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Die gläserne Batterie

Stuttgarter Forscher haben ein neues Messverfahren für Akkus entwickelt
26.11.2012 | 

Stuttgarter Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, das einen Blick in eine Redox-Flow-Batterie während des Betriebes erlaubt und die Vorgänge im Innern sichtbar macht. Mit der weltweit einmaligen Messtechnik erhalten die Forscher wichtige Daten, um diesen noch relativ jungen Akkutypen kostengünstiger zu machen und die Leistung zu verbessern.

Das neue Messverfahren lässt genau erkennen, an welchem Ort in der Batterie Strom erzeugt wird. "Es ist uns gelungen, eine Messtechnik, die wir für die Brennstoffzelle entwickelt haben, nun auch für diese Batterietechnologie anzuwenden", sagt der Projektleiter Erich Gülzow vom DLR-Institut für Technische Thermodynamik. "Durch diese "gläserne Batterie" erhalten wir ein genaues Bild der Effizienz und sehen, welche Bereiche in der Batterie aktiv und welche inaktiv sind." Das Verfahren kann auch zur Fehlerfrüherkennung und Steuerung einer solchen Batterie eingesetzt werden.

Redox-Flow-Batterien können große Energiemengen beispielsweise aus Wind- und Solarstrom speichern, um so Überkapazitäten sinnvoll zu nutzen und für mehr Stabilität im Stromnetz zu sorgen. Da die elektrische Energie in den chemischen Verbindungen zweier Flüssigkeiten gespeichert ist, die in getrennten Tanks gelagert werden, ist eine Selbstentladung ausgeschlossen. Die Energie bleibt damit über Wochen oder Monate gespeichert. Ein weiterer Vorteil ist der hohe Wirkungsgrad sowie der einfache und modulare Aufbau. "Dieser Batterie-Typ ist im Vergleich zu anderen elektrochemischen Speichern noch relativ neu und muss noch für den technischen Großserien-Einsatz optimiert werden", sagt Dr. Peter Fischer vom Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT), das an der Entwicklung beteiligt war. "Das Messverfahren bietet uns bei der Weiterentwicklung der Technik eine wichtige Datengrundlage."

www.dlr.de/TT

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