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Deutschlandweit begehrt: Boxsäcke und Motorradsitze der Sattlerei Stäudle aus Backnang

Der selbstständige Sattlermeister Karlheinz Stäudle aus Backnang fertigt seit über 15 Jahren Boxsäcke, an denen auch die Profis nichts auszusetzen haben.
Stuttgart, 19.01.2007 | 

Ob Kampfsportstudio oder Freizeitsportler - Kunden aus ganz Deutschland schätzen die Qualität der Boxsäcke, die Sattlermeister Karlheinz Stäudle in Backnang in der Region Stuttgart fertigt. Nach einigen Jahren als Autosattler bei Porsche erfüllte sich der gelernte Feinsattler im Jahr 1992 den Traum von der Selbstständigkeit. Seine Produkte heben sich dank solider Verarbeitung und hochwertiger Materialien von der Massenware aus Fernost deutlich ab. Dabei sind sie sogar vergleichsweise preiswert, da er sie selbst direkt vertreibt. Neben den begehrten Boxsäcken bietet der Backnanger ein breites Sortiment von Sattlereiprodukten an - darunter individuell gefertigte Motorradsitze.

Ob Profiboxer wie die Klitschko-Brüder oder Freizeit-Kampfsportler - eines brauchen sie alle für das tägliche Training: einen strapazierfähigen Sparringspartner aus Kunststoff, der jeden Schlag wegsteckt. Prominente wie die Klitschkos zählt Karlheinz Stäudle zwar noch nicht zu seinen Kunden, aber der selbstständige Sattlermeister fertigt seit über 15 Jahren Boxsäcke, an denen auch Profis nichts auszusetzen haben. Vertrieben werden sie vor allem übers Internet, die Bestellungen kommen aus ganz Deutschland, aber auch die internationale Nachfrage wächst - selbst einen Faustkämpferclub in Saudi-Arabien belieferte Stäudle mit Punchingsäcken in sechs Größen zwischen 65 und 180 Zentimetern Höhe. "Meine Boxsäcke halten einiges aus", sagt der Inhaber der Sattlerei Stäudle in Backnang, Region Stuttgart.
Der bekannte Kampfsporttrainer und Sportwissenschaftler Artur Allerborn kann die besondere Qualität von Stäudles Produkten nur bestätigen. Für sein
ebenfalls in Backnang ansässiges Kampfsportstudio habe er die Boxsäcke aus Stäudles Sattlerei zunächst vor allem wegen der günstigen Preise getestet, so
Allerborn. Ihre Qualität und Strapazierfähigkeit habe er aber schnell schätzen gelernt: "Da bei uns mehrmals täglich Schlagkrafttraining für den philippinischen Stockkampf auf dem Programm steht, ist die Beanspruchung außergewöhnlich; ich hätte nie gedacht, dass es Boxsäcke gibt, die dem über so lange Zeit Stand halten."
Außer mit Boxsäcken hat sich der 45-jährige Stäudle vor allem mit individuell gefertigten Motorradsitzen einen Namen gemacht, zu seinem Angebot gehören außerdem Cabrioverdecke, Sonnensegel, Messerscheiden und Kleinserien verschiedenster Lederwaren. Selbst komplizierte Polsterarbeiten übernimmt er gelegentlich. "Mein Beruf ist unglaublich vielseitig", sagt Stäudle. "Gerade Einzelanfer-tigungen verlangen Fachwissen, Erfahrung und Können."

Vom Porsche-Angestellten zur viel gefragten Sattlerei

Zuerst hatte Stäudle eine Ausbildung zum Maurer gemacht, sich dann aber zum Feinsattler umschulen lassen. Nach acht Jahren in der Autosattlerei des Sportwagenherstellers Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen, begann er ab 1987 schrittweise seinen Traum vom eigenen Sattlerbetrieb zu verwirklichen; zwei Jahre, nachdem er die Meisterprüfung ablegte, machte er sich im Jahr 1992 endgültig selbstständig. Die Begeisterung für das Sattlerhandwerk führt er auf seinen Großvater zurück, der einst ebenfalls eine Sattlerei betrieben hatte. Heute ist Stäudles Meinung auch als Sachverständiger im Sattlerhandwerk bei der Handwerkskammer Stuttgart gefragt.
Auf die Idee, in das Geschäft mit Boxsäcken einzusteigen, kam Stäudle, der sich selbst mehr für Karate als fürs Boxen interessiert hatte, als sich die Aufträge von Bekannten häuften, die wie er selbst Kampfsport betrieben. In seiner 350 Quadratmeter großen Werkstatt auf dem Firmengelände einer ehemaligen Leder-fabrik, die er sich im Jahr 2000 einrichtete, steht neben Niet-, Loch-, Stanz-, Riemenschneid- und Hochfrequenzschweißmaschinen auch eine Adler-Nähmaschine. "Meine erste größere Anschaffung für den Betrieb", erklärt
Karlheinz Stäudle. Die 20.000 Mark, die er damals bezahlt habe, seien gut investiert gewesen. "Eine solche Maschine ist unverwüstlich."

Reklamationen? Gab es bisher nicht

Ein Boxsack besteht heutzutage, anders als viele glauben, weder aus Leder, noch ist er mit Sand gefüllt - weshalb die Bezeichnung Sandsack auch kaum noch
üblich ist. Für die Bezüge verwendet Stäudle hochwertige, beschichtete Polyestergewebe; sind Aufhänger angebracht, Boden-, Deckel- und Seitenteile zusam-mengenäht, werden klein geschnittene Stoffreste - ein optimales Füllmaterial - in den Sack gepresst. Außen glatt und weich, ohne Nieten und Haken, stabil, aber nicht zu hart, sollte ein Boxsack sein - sodass man auch mal ohne Boxhandschuhe trainieren kann.
Einzelne Arbeitsschritte zur Herstellung von Boxsäcken wie etwa das Vorfertigen der Einzelteile oder das Bedrucken der Materialien mit Logos werden mit
maschineller Hilfe erledigt. Dennoch stecke in sämtlichen Produkten sehr viel Handarbeit, sagt Stäudle. Dass in den langen Jahren seiner Selbstständigkeit noch kein einziger Kunde reklamieren musste - darauf ist Karlheinz Stäudle mit Recht ein wenig stolz.
Bei Kampfsportschulen, Boxklubs, Sportstudios, Schulen und Krankenhäusern, aber auch bei Freizeitsportlern gelten Stäudles Boxsäcke als Maß der Dinge. Es versteht sich, dass die meisten Käufer Stammkunden sind. Da der Backnanger seine Produkte ausschließlich per Direktvertrieb verkauft, sind die Boxsäcke aus der Sattlerei Stäudle für den Endverbraucher auch noch vergleichsweise günstig. Während der Massenmarkt zunehmend von der Konkurrenz aus Asien beherrscht wird, erwarten Karlheinz Stäudles Kunden handwerkliche Qualitätsarbeit. Und davon kann bei Billigprodukten aus Asien wahrhaftig nicht immer die Rede sein.

Herausgeber:
Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
Helmuth Haag
Friedrichstraße 10, 70174 Stuttgart
Tel. 0711-22835-13, Fax 0711-22835-888
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Sattlerei Stäudle:
Karlheinz Stäudle
Obere Walke 4, 71522 Backnang
Tel. 07191-82572
E-Mail info@sattlerei-staeudle.de, www.sattlerei-staeudle.de

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