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Die S5 könnte einmal bis Vaihingen/Enz fahren

Machbarkeitsstudie empfiehlt S5-Verlängerung von Bietigheim-Bissingen nach Vaihingen/Enz...
13.11.2013 | 

Die Verlängerung der S5 von Bietigheim-Bissingen nach Vaihingen/Enz (Fernbahnhof) ist technisch möglich und rechnet sich. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, die der Verband Region Stuttgart, Bietigheim-Bissingen, Vaihingen an der Enz, Sachsenheim sowie Sersheim in Auftrag gegeben haben. Der Verkehrsausschuss hat sich heute einstimmig dafür ausgesprochen, weitere Abstimmungen, Planungen und Untersuchungen für eine S-Bahn-Verlängerung von Bietigheim-Bissingen nach Vaihingen/Enz (Fernbahnhof) auf den Weg zu bringen. Dafür sind im Haushalt 2014 des Verbands Region Stuttgart 50.000 Euro vorgesehen, sofern die Kommunen den gleichen Betrag zur Verfügung stellen. Die Gespräche mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) über ein mögliches Betriebsprogramm sollen vertieft werden.

30-Minuten-Takt bei der S-Bahn - große Anziehungskraft
„Durch die S5-Verlängerung gibt es ein größeres Nahverkehrsangebot“, sagte Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler. Die Vorteile für Fahrgäste lägen auf der Hand: Vaihingen/Enz (Fernbahnhof) wäre von Stuttgart aus künftig alle 30 Minuten ohne Umstieg zu erreichen. Zusätzlich bliebe die stündliche Verbindung mit dem Regionalzug. Sollte die S-Bahn Wirklichkeit werden, würde die heute aus Karlsruhe kommende Stadtbahn in Vaihingen/Enz enden. Alleine im Abschnitt zwischen Ellental und Bietigheim-Bissingen könnten damit pro Tag etwa zusätzlich 3.200 Fahrgäste gewonnen werden, von denen ein Großteil vom Auto auf die Bahn umsteigen würde. „Starke Mittelzentren haben in unserer Region eine große Anziehungskraft für die Menschen“, ist Dr. Wurmthaler überzeugt. Doch trotz dieser Vorteile sei die Verlängerung kein „Selbstläufer“. 

Noch befindet sich das Projekt in einer sehr frühen Phase, doch eine vereinfachte Nutzen-Kosten-Untersuchung hat bereits jetzt gezeigt: die bevorzugte Variante bis Vaihingen/Enz ist wirtschaftlich gut unterwegs. Für höhere Bahnsteige an den Stationen in Vaihingen/Enz (Fernbahnhof) sowie entlang der Strecke (Ellental, Sachsenheim und Sersheim), für Weichenverbindungen und Abstellmöglichkeiten werden nach derzeitigem Planungsstand und zu heutigen Preisen Kosten in Höhe von 10 Millionen Euro (ohne Mwst.) fällig. Weitere 2,5 bis 2,8 Millionen Euro pro Jahr kämen als zusätzliche Betriebskosten auf die Region und anteilig auf die Kommunen zu. Wie viel neue S-Bahn-Fahrzeuge notwendig sind, soll in den nächsten Schritten ermittelt werden. Grob überschlagen werden wohl mindestens drei neue Fahrzeuge gebraucht. Sowohl Betriebskosten also auch die Kosten für neue Fahrzeuge „schlagen stärker zu Buche als die Investitionskosten“, machte Dr. Wurmthaler deutlich. Ganz entscheidend sei die Bereitschaft vor Ort, um das Vorhaben voranzubringen. 

Eine mögliche Verlängerung bis Vaihingen/Enz (Stadt) oder Enzweihingen würde hohe Investitionskosten nach sich ziehen und wird deshalb nicht weiterverfolgt. Die vom Gutachter empfohlene Weiterführung der S-Bahn nach Mühlacker schnitt gut ab, soll aber zunächst zurückgestellt werden. Trotzdem sieht Dr. Wurmthaler darin langfristig eine „interessante Option“. 

Helmut Noë (CDU) sieht in dem Projekt „ein sehr gutes Zeichen für die Weiterentwicklung der S-Bahn in der Region“. Wichtig ist ihm, dass die Regionalzüge weiterhin fahren. Auch Wolfgang Stehmer (SPD) begrüßt die S5-Verlängerung. „Die S-Bahn ist wünschenswert und bringt zusätzliche Fahrgäste.“ „Unsere Begeisterung hält sich in Grenzen, da nicht klar ist, ob Aufwand und Ertrag in einem angemessenen Verhältnis stehen“, sagte Bernhard Maier (Freie Wähler). Mark Breitenbücher (Grüne) ist über das vorhergesagte Fahrgast-Potenzial überrascht. Entscheidend sei nun auch das Verhalten der Kommunen. Dem stimmte Jochen Haußmann (FDP) zu, denn die Finanzierungsanteile der Kommunen seien beachtlich. Wolfgang Hoepfner (Linke) sieht in der verworfenen Endstation Vaihingen/Stadt einen „Wermutstropfen“.

Pressemitteilung (als pdf-Datei)

 

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