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Eine S-Bahn bis Calw?

Verband Region Stuttgart bietet Gespräche für eine S-Bahn-Verlängerung von Weil der Stadt nach Calw an
04.02.2015 | 

Der Verband Region Stuttgart bietet an, statt der Hesse-Bahn eine Verlängerung der S 6 von Weil der Stadt nach Calw ins Auge zu fassen. Dazu sollen Gespräche mit den Landkreisen Böblingen und Calw sowie mit dem Land geführt werden. Das ist das Ziel eines interfraktionellen Antrags von CDU, Grünen, SPD, Freien Wählern, Die Linke und FDP, der heute im Verkehrsausschuss vorgelegt worden ist. Den Raum Calw besser per Schiene anzubinden sei ein „erklärtes regionalpolitisches Ziel“, heißt es im Antragstext. Die aktuellen Pläne für die Hesse-Bahn stellten aus regionaler Sicht allerdings „weder verkehrlich noch eisenbahnbetrieblich eine zukunftsfähige Lösung dar“. Deswegen sollen Möglichkeiten für einen wirtschaftlichen S-Bahnbetrieb entwickelt werden.

Die Verlängerung der S 6 über Weil der Stadt hinaus nach Calw war vor einigen Jahren bereits im Gespräch. Inzwischen hat der ÖPNV-Pakt Klarheit bei den Zuständigkeiten gebracht. Für S-Bahn-Verkehre mit Endpunkt außerhalb der Region Stuttgart ist der Verband Region Stuttgart bis zur Grenze des Verbandsgebiets zuständig.

Rainer Ganske (CDU) begründete den Antrag: „Keiner will die Doppelbelegung zwischen Weil der Stadt und Renningen, schon gar nicht mit Dieselfahrzeugen.“ Es sollte möglich sein, dass sich alle Beteiligten zusammenraufen und etwaige Hürden gemeinsam meistern. „Das wichtigste ist, dass die Hesse-Bahn kommt, egal in welcher Form“, sagte Eva Mannhardt (Grüne). Sie freute sich über das gemeinsame Bekenntnis, verwies aber darauf, dass die Planungen weit fortgeschritten seien. „Die Vorzüge einer S-Bahn-Lösung liegen auf der Hand“, sagte Thomas Leipnitz (SPD). Sie biete eine umsteigefreie Verbindung nach Stuttgart. Bernhard Maier (Freie Wähler) sprach von einem wichtigen Anliegen. Die Hesse-Bahn in der bisherigen Planung sei keine Option. Auch für Ingo Mörl (Linke) und Armin Serwani (FDP) ist die S-Bahn die bessere Alternative. Dr. Burkhard Korneffel (AfD) unterstützte den Antrag ebenfalls. 

Der Verband Region Stuttgart hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass durch die Hermann-Hesse-Bahn von Calw nach Weil der Stadt beziehungsweise Renningen der S-Bahn-Betrieb nicht beeinträchtigt werden darf. Gerade bei einer Führung der Hesse-Bahn bis Renningen befürchtet die Region Konflikte mit der S-Bahn. Kritisch beurteilte die Region auch, dass der Landkreis Calw die planerischen Grundlagen der standardisierten Bewertung nur spärlich zugänglich machte. Nach einem Gespräch im Verkehrsministerium wurde zwischenzeitlich vereinbart, dass ein neuer Stresstest durchgeführt wird. Dabei soll auch die Hauptverkehrszeit am Nachmittag berücksichtigt werden. Außerdem sollen weitere betriebliche Prämissen der Region in Abstimmung mit der DB Netz AG einfließen.

Presseinformation (als pdf-Datei)

 

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