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Die Schwäbische Alb in bester Gesellschaft

Die UNESCO hat die Schwäbische Alb in den exklusiven Kreis der Biosphärenreservate aufgenommen
17.06.2009 | 

Hightech-Industrie und 2,7 Millionen Menschen leben in direkter Nachbarschaft mit einem schützenswerten Biosphärengebiet und naturbelassener Landschaft. Die Region Stuttgart , gleichwohl von viel Grün umgeben, ist jetzt in einigen Gebieten von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgezeichnet worden - dazu zählen beispielsweise das Lenninger Tal, die Flächen um Neidlingen und der Albtrauf. Sie gehören zur Schwäbischen Alb, die in den Rang eines von weltweit 553 ausgezeichneten Biosphärenreservaten erhoben worden ist. So steht die Region nun in einer Reihe mit Naturlandschaften wie dem Wattenmeer, der Serengeti, dem Orinoco-Delta in Venezuela oder der Unterwasserwelt von Hoi An an der vietnamesischen Küste. In Deutschland gibt es aktuell 15 UNESCO-Biosphärenreservate. Die Schwäbische Alb firmiert unter der Bezeichnung Biosphärengebiet, um die Offenheit, nicht die Isolation hervorzuheben.

Auf der Schwäbischen Alb findet sich eine beeindruckende Vielfalt von Natursehenswürdigkeiten, traditionellen Kulturlandschaften, geologischen Attraktionen und historischen Stätten: Burgen und Wanderfalken bei der Jagd, schroffe Felsen und Orchideen, Vulkanschlote und Wacholderheiden. Die Schwäbische Alb, ist eine Landschaft zum Genießen und Entdecken, die mit so mancher Überraschung aufwartet. Sanfte Hügel wechseln sich ab mit schroffen Felsen, Trockentälern und weiten Hochflächen. Aus tiefen Buchenwäldern führen die Wege über sonnige Wiesenwege und Heidelandschaften.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, das 85.000 Hektar umfasst, steht für eine Modellregion, in der sich Aktivitäten im Bereich der Wirtschaft, der Siedlungstätigkeit und des Tourismus zusammen mit den Belangen von Natur und Umwelt gemeinsam innovativ fortentwickeln können. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb gliedert sich in drei Zonen.

Die Kernzonen spiegeln den unbeeinflussten Naturzustand. Diese Flächen werden nicht landwirtschaftlich genutzt wirtschaftlicher Nutzung freigehalten. In den Kernzonen soll beobachtet werden, wie Entwicklungen in der Natur ohne menschliche Beeinflussung ablaufen. Dies bedeutet nicht, dass der Mensch komplett ausgeschlossen ist, das Betreten ist auf ausgewiesenen Wegen erlaubt. Die Kernzonen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb umfassen vor allem Hangbuchen- und Hangschuttwälder an den steilen Hängen des Albtraufs, die Schluchtwälder seiner tief einschneidenden Seitentäler und die Wälder der sogenannten Kuppenalb.

In den Pflegezonen werden wertvolle Ökosysteme der Kulturlandschaft durch schonende Landnutzung für die Zukunft erhalten. Ziel ist insbesondere die Erhaltung artenreicher und bedrohter Tier- und Pflanzengemeinschaften. Der aktuelle Anteil der Pflegezone im Biosphärengebiet Schwäbische Alb liegt bei rund 40 Prozent, so etwa große Bereiche im Landkreis Esslingen, wie das Lenninger Tal, die Flächen um Neidlingen oder die Albtraufkante. Der größte Anteil der Pflegezone steht bereits unter Flächenschutz, Landschafts- oder Naturschutz.

In der Entwicklungszone steht nachhaltiges Wirtschaften im Vordergrund, Hier soll beispielhaft gezeigt werden, dass der Mensch die Umwelt nutzen kann, ohne sie zu zerstören oder die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden. Die Entwicklungszone wird ausdrücklich als Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum der Bevölkerung verstanden.

Im Biosphärengebiet wird dieser Bereich eine wichtige Rolle im weiteren Prozess einnehmen. Mit insgesamt 29 Gemeinden zählt das Biosphärengebiet zu den bevölkerungsstärksten und am dichtest besiedelten Gebieten dieser Art weltweit. Besonders für die Vermarktung und den Absatz regionaler Produkte und Dienstleistungen steht somit ein großer Markt offen, der positive Effekte für die wirtschaftliche Entwicklung der ganzen Region haben kann.

www.biosphaerengebiet-alb.de

www.biosphaerealb.de

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