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Auf die Münze kommt es an

Das Magstadter Unternehmen HESS ist weltweit führend bei münzverarbeitenden Selbstbedienungssystemen für Banken und Sparkassen
Magstadt, 14.04.2011 | 

Beinahe alles lässt sich heutzutage aus einem Automaten ziehen: Bargeld, Park- oder Essensgutscheine, Kaffee, Zeitungen, Würstchen oder süße Riegel - die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. So ist es heute selbstverständlich, auch Gebühren oder Eintrittsgelder am Automaten zu entrichten.

Das Magstadter Traditionsunternehmen Hess, das im vergangenen Jahr sein 125-jähriges Jubiläum feierte, entwickelt und produziert münzverarbeitende Selbstbedienungssysteme für Banken und Sparkassen, Zahlungssysteme für kommunale Einrichtungen, geldverarbeitende Systeme für Handelsunternehmen und Cash-Handling-Systeme für Casinos. Kerngeschäft von Hess sind Münzrollengeber, Sortenwechsler und Einzahlungssysteme für Münzen, die immer häufiger in den Selbstbedienungszonen von Banken und Sparkassen zu finden sind. In diesem Bereich ist Hess weltweit der führende Anbieter.

Dass die Tochter der international tätigen Gauselmann Gruppe sich mit ihren Produkten auf den weltweiten Märkten durchsetzt, hat für Hess-Geschäftsführer Ulrich Bauer vor allem einen Grund: "Von der Idee über den Musterbau bis zur Konstruktion, der Lackierung und der Produktion läuft bei uns alles in Magstadt ab. Das ist Qualitätsarbeit Made in Germany." Dieses Siegel öffne nach wie vor, vielleicht auch mehr denn je, Türen und Tore.

Mit über 400 realisierten Projekten ist Hess überdies Marktführer für kommunale Zahlungssysteme in Deutschland. "Zum Einsatz kommen die Systeme in öffentlichen Ämtern, vom Bürgeramt über Straßenverkehrsämter, Bibliotheken, Krankenhäuser, bei Energie- und Wasserversorgern sowie bei Verkehrsbetrieben", erklärt Ulrich Bauer.

An den Automaten begleichen die Kunden ihre Rechnungen oder Gebühren, beispielsweise für die KFZ-Anmeldung oder auch den neuen Pass, ohne lange Wartezeiten. "Die Mitarbeiter werden von Routinearbeiten befreit und es steht mehr Zeit für die Beratung der Kundinnen und Kunden zur Verfügung. Als Resultat steigt die Wirtschaftlichkeit und der Kundenservice kann über freiwerdende Kapazitäten attraktiver gestaltet werden - das kommt gut bei den Kunden an", fasst Ulrich Bauer die Vorteile zusammen.

Nachdem sich das Unternehmen bis Mitte des 20. Jahrhunderts insbesondere in der Entwicklung und Produktion von Maschinen für das Schuhmacherhandwerk verdient gemacht hatte - Hess stellte den ersten Schuhputzautomaten mit Münzprüfer her - erfolgte 1960 der erste Kontakt mit der Münzverarbeitung. Anschließend wurde das Automatengeschäft beispielsweise durch Kaffee-, Saft- und Verpflegungsautomaten weiter forciert. Das Gebot der Stunde lautete Selbstbedienung - ein Trend der auch heute nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken ist.

Doch längst nicht alles taugt für den Automatenbetrieb. Eine Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum des Unternehmens im vergangenen Jahr zeigt Kurioses wie einen Toastamat oder gar einen Pizzamat, den es auch einmal gab. Die knusprig frische Pizza auf Knopfdruck scheint sich allem Anschein nach nicht durchgesetzt zu haben während die Bezeichnung Kaffee-Boy in den 70er Jahren immerhin noch ein wenig Bedienung suggerierte.

Die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück bis ins Jahr 1885 nach Frankfurt. Im Jahr 1919 wurde der Unternehmenssitz an den heutigen Standort in Magstadt verlegt. Als kleiner Familienbetrieb für den Handel mit Schuhmacher-Bedarfsartikeln gegründet, ist Hess heute Marktführer im Bereich der münzverarbeitenden Selbstbedienungsautomaten für Banken und Kreditinstitute und operiert seit 1998 als selbständiges Tochterunternehmen der Gauselmann Gruppe.

Der Aufbruch in eine neue Zeit begann mit der Vermarktung von Münzwechslern im Jahr
1965. Für die neue Produktschiene "Münzgeldverarbeitung und SB-Automation wurde die Tochtergesellschaft HESS SB Automatenbau GmbH gegründet. Ende der 80er Jahre betrat das Unternehmen wiederum neues Terrain. Der revolutionäre Münzwechsler "Multichange" öffnete das Tor zur Welt der Banken und Sparkassen. Kurz darauf präsentierte das Unternehmen auf der CeBIT mit einem ersten mikroprozessorgesteuerten Noten- und Münzwechsler ein Messehighlight.

Ein Umsatzsprung von rund 70 Prozent im Bereich Münzgeldverarbeitung und SB-Automation Anfang der 90er Jahre zeigte den Trend der Zukunft. Mit Schuhreparatur-Maschinen ließ sich kein Geld mehr verdienen, umso mehr aber im Bankensegment. Mit dem erfolgreichen Münzrollengeber sowie automatischen Zahlungssystemen brachte Hess zwei weitere Innovationen auf den Markt . Münzeinzahlsysteme und Sortenwechsler ergänzen das umfangreiche Produktportfolio.

Neben dem Eintritt in die Bankenwelt ist Hess damals auch im Gesundheitssektor aktiv. Mit Automaten für die Krankenhausabrechnung oder Abrechnungssystemen für Patiententelefone
wurde das umfangreiche Produktportfolio erneut erweitert. Entscheidend für den unternehmerische Erfolg ist die Tatsache, dass "Hess damals wie heute als Serienfertiger der handwerklichen Tradition eng verbunden ist. Unsere Produkte sind von der Entwicklung bis hin zur Produktion "Made in Germany" und überzeugen insbesondere mit Zuverlässigkeit und erstklassiger Qualität," betont Ulrich Bauer.

Im Zuge eines kontinuierlichen Innovationsprozesses wurden innerhalb der letzten Jahre alle Produkte auf eine einheitliche Software und Hardwareplattform umgestellt, der Vertrieb ausgebaut und die Produktion um 40 Prozent effizienter gestaltet. Auch der Service-Organisation wurde kräftig ausgebaut, um eine umfassende und weitreichende Betreuung der Kunden zu garantieren. "Als Systemlieferant bieten wir unsere Produkte in einem Gesamtpaket einschließlich der Software, der Kommunikationsplattform und weiterführender Dienstleistungen an. Das ist unsere große Stärke," so Ulrich Bauer weiter. Die Technologien und Applikationen des Magstadter Geldverarbeitungsspezialisten basieren auf offenen Standards für die jeweiligen Märkte und lassen sich zeit- und kostensparend in die bestehende Softwarearchitektur der Kunden integrieren.

Heute beschäftigt Hess 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist mit den eigenen Produkten auf allen Kontinenten, in über 50 Ländern der Welt zu Hause. Der Exportanteil liegt aktuell bei 50 Prozent. Im Jubiläumsjahr 2010 gelangen Hess mit der erfolgreichen Zertifizierung für die herausragenden Qualitäts- und Umweltmanagementprozesse sowie der Neugestaltung der Firmenzentrale in Magstadt inklusive Ausstellungsraum drei weitere wichtige Meilensteine in der Unternehmensgeschichte.

www.hess.de

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