamischen mittelständischen Unternehmens. Zur Produktpalette gehören Druckwerke und Aufschraubmaschinen, Einziehmaschinen, Waschanlagen und Verpackungsmaschinen sowie viele weitere Komponenten, die bei der Produktion zum Einsatz kommen. Alle Produktionslinien lassen sich aus Modulen zusammenstellen. Der Kunde profitiert von einem Höchstmaß an Flexibilität und Qualität.

Jedes Produkt stellt andere Anforderungen an die Maschine, mit der es hergestellt wird. Bei Tuben ist es entscheidend, wie und wofür der Inhalt verwendet werden soll. Schließlich macht es einen Unterschied, ob Augensalbe eingebracht werden muss, oder ob man gestreifte Zahnpasta auf die Bürste drückt. Die Einsatzbereiche reichen von Lebensmitteln über Kosmetika und Pharmazeutika bis hin zu Farben, Klebstoffen und Schmierfetten. Kurzum lässt sich sagen, dass nahezu alle Pasten in einer Tube prima aufgehoben sind.

Moderne Werkstoffe für jeden Verwendungszweck

Dabei haben sich die oft geschmähten Kunststoffe über die Jahrzehnte zu einer Gruppe moderner und vielseitiger Werkstoffe gemausert. Vom weichen Polyethylen bis hin zum hochmodernen Laminatkunststoff reicht die Palette, mit der die Hinterkopf GmbH arbeitet. Die Vielseitigkeit beim Material eröffnet eine große Zahl an Möglichkeiten bei Formgebung und Gestaltung. So war es erst mit Kunststoffen möglich, eine knitterfreie, stets lesbare Tube herzustellen, die zudem auf dem Kopf stehen kann und die keine weitere Umverpackung braucht. Auch die Verschlüsse können größer und raffinierter werden und oval geformte Tuben, die eine große Schauseite präsentieren, füllen heute die Regale der Parfümerien.

Tuben aus Metall bilden die zweite wichtige Verpackungsmöglichkeit. In Aluminium gibt es sie seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Ungezählt sind die Dispute über nicht korrekt ausgequetschte oder zerknautschte Tuben. Das große Plus der Metalltube: Salben und Pasten lassen sich genauer dosieren und da keine Luft nachgesaugt wird, bleibt der Inhalt besonders gut vor Sauerstoff und Feuchtigkeit geschützt. Aluminium ist absolut dicht. Weder Duft noch Lösemittel finden einen Weg durch die Tubenwand. So ist Aluminium auch in Zeiten sehr großer Kunststoffvielfalt immer noch das Material der Wahl bei Tuben für Medikamente und Lebensmittel.

Aerosol- oder auch Spraydosen sind zwar allgegenwärtig, sie gehören aber zu den "Küken" unter den Verpackungen. Entwickelt wurden sie erst 1899. Ihren Siegeszug haben sie nach 1945 angetreten. Sie sind bequem zu benutzen und sie können etwas, das keine andere Verpackung schafft: feinsten Sprühnebel oder cremigen Schaum produzieren, weil weder Nähte oder Fugen existieren, die dem hohen Innendruck niemals standhalten könnten. Düfte, Lacke, Haarfestiger und Backofenreiniger kommen aus der Aerosoldose - ebenso wie der Löschschaum des Feuerlöschers.

Maschinen mit ausgeklügelter Konstruktion

Bis eine Tube oder Dose so aussieht, dass sie im Verkaufsregal eine gute Figur macht, sind mehrere Schritte notwendig. Die auf den Maschinen von Hinterkopf hergestellten Dosen und Hülsen werden gereinigt, Aluminiumtuben dagegen weichgeglüht, damit sie verformbar werden und sauber sind. Der anschließende Farbdruck auf die gerundeten Behältnisse erfordert viel Know-how und Präzision. Hinterkopf hat hierfür vollautomatische Druckwerke entwickelt, die jeder Aufgabe und unterschiedlichsten Formaten gerecht werden.

Bei der Konstruktion der Maschinen achten die Ingenieure von Hinterkopf darauf, dass alle Stellen, die regelmäßig gereinigt werden müssen oder an denen Einstellarbeiten anfallen, gut zugänglich sind. Das macht das Arbeiten rationell und sogar die Produktion von Kleinserien wirtschaftlich. Einfache und zuverlässige Bedienung gehört zum selbtverordneten Standard. Die intensive Entwicklungsarbeit im Hause Hinterkopf schlägt sich in vielen technischen Details nieder und reicht von der Klimatisierung des Farbwerkes und der automatischen Farbkontrolle im Druckbild bis zur Prozess-Visualisierung am Touch-Screen. So lässt sich der gesamte Produktionsablauf überwachen und analysieren.

Nach dem Bedrucken werden Tuben und Dosen lackiert. Eintauchen oder Rollen sind die üblichen Verfahrensweisen. Eine besonders raffinierte Art ist das Rakellackieren. Dafür müssen in eine Metallwalze per Laser kleine Näpfchen mit definiertem Rauminhalt eingraviert werden. Die Näpfchen nehmen den Lack auf und eine Rakel streicht überstehenden Lack ab - ähnlich wie beim gestrichenen Teelöffel für die richtige Menge Aroma beim Kuchen. Danach werden die Farbe und Lacke mit dem passenden Trocknungsverfahren haltbar gemacht. In einem Spezialsolarium umkreisen UV-Lampen die Tuben und Dosen. Jedes Tübchen erhält noch sein Hütchen zum Zuschrauben. Dann ist die attraktive und saubere Verpackung, dank der ausgeklügelten Technik der Maschinen fertig. Sie geht auf die Reise, um befüllt zu werden und irgendwann greift der Kunde nach Senf- oder Zahnpastatube, Acryllack oder Cremedose aus dem Hause Hinterkopf.

www.hinterkopf.de

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