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Ab Stuttgart ist der Weg ins All nicht weit

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Das neue Raumfahrtzentrum. Foto: Frank Eppler

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Das neue Raumfahrtzentrum. Foto: Frank Eppler

Stuttgart, 08.11.2011 | 

Glas, Metall und eine stromlinienförmige Silhouette - futuristisch sieht es aus, das neue Raumfahrtzentrum Baden-Württemberg, das auf dem Campus der Universität Stuttgart eingeweiht wurde. Nicht nur optisch ist das Zentrum auf die Zukunft ausgerichtet, vor allem sein Inneres ist wegweisend für die Forschung der Raumfahrt. Hier befindet sich nun ein landesweites Raumfahrtforum für Wissenschaft, Industrie und Öffentlichkeit, das von Studenten, Wissenschaftlern und Interessierten genutzt werden kann.

Das Institut für Raumfahrtsysteme und das Deutsche SOFIA Institut sitzen hier

"Mit der Eröffnung des Raumfahrtzentrums Baden-Württemberg wird die Universität Stuttgart zur größten und wichtigsten universitären Forschungs- und Ausbildungsstätte Europas im Bereich der Raumfahrt", sagt Prof. Wolfram Ressel, der Rektor der Universität Stuttgart, bei der Einweihung. Die Bereiche Forschung, Entwicklung und Lehre werden im Mittelpunkt stehen, denn ab sofort sind hier das Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) und das Deutsche SOFIA Institut der fliegenden Sternwarte Sofia beheimatet. Für rund 2.000 Studierende der Fakultät für Luft- und Raumfahrt und Geodäsie sind das einmalige Voraussetzungen um zu studieren. Doch Weltraumforschung findet nicht nur hinter verschlossenen Labortüren statt - in aufwändigen Ausstellungen kann auch die interessierte Öffentlichkeit einen Blick in die Tiefen des Weltalls werfen.

Für Forschung und Tests gelten die Standards der ESA

Die unmittelbare Nähe zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das ebenfalls am Pfaffenwaldring sitzt, ist für beide Institutionen von Vorteil und begünstigt ein "strategisches Netzwerk zwischen Universität, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Wirtschaft und Gesellschaft", so Ressel. Darüberhinaus forschen und entwickeln hier 100 Wissenschaftler und Ingenieure nach den Qualifizierungsrichtlinien der Europäischen Weltraumbehörde ESA Bauteile - beispielsweise für Satelliten - die vor Ort eingebaut und getestet werden können.

Baden-Württemberg ist Raumfahrtland

Die Wahl des Standorts in der Region Stuttgart lag daher nahe: "Die Raumfahrt ist ein besonderer Technologieschrittmacher für die Fortentwicklung des Innovationslandes Baden-Württemberg. Baden-Württemberg ist das Raumfahrtland Nr. 1 in Deutschland. Rund 42 Prozent aller Raumfahrtbeschäftigten des Bundesgebiets arbeiten an Industrie- und Forschungsstandorten in Baden-Württemberg", sagt Wolfgang Leidig, Ministerialdirektor des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft, bei der feierlichen Übergabe an die Universität Stuttgart. Fast neun Millionen Euro haben Bau und Einrichtung gekostet, dessen Finanzierung der Bund, die Universität und mehrere Förderprogramme gestemmt haben. Fest steht aber: Stuttgart ist jetzt gut aufgestellt für die Zukunft der Raumfahrt - egal ob am Boden oder im Weltall.