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Die schlauere Laterne

Stuttgart, 15.06.2012 | 

Wird es Nacht in der Stadt, gehen die Lichter an. Das war nicht immer so: Noch vor 200 Jahren war es nach Sonnenuntergang in den meisten Straßen zappenduster. Heute machen allein in Deutschland über 30 Millionen Straßenlampen die Nacht zum Tag. Die zumeist mit weißen Neonröhren oder orangefarbenen Natriumdampflampen bestückten Laternen sind wahre Stromfresser: 30 bis 50 Prozent der Energierechnung einer Kommune kann die Straßenbeleuchtung ausmachen.

Angesichts von knappen Kassen und Klimawandel sind Alternativen gefragt - die Antwort lautet: "Licht emittierende Dioden", besser bekannt als LEDs. Die Winzlinge sind extrem hell, produzieren aber wenig Wärme und verbrauchen deshalb bis zu 80 Prozent weniger Energie. LEDs sind wesentlich langlebiger als ihre Vorfahren, das spart Ressourcen und Wartungskosten. Ferner sind sie stufenlos dimmbar: Damit kann tief in der Nacht die Straßenbeleuchtung gleichmäßig reduziert werden, ohne dass dunkle Ecken entstehen.

Eine besonders innovative LED-Straßenleuchte kommt jetzt aus Leutenbach. "Mein Vater hat schon vor über 60 Jahren Lampen fürs Stuttgarter Katharinenhospital geliefert und damit das ganze Haus beleuchtet", berichtet Thomas Kaysser, Chef des Blechverarbeiters H. P. Kaysser. Zusammen mit Hanspeter Burger, der gleich in der Nachbarschaft die Elektronikfirma LNT Automation führt, hat er 2011 die Clever Lights GmbH & Co. KG gegründet. "Was uns Spaß macht, sind neue Aufgaben, neue Ideen", sagt Kaysser. "Wir haben das schwäbische Tüftler-Gen: Wie kann man etwas besser machen?" Und Verbesserungspotenzial sahen Kaysser und Burger bei der Straßenbeleuchtung zur Genüge.

Am Ende des Entwicklungsprozesses stand eine von Grund auf neu konzipierte Straßenlaterne, die die Vorteile der LED-Technik erst richtig zur Geltung kommen lässt. Etwa mit der neu entwickelten Optik: Bisher konzentrierten die Linsen, die vor jeder Leuchtdiode sitzen, das Licht auf je einen Punkt. Die Optik der Clever-Lights-Laterne hingegen verteilt das Licht jeder einzelnen LED homogen auf den gesamten Straßenraum. Damit kann die Helligkeit jeder Lampe durch die Anzahl der eingebauten LED-Module individuell angepasst werden, je nachdem ob eine vierspurige Stadtautobahn oder nur ein Fußweg ausgeleuchtet werden soll. Durch die clevere Lichtlenkung bleiben zudem Vorgärten und Schlafzimmer der Anwohner dunkel.

Hoch innovativ ist auch das Wärmemanagement der Leutenbacher Lampe. Denn auch Leuchtdioden produzieren Wärme - "und die ist eine tödliche Gefahr für LEDs", wie Detlef Knott weiß, der Vertriebsleiter von Clever Lights. "Je wärmer eine LED wird, desto kürzer ist ihre Lebensdauer". Also muss die entstehende Wärme möglichst schnell abgeführt werden. Das Modell aus Leutenbach macht das allein durch die Bauweise des Metallgehäuses: Der natürliche Kamineffekt sorgt dafür, dass die Leuchtdioden hochgerechnet auch nach 18 Jahren noch 80 Prozent ihrer ursprünglichen Helligkeit haben. Städtische Techniker können zudem die Helligkeit jeder Straßenlampe mit einer einfachen Einstellschraube im Fuß nachjustieren, ganz ohne Hubsteiger.

Direkt vor der eigenen Haustüre konnte Clever Lights jüngst selbst die ersten Lampen aus eigener Produktion in Betrieb nehmen. Denn die Gemeinde Leutenbach geht mit leuchtendem Beispiel voran: bis 2013 sollen fast 1.300 Straßenlampen mit LED-Technik ausgerüstet sein. Und nach einer europaweiten Ausschreibung hat Clever Lights den Auftrag für den Austausch von mehr als 600 davon erhalten.

www.clever-lights.de

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