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Anstrengung für zuverlässigen S-Bahn-Verkehr gefordert

Pünktlichkeit der S-Bahn im Jahr 2012 "nicht akzeptabel"
Stuttgart, 23.01.2013 | 

"Die Pünktlichkeit der S-Bahnen ist für den Verband Region Stuttgart und die Fahrgäste nicht akzeptabel. So darf es nicht weitergehen. Wir appellieren an die Deutsche Bahn, die Werte insbesondere in der Hauptverkehrszeit deutlich zu verbessern." Mit eindeutigen Worten hat Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler vom Verband Region Stuttgart die Pünktlichkeitswerte der S-Bahn für das Jahr 2012 kommentiert, die heute auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Bahn AG vorgestellt worden sind.

Noch nie so niedrige Werte

Im Jahresdurchschnitt erreichten über alle Verkehrszeiten hinweg nur 87,0 Prozent (90,6 Prozent im Jahr 2011) aller S-Bahnen ihre Ziele mit einer Fahrplanabweichung von bis zu 3 Minuten. Damit "bleibt die S-Bahn deutlich unter den Erwartungen, die wir als Aufgabenträger haben, zurück", sagte Dr. Wurmthaler. 2012 kamen in der Hauptverkehrszeit nur durchschnittlich 75,3 Prozent (80,7 Prozent im Jahr 2011), also nur Dreiviertel der S-Bahnen, mit einer Toleranz von bis zu 3 Minuten an. "Wir hatten seit 2003 noch nie so niedrige Werte", stellte Dr. Wurmthaler fest. Der von Verband Region Stuttgart und der DB Regio AG vertraglich vereinbarte Zielwert liege bei 91,5 Prozent und damit 16,2 Prozentpunkte über der tatsächlich erbrachten Leistung. Besonders krass ging dieser Wert im Oktober 2012 nach unten. Grund dafür: die Auswirkungen der Zugentgleisungen im Gleisfeld des Stuttgarter Hauptbahnhofs. So kamen nur noch 56,7 Prozent der S-Bahnen in der Hauptverkehrszeit innerhalb eines Zeitfensters von bis zu 3 Minuten an.

"Nicht ganz so düster sieht es mit der Pünktlichkeit innerhalb eines 6-Minuten-Intervalls aus", führt Dr. Wurmthaler aus. Mit einer durchschnittlichen Pünktlichkeit über alle Verkehrszeiten von 96,5 Prozent (97,9 Prozent im Jahr 2011) könne die S-Bahn Stuttgart im bundesweiten Vergleich mit S-Bahnen, auf deren Gleisen ebenfalls Güter-, Regional- und Fernzüge unterwegs sind, sicherlich gut mithalten. Doch auch bei der 6-Minuten-Pünktlichkeit stelle sich die Situation in der Hauptverkehrszeit schlechter dar: Hier liegt der Wert noch bei 93,7 Prozent (95,8 Prozent im Jahr 2011).

Fahrplanänderung soll Beeinträchtigung des S-Bahn-Verkehrs beheben
Dr. Jürgen Wurmthaler leitet aus den offensichtlichen Schwankungen zwischen Haupt- und Nebenverkehrszeit zwei Folgerungen ab: Erstens gerade in der Hauptverkehrszeit, in denen die meisten Fahrgäste unterwegs sind, müsse sich etwas zum Positiven ändern. Zweitens: Auf den ohnehin schon wenigen Gleisabschnitten, die vorrangig für die S-Bahn zur Verfügung stehen, dürften der S-Bahn nicht auch noch mehr Regional- und Fernverkehrszüge in die Quere kommen. Ansonsten wirke sich das negativ auf die Pünktlichkeit der S-Bahn aus.

Daher begrüßt Dr. Wurmthaler die Ankündigung der DB Netz AG, durch eine Fahrplanänderung des Fern- und Regionalverkehrs Beeinträchtigungen des S-Bahn-Verkehrs durch die eingeschränkte Kapazität des Hauptbahnhofs zu beseitigen. Damit werde das gewohnt gute Niveau der S-Bahn hoffentlich wieder möglich. Dafür sei es nach Dr. Jürgen Wurmthaler aber auch notwendig, dass "alle Unternehmensteile der Bahn dem Anspruch eines integrierten Konzerns gerecht werden und in einer gemeinsamen guten Leistung den S-Bahn-Verkehr zuverlässig bewerkstelligen."

Der Verband Region Stuttgart könne als Zuschussgeber auf die Qualität des S-Bahn-Verkehrs nur begrenzt und indirekt einwirken. Da die Zahl der Fahrgäste leicht, aber insbesondere in den Nebenverkehrszeiten, zugenommen habe, hat der Verband Region Stuttgart in den letzten Jahren an den Randlagen der Hauptverkehrszeiten längere und zum Teil zusätzliche S-Bahn-Fahrten finanziert. Dr. Wurmthaler: "Keinen Einfluss haben wir jedoch auf die Performance des Verkehrsunternehmens und auf Beeinträchtigungen durch Baustellen."

Schulnoten der Fahrgäste für die S-Bahn

Nachweislich ausgezahlt haben sich die gemeinsamen Anstrengungen von Deutscher Bahn und Verband Region Stuttgart, wie die Bewertung der Fahrgäste zur Sicherheit belegt. Durch die gemeinsame Finanzierung von zusätzlichem Sicherheitspersonal sei das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste gestiegen, was sich in der Schulnote 2,1 niederschlägt. (2,2 im Jahr 2011, vertraglich vereinbarter Zielwert von 2,5).

Im Urteil der Fahrgäste schnitt die Pünktlichkeit mir einer Schulnote von 2,7 genauso gut wie im Jahr 2011 ab. Erfahrungsgemäß hinkt die subjektive Qualitätsbewertung zeitlich immer leicht hinter den gemessenen Werten her.

Geschichte herunterladen:
PI_S-Bahn_Qualit%E4t_2013.pdf(142 kB)

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