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Eine schwäbische Briefkastenfirma

Die Erwin Renz Metallwarenfabrik GmbH & Co KG aus Kirchberg an der Murr ist europäischer Marktführer für professionelle Briefkastenanlagen
Kirchberg an der Murr, 19.09.2010 | 

Das waren noch Zeiten, als Seefahrer Briefe unter Steine legten, in der Hoffnung, dass Schiffe diese Mitteilungen in die Heimat mitnehmen. Heutzutage ist der Briefverkehr mit modernsten Mitteln organisiert und trotz überquellender E-Mail-Postfächer haben gedruckte Briefe immer noch ihre Bedeutung. Wenn es gar um besondere Anforderungen geht, braucht es Briefkästen der besonderen Art.

Ein Spezialist auf diesem Gebiet ist die Renz Metallwarenfabrik aus Kirchberg an der Murr, die professionelle Briefkastenanlagen entwickelt und herstellt. Ob es sich um Aufhängekästen, freistehende Objekte, Mauerdurchwürfe, Aufputz- oder Unterputzkästen handelt - Renz bietet Farben, Formen und Oberflächen mit fast grenzenlosen Kombinationsmöglichkeiten ebenso wie Sonderanfertigungen. In der Branche ist Renz mit seinem Sortiment in den vergangenen 50 Jahren zum europäischen Marktführer aufgestiegen.

Autoblech für die Briefkastenkarosserie

Die Firmengeschichte des in dritter Generation geführten Unternehmens umfasst 85 Jahre, doch zunächst fing alles beschaulich an. 1925 gründete Erwin Renz eine kleine Bauflaschnerei. 10 Jahre später spezialisierte er sich auf die Produktion von Briefkästen und Entlüftern. Später kamen Dachfenster und Bedachungsartikel hinzu. Der entscheidende Schritt zum Industrieunternehmen wurde 1952 mit dem Bau der ersten Produktionshalle getan. Seit 1999 führt Armin Renz als Vertreter der dritten Generation die Geschäfte. "Unsere etwa 450 qualifizierten Mitarbeiter arbeiten mit modernsten Maschinen und Einrichtungen und garantieren höchsten Fertigungsstandard und optimalen Service", verspricht Renz.

"Mit Tüftlergeist, dem Einsatz modernster Technologien, Detailversessenheit und ausgezeichneten Service überzeugen wir unsere Kunden." So verzichtet Renz in der Serienfertigung konsequent auf Schweißpunkte bei den Briefkastengehäusen. Alles ist gefalzt und genietet. Das ist einmalig im Briefkastenbau. Ebenso wenig wird am eingesetzten Material gespart. Zum Einsatz kommt Galfanblech, das auch die Autoindustrie verwendet. Der Aluminiumanteil garantiert höchste Korrosionsbeständigkeit. Im Baumarkt finden sich die Renz-Produkte folglicherweise nicht. In Kirchberg an der Murr hat man eher Großhändler im Visier, die dann Verarbeiter wie Schlosser, Fensterbauer, Elektriker und teilweise auch Endverbraucher beliefern.

Bei Behörden, Banken oder Autohäusern reicht ein Metallgehäuse mit Einwurfklappe und Namensschild nicht aus, da diese Briefkästen über besondere Funktionen verfügen müssen. So benötigen Banken Behältnisse mit besonderer Sicherheitsausstattung. Neben individuellen Gravuren in der Wunschfarbe fertigt Renz für diese Modelle spezielle Einwürfe für Überweisungen, die gegen Diebstahl geschützt sind. Autohäuser mit Tag- und Nacht-Reparaturannahme vertrauen ebenfalls den Sonderanlagen von Renz mit eingebautem Sicherheitsschutz. Autohauskästen sind mit einem Zylinderschloss, Aufbohrschutz und einer Dreipunktverriegelung ausgestattet.

Die guten ins Töpfchen, die schlechten werden aussortiert

Bei Renz gibt es sogar Briefkästen, die wissen, was die Stunde geschlagen hat, denn beim Gericht oder beim Finanzamt kommt es oft auf das genaue Datum an. Fristsachen werden automatisch von den übrigen Sendungen getrennt. Werden sie zu spät eingeworfen, sortiert die Anlage die Post aus. Die gewünschten Umschaltzeiten werden durch eine Zeitschaltuhr individuell gesteuert. Auch Apotheker bedienen sich der Technologie von Renz. Das Unternehmen geht auf jeden Kundenwunsch ein und liefert Sonderanfertigungen, die mit auswechselbaren und beleuchtbaren Bereitschaftsschildern aus Plexiglas, Rezepteinwurf und Medikamenten-Durchreiche sowie Gravur ausgestattet sind. "Individuelle Gestaltung wird bei uns groß geschrieben, unsere Konstrukteure finden eine maßgeschneiderte Lösung", sagt Renz. "Als inhabergeführtes Unternehmen in bester schwäbischer Mittelstandstradition sind wir sind für unsere Kunden immer persönlich ansprechbar."

Neben Funktion und Qualität hat bei Renz Design eine hohe Priorität. Der Gestaltungsspielraum erstreckt sich nicht allein auf Materialien, Formen oder Farben. Sprech- und Klingelanlagen werden integriert, oder, ebenso dezent wie edel: LED-Leuchten, die aufgesetzt oder hinterleuchtet den Briefkasten in Szene setzen. Auf die Frage nach der ungewöhnlichsten Anfrage eines Kunden, muss Armin Renz nicht lange überlegen. "Der Vorstand eines großen Unternehmens wollte für sein Privathaus einen schußsicheren Briefkasten. Wir haben unseren mit Panzerplatten verstärkten Briefkasten präsentiert," erzählt Renz. "Allerdings kam der Auftrag nicht zustande, weil die Kosten in keinem Verhältnis zum Aufwand standen."

Dennoch hat das Unternehmen aus der Region Stuttgart auch Privatleute im Visier. Vor kurzem hat Renz den dänischen Briefkastenhersteller Mefa übernommen. Das Unternehmen ist mit seinen Produkten hauptsächlich in skandinavischen Baumärkten vertreten und spricht mit Einzelkästen und Lagerware vor allem Eigenheimbesitzer an. "Mit dem Zukauf des Unternehmens erweitern wir unser Sortiment und sind nun auch im privaten Segment präsent", erläutert Armin Renz die Strategie. "Wir wollen unseren Marktanteil in Skandinavien und anderen internationalen Märkten erhöhen", sagt Renz. "Hochwertiges Design wird dabei eine Schlüsselrolle spielen."

www.renz-net.de

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