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Dünner als Papier und stabiler als Stahl

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Superdünne Hochleistungs-Chips des Institut für Mikroelektronik Stuttgart (1)

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Superdünne Hochleistungs-Chips des Institut für Mikroelektronik Stuttgart (2)

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Superdünne Hochleistungs-Chips des Institut für Mikroelektronik Stuttgart (3)

Stuttgart, 25.05.2010 | 

Sie sind flacher als Papier, so stabil wie Stahl und dennoch flexibel wie Kunststoff: Superdünne Hochleistungs-Chips, die Joachim Burghartz und sein Team vom Institut für Mikroelektronik Stuttgart entwickelt haben. Dafür wurde der Wissenschaftler nun mit dem renommierten Forschungspreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Robert Bosch GmbH ist der Industriepartner, der die Neuentwicklung umsetzt.

"Die Elektronik befindet sich im obersten ein Prozent des Siliziumchips. Die Kunst ist es, diesen Teil von den restlichen nutzlosen 99 Prozent der Siliziumscheibe zu trennen", erläutert Burghartz. Neu ist dabei auch das in Stuttgart entwickelte Herstellungsverfahren: "Wir gewinnen unsere Chips durch das sukzessive Auftragen von sehr dünnen Materialschichten und nicht durch das Abtragen dicker Schichten, wie es bisher Praxis ist", erklärt der Forscher sein Vorgehen bei der so genannten Chipfilm-Technologie.

Die Innovation aus der Region Stuttgart wird künftig etliche Anwendungen spürbar erleichtern. Die hauchdünnen Chips sind in der Herstellung materialsparender und deshalb weitaus günstiger als herkömmliche Versionen. An der Universitätsklinik Tübingen wird der Superchip bei Patienten bereits erfolgreich erprobt. Eingebaut in ein Netzhautimplantat zeigt der angepasste Mini-Chip an, ob die Nervenverbindungen gelungen sind.

Viele weitere Anwendungen sind vorstellbar. Pflaster, die mit den Chips ausgestattet sind, messen die Körpertemperatur. Bei Inventuren lassen sich Waren mit solchen Chips schneller registrieren. Sogar gegen Produktpiraterie kann das Mini-Silizium-Teil künftig eingesetzt werden: Integriert in Schuhe oder Textilien macht der Chip, der 50-mal dünner ist als die herkömmlichen, die Originalwaren unverwechselbar. "Produkt-, Geld- und Dokumentenfälscher werden es in Zukunft schwer haben", ist Burghartz überzeugt.

Mit dem Preisgeld von 100.000 Euro plant der Experte, neue Forschungsfelder zu erschließen. Er will die Vorteile der Chipfilm-Technologie und der sogenannten organischen Elektronik auf Basis chemischer Verbindungen kombinieren.

www.ims-chips.de

Der Landesforschungspreis

Mit dem Landesforschungspreis würdigt das Land Baden-Württemberg herausragende wissenschaftliche Leistungen aller Disziplinen und macht sie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Bisherige Preisträger kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen - von der Biologie über die Philologie bis zur Finanzwissenschaft. Inzwischen ist bereits ein Nobelpreisträger unter den Ausgezeichneten. Seit 1999 ist der Preis zweigeteilt: Als höchstdotierter Forschungspreis, den ein Bundesland ausschreibt, werden je 100.000 Euro an ein Projekt aus der Grundlagenforschung und eines aus der anwendungsbezogenen Forschung vergeben. Mit der Förderung haben die Preisträger die Möglichkeit, ein Forschungsvorhaben ihrer Wahl umzusetzen.

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