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Die Kunst der Werbespots

Die Lakritz.Film GmbH aus Leonberg produziert Werbespots mit Humor und gewinnt bei den New York Festivals TV & Film Awards die Gold World Medal 2011
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Die Lakritz.Film GmbH aus Leonberg produziert Werbespots mit Humor.

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Die Lakritz.Film GmbH aus Leonberg produziert Werbespots mit Humor.

Stuttgart, 09.06.2011 | 

Zufrieden mustert die Gärtnerin das grüne Revier rund um ihr perfekt gepflegtes Eigenheim - bis sie einen Störenfried entdeckt. Sie greift zur Waffe und dreht ihm den Kragen herum. Mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors hat das Leonberger Studio Lakritz.Film einen Werbespot als Thriller aufgezogen, um einen besonders leicht und effizient zu handhabenden Unkrautstecher der Firma Gardena zu bewerben.

Bei den New York Festivals TV & Film Awards wurde der Spot aus Leonberg kürzlich mit der Gold World Medal 2011 ausgezeichnet. "Über die Auszeichnung bei einem so renommierten Festival freuen wir uns ganz besonders. Dass wir den Produktspot als Werbe-Thriller umsetzen durften, hat uns selbst total begeistert. Hier spielen wir bewusst mit den Gefühlen eines jeden stolzen Gartenbesitzers der seinen mühevoll gepflegten Rasen mit vollem Einsatz gegen ungebetene Eindringlinge verteidigt", sagt Geschäftsführer Lambert Straub.

Location und Details müssen stimmen

Doch hinter allem was im Nachhinein leicht und gut aussieht, liegt viel Arbeit und der Teufel steckt oft im Detail. Denn woher bekommt man im August blühenden Löwenzahn, der als entscheidender Hauptdarsteller fungiert? "Wir haben überall recherchiert und dann ein bisschen getrickst", lacht Straub. Echte Löwenzahnpflanzen, die zu dieser Jahreszeit noch wachsen, wurden mit künstlichen Blüten verziert - und fertig war die filmische Illusion. Dem bibbernden Löwenzahn, der sich ängstlich in eine Mauerspalte drückt und ein gefräßiger Mülleimer wurden mit Realtricks während der Aufnahme und durch 2D-Computerbearbeitung Leben eingehaucht.

Gedreht wurde der Spot in der Region Stuttgart. "Als Locationguide nutzen wir gerne das Angebot der Film Commission, geeignete Drehorte in der Region zu finden", erzählt Straub. "Neben prominenten Orten wie dem Stuttgart-21-Gelände waren bei unseren Dreharbeiten auch Privathäuser und Industriegebäude dabei."

Im Oktober 2006 gründete Straub gemeinsam mit seiner Frau die Lakritz.Film GmbH in Leonberg. Drei Mitarbeiter sind fest angestellt, "bei unseren größeren Produktionen greifen wir jedoch auf ein großes Netzwerk von freien Spezialisten zurück", sagt Nathalie Straub. "So kommt schon bei kleineren Projekten schnell ein Team aus 20 bis 30 Personen zusammen."

Das Unternehmen produziert Werbespots, Image-, Produkt- oder Eventfilme. Zu den Kunden zählen renommierte Firmen wie BASF, Bosch und Daimler. Lambert und Nathalie Straub haben beide an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart den Abschluss als Dipl.-Ing (FH) Medientechnik gemacht und blicken auf über 20 Jahre weltweite Produktionserfahrung zurück.

Für jeden Film wird ein individuelles Konzept entwickelt. "Entscheidend dabei ist, das richtige Feingefühl für die Wünsche des Kunden, für das Produkt und seine Zielgruppe zu entwickeln", meint Nathalie Straub. "Die Filme müssen den Zuschauer auf der Gefühlsebene ansprechen." Dies kann mit einer kleinen Geschichte geschehen, die den Nutzen oder die Vorteile eines Produkts auf eine lockere, ungezwungene und oft humorvolle Art positiv vermittelt, wie am Beispiel des Gardena-Unkrautstechers zu sehen ist.

Aufwändige Technik für die Bildbearbeitung

Eine andere Möglichkeit, Emotionen zu wecken, besteht in der außergewöhnlichen Bildgestaltung. Hier bieten neue Kameratechniken, 3D-Animation oder die geschickte Kombination von Realfilm und 3D faszinierende Möglichkeiten. Ein Beispiel dafür ist ein Kurzfilm, der für die Messevorstellung des Unternehmens Eaton Moeller entwickelt wurde, um die neue SmartWire DT Technologie vorzustellen.

Um die evolutionäre Bedeutung der neuen Technologie anschaulich zu machen, die viele Kabel durch eines ersetzt, hatten die Macher von Lakritz.Film die Idee, einen steinzeitlichen Speer auf seiner Reise durch die Zeit, vorbei an bedeutenden technischen Errungenschaften der Menschheit zu begleiten. Dazu war eine äußerst anspruchsvolle 3D-Computeranimation notwendig. "Generiert haben wir die Animation mit Hilfe einer speziellen Software, mit der man sehr realistische Landschaften kreieren kann. Diese Software wurde auch in großen Hollywood-Produktionen verwendet, in Filmen wie Fluch der Karibik oder Avatar", erläutert Lambert Straub.

Die Darsteller müssen passen

Dieser erste SmartWire-Messeclip, der zur Produktankündigung hergestellt wurde, erhielt beim New York International Independent Film and Video Festival 2009 den Preis für "Best Special Effects". Der zweite SmartWire-Anwendungsfilm stellt die Vorteile der neuen Technologie der herkömmlichen, sehr arbeitsintensiven Schaltschranktechnik gegenüber. Er greift die Grundidee der Darwinschen Evolutionstheorie auf, wonach nicht der Stärkste überlebt, sondern derjenige, der flexibel ist, sich auf Neues einzustellen. In einer kurzen Liebesgeschichte wird so schmunzelnd die Theorie auf unser technologisiertes Zeitalter uminterpretiert - beruflich wie privat. Der ITVA-Award Jury war dieser Film 2010 eine Pyramide in Bronze wert.

Nicht nur die Animationen sind oft sehr aufwändig, auch viele andere Faktoren spielen eine große Rolle, und trotz sorgfältigster Planung muss bei Außendrehs immer mit den Kapriolen des Wetters gerechnet werden. Hinzu kommt das Casting, wenn Personen im Film auftreten. "Der Typ muss passen und für die Hauptrollen braucht man versierte Schauspieler mit ausgeprägter Mimik, die sich auch präzise vor einer Kamera bewegen können", sagt Straub. Ein kurzer Film von drei Minuten schlägt oft mit rund drei Monaten und mehr Produktionszeit zu Buche.

www.lakritz-film.de

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