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Der Himmel für Asphaltsurfer

Das Stuttgarter Skateboard-Museum gehört zu den "Ausgewählten Orten 2010"
09.06.2010 | 

Im Keller des Stuttgarter Filmhauses verbirgt sich eine kleine, aber besondere Perle der Stuttgarter Museumslandschaft: Europas erstes und einziges Skateboard-Museum. Auf 300 Quadratmetern drängen sich mehr als 1.000 Exponate, die von der bewegten und abwechslungsreichen Geschichte des Skateboardens erzählen.

Die ersten Rollbretter stammen aus den 1950er Jahren und waren noch stark von der Surf-Kultur beeinflusst: Skateboard-Veteranen zimmerten Rollen an eine kleine Version des Surfbretts, um so das Wellenreiten in die Beton- und Asphaltlandschaften der amerikanischen Großstädte zu bringen. In den 80er Jahren fand das Balancieren auf den rollenden Brettern seinen Weg nach Deutschland. Farbenfrohe, schrille Boards aus dieser Zeit sind in der Ausstellung genauso vertreten wie diverse Sammlerstücke und Kuriosa. So besitzt das Museum zum Beispiel das längste Skateboard der Welt oder Bretter aus der DDR, wo die Begeisterung für den westlichen Trendsport ebenfalls Fuß fasste.

"Das Skateboard ist für viele nur ein Spielzeug für Kinder und Jugendliche oder ein bloßes Sportgerät. Für die meisten Aktiven steht das Skateboard-Fahren für Freiheit, einen besonderen Lebensstil und ist Mittel, sich auszudrücken" erklärt Jürgen Blümlein, Mitbegründer des Museums. Anhand von Bildern, Filmen und Kleidungsstücken versucht die Ausstellung deshalb auch, die wechselseitigen Einflüsse zwischen Skater-Szene und zeitgenössischer Musik, Kunst, Mode und Design aufzuzeigen.

"Unser Ziel ist es, die Skateboard-Kultur so vielen Menschen wie möglich näher zu bringen und eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen. Wir wollen junge Leute ermuntern, sich mit den Einflüssen des Skateboardens auf die Gegenwartskultur zu befassen. Gleichzeitig wollen wir aber der Generation der Eltern und Großeltern einen Zugang zur Welt der Skater schaffen", beschreibt Blümlein das Konzept der Ausstellung.

Mit dieser Idee konnte das Skateboard-Museum auch die Jury des deutschlandweiten Wettbewerbs "365 Orte im Land der Ideen" überzeugen: Seit Ende Mai darf sich das kleine, aber exklusive Stuttgarter Museum mit der Auszeichnung "Ausgewählter Ort 2010" schmücken, welche die Initiative "Deutschland - Land der Ideen" an besonders kreative und zukunftsweisende Projekte vergibt. Das Skateboard-Museum setzte sich dabei gegen mehr als 2.200 Mitbewerber durch.

Gegründet wurde das Skateboard-Museum im Jahr 2003 von Jürgen Blümlein und Daniel Schmid, die beide von klein auf mit Leidenschaft Skateboard fahren. Die ehrenamtlichen Initiatoren haben viel Geld und Herzblut in ihr Museum investiert, was sich zumindest ideell schon bald auszahlte. "Zunächst wollten wir nur eine zeitlich begrenzte Ausstellung auf die Beine stellen. Aufgrund des großen Interesses, haben wir uns dann aber entschlossen, ein dauerhaftes Museum daraus zu machen" so Blümlein. Weltweit gebe es nur ein weiteres Museum dieser Art, nämlich in Kalifornien.

Geöffnet ist das Skateboard-Museum Sonntag nachmittags von 16 bis 20 Uhr oder nach Absprache. Der Eintritt ist frei. Wer möchte, kann im Museum selbst aktiv werden und unterschiedliche Rollbretter Probe fahren oder zuvor einen der angebotenen Kurse belegen. Auch das Anfassen vieler Exponate ist - im Unterschied zu konventionelleren Museen - ausdrücklich erlaubt.

Die Auszeichnung "Ausgewählter Ort 2010":
Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs "365 Orte im Land der Ideen" verleiht die Initiative "Deutschland - Land der Ideen" zusammen mit der Deutschen Bank die Auszeichnung "Ausgewählter Ort 2010". Es gibt insgesamt 365 Preisträger, für jeden Tag des Jahres einen. Die ausgewählten Ideen und Projekte stehen für das kreative Potenzial, die Innovations- und Gestaltungskraft Deutschlands. Der Wettbewerb wird inzwischen zum fünften Mal durchgeführt und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Die Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" wird getragen von der Bundesregierung und dem Bundesverband der Deutschen Industrie und verfolgt das Ziel, Deutschland als innovatives, weltoffenes und leistungsstarkes Land zu portraitieren.

www.skateboardmuseum.de

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