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Beschäftigten den Rücken stärken

Betriebliche Gesundheitsförderung in der Glas verarbeitenden Industrie
28.07.2008 | 

Die Glasproduktion ist mit körperlich schweren Tätigkeiten verbunden, Beschwerden sind häufig die Folge. Mit einem speziellen Gesundheitsprojekt möchte der Glashersteller Pilkington Deutschland deshalb vor allem die älteren Angestellten entlasten.
Wirtschaftlicher Erfolg hängt im hohen Maße von qualifiziertem und leistungsfähigem Personal ab. Wo jedoch Druck und Erwartungen zunehmen, steigt auch das Risiko von Erkrankungen. Durch Krankheitsausfälle entstehen wiederum Kosten für die Unternehmen. Daher ist es besonders wichtig, gerade die Leistungsfähigkeit älterer Beschäftigter zu fördern. So dienen betriebliche Gesundheitsprogramme letztendlich beiden Seiten, den einzelnen Beschäftigten und zugleich dem Unternehmen.

Der Glashersteller Pilkington Deutschland hat dies in seinem Programm "Pilkington aktiv" im Werk Weiherhammer bereits umgesetzt. Denn gerade in der Glasproduktion ist gesundheitliche Vorsorge gefragt: Das Bedienen von Maschinen und Geräten, aber auch das Verpacken und Verladen der fertigen Scheiben gehen langfristig auf den Rücken.

Rückenübungen in der Glasfabrik

In drei Stufen werden die Beschäftigten in das Gesundheitsprojekt eingeführt. Bestandteile sind eine persönliche Arbeitsplatzanalyse, Aktivpausen mit individuellen Entlastungsübungen und eine Rückenschule. "Durch dieses Gesamtpaket ist es möglich, jeden Einzelnen zu motivieren, sein Verhalten zu verändern und damit zu einer aktiven Gesundheitsförderung beizutragen", so Susanne Weber, die das Programm als Physiotherapeutin und Ergonomieberaterin konzipiert hat und betreut.

Die Resonanz auf die Maßnahmen ist positiv. Eine Mitarbeiterumfrage ergab, dass fast 20 Prozent der Beteiligten weniger Beschwerden haben. Bei rund 25 Prozent sind sie sogar ganz verschwunden. Wichtiger Nebeneffekt der Aktion: Die Beschäftigten werden durch die Maßnahmen animiert, selbstständig Übungen in ihrer Freizeit zu absolvieren und negative Angewohnheiten abzulegen. Weber: "So wird das persönliche Gesundheitsbewusstsein des Einzelnen gesteigert. Das trägt wiederum zu einer aktiven Gesundheitsförderung bei."

Die Beschäftigten erhalten dafür zu Beginn eine individuelle Beratung und werden zu ihrem Alltagsverhalten befragt. Susanne Weber führt daraufhin mit einem Gerät, der sogenannten "MediMouse", Messungen durch. So kann sie feststellen, wo die Beschwerden der einzelnen Beschäftigten liegen, und Fehlhaltungen korrigieren. Weber macht den Betroffenen die Anatomie der Wirbelsäule verständlich: "Durch die Darstellung der Wirbelsäule wird vielen Beschäftigten schnell bewusst, wie sie sich momentan verhalten und wo es sich lohnt, etwas gegen bereits vorhandene Einschränkungen zu tun."

Aktivpausen halten gesund

Zum Projekt gehören auch die sogenannten Aktivpausen. Dabei werden auf die regulären Pausen jeweils zehn Minuten hinzugerechnet. Zusätzlich führen alle Angestellten nach der Hälfte der Arbeitszeit gemeinsam und unter professioneller Leitung Entlastungsübungen durch. Darüber hinaus erstellen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach der aktiven Projektphase einen Übungskatalog, der jeweilige Vorgesetzte übernimmt die Leitung der Übungen.

Ergänzend zum Gruppenprogramm erhält jeder Angestellte eine Anleitung für individuelle Dehn- und Beweglichkeitsübungen. Diese wurden speziell für die einzelnen Arbeitsplätze konzipiert. Eine sechsstündige Rückenschule rundet den Trainingsplan ab. "Denn die Verbesserung der Beweglichkeit der Wirbelsäule entlastet den Muskel- und Skelettapparat", so Weber.

Die Physiotherapeutin zeigt sich zufrieden: "Wir freuen uns über die Ergebnisse. Das Programm beugt gesundheitlichen Beschwerden tatsächlich langfristig vor." Dank der positiven Auswirkungen und der Resonanz der Beschäftigten ist das Projekt auch auf weitere Werke der Firma ausgedehnt worden.

Quelle: www.erfahrung-ist-zukunft.de

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