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Ein Weltmarktführer übersiedelt in die Region Stuttgart

Zuzug aus Hessen: Die Nascatec GmbH entwickelt und produziert Sensoren für die Mikro- und Nanoanalytik jetzt in der BioRegion STERN
Stuttgart, 03.04.2007 | 

Die Nascatec GmbH ist Weltmarktführer in der hochauflösenden optischen Nahfeldmikroskopie. Das Unternehmen hat vor kurzem seinen Firmensitz aus dem Hessischen nach Stuttgart verlegt - und lobt das ideale Umfeld hier. Die High-Tech Firma entwickelt Analyseinstrumente, mit deren optischen und mechanischen Sensoren sich Oberflächen im Nanometerbereich analysieren lassen und produziert Mikrogreifer, die nanotechnologische Bauteile und Vorgänge steuern und bearbeiten.

Nanotechnologie ist in aller Munde und gehört zu den Schlüsselbranchen der Zukunft. Mit Nanotechnologie können Oberflächeneigenschaften chemisch oder physikalisch verändert werden. Es ist ein fachübergreifendes Zusammenspiel vieler spezialisierter Fachgebiete der Naturwissenschaften. Die Nanotechnologie bietet daher äußerst vielfältige Einsatzbereiche von der Medizin und Biotechnologie bis hin zum Fahrzeugbau.

Auch Nascatec-Produkte kommen in allen Anwendungsbereichen der Nano- und Mikrotechnologie zum Einsatz. Die Europäischen Weltraumbehörde ESA rüstete sich ebenso mit Sensoren von Nascatec- aus wie die NASA bei ihrer Stardust-Mission. So hat die Nascatec in Zusammenarbeit mit der europäischen Weltraumbehörde ESA einen speziellen Sensor für das hochauflösende Rasterkraftmikroskop Midas entwickelt hat, das im Jahr 2014 auf den Kometen 67P treffen wird. Als eines von elf Instrumenten an Bord der europäischen Raumsonde "Rosetta" wird es die Feinstruktur der winzigen Staubpartikel von 67P unter die Lupe nehmen. Das integrierte Nascatec-Messgerät im Nano-Maßstab untersucht die Oberfläche der Staubpartikel auf ihre Eigenschaften und Zusammensetzung.

Zum namhaften Kundenkreis zählen unter anderen SEIKO, Motorola, SAAB, BASF und das Bundeskriminalamt. Kamen Nascatec-Produkte bisher überwiegend in der Raumfahrt zum Einsatz, nimmt das Unternehmen nun verstärkt die Biotechnologie ins Visier. Die Neuansiedlung in der baden-württembergischen BioRegion STERN legt dafür den Grundstein.

Die beiden Gründer Dr. Tomasz Debski und der Diplom-Physiker Wolfgang Barth haben erfolgreich einen Nischenmarkt erschlossen und sind bis heute fast ohne Fremdkapital ausgekommen. Zu ihren Produkten gehört der weltweit erste Sensor, der Oberflächen mit Hilfe optischer Messung analysiert. Mikro-Biegebalken, die man sich wie Plattenspielernadeln vorstellen muss, erzeugen ein Bild statt eines Tons. "Wie von der Platte zur CD ist man in der Physik von der mechanischen zur optischen Oberflächenanalytik gekommen, die im Life Science-Bereich das Werkzeug schlechthin ist", sagt Barth. Ein Loch - 10.000 Mal kleiner als der Durchmesser eines Haares - in einer hohlen, konischen "Plattenspielernadel" bewirke nicht nur spezielle optische Effekte, sondern erweitere auch die bisher bekannten Grenzen der Auflösung.

Im Jahr 2007 will Nascatec ganz neue Wege einschlagen. Bisher konsequent auf das Thema Nano-Sensorik für anorganische Materialien konzentriert, wollen die beiden Geschäftsführer ihr Produktportfolio nun erweitern und zunehmend im Life Science-Bereich tätig werden. "Die Anfragen aus der Branche sind so zahlreich, dass wir unsere Nanoanalyse-Lösungen für die Untersuchung organischer Oberflächeneigenschaften in der Biotechnologie weiterentwickeln wollen", sagt Wolfgang Barth.

Baden-Württemberg biete hier genau das passende Umfeld, so dass es sinnvoll gewesen sei, den Sitz des Unternehmens in die BioRegion STERN zu verlegen. Im Engineering Park STEP in Stuttgart-Vaihingen, wo Nascatec seit November 2006 ansässig ist, fand man perfekte Bedingungen hinsichtlich Laborausstattung, wissenschaftlichem Umfeld und Finanzierung vor.

Die in Kooperation mit der Universität Stuttgart genutzten, großzügigen Reinraumkapazitäten garantieren dem Unternehmen die Nähe zur Forschung - eine absolute Stärke der Region Stuttgart, die ein zukunftsorientiertes Unternehmen wie Nascatec überzeugt hat. Hier führt die vorteilhafte Kombination von Grundlagenforschung und industrienahen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zu einer schnellen Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse und dem Unternehmenserfolg, der Arbeitsplätze sichert und neue schafft.

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