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Eine zündende Erfindung - ganz ohne Flamme

Bundespräsident verleiht Vater und Sohn Wünning aus Renningen den Deutschen Umweltpreis. Sie teilen sich die Auszeichnung mit einem Versandhauschef aus Bayern.
Renningen, 03.11.2011 | 

Züngelnde Flammen, brennende Hitze und reizende Abgase - all das ist typisch für eine Verbrennung, so könnte man meinen. Nicht aber für Dr.-Ing. Joachim Alfred und Dr.-Ing. Joachim Georg Wünning. Die beiden Geschäftsführer der Firma WS Wärmeprozesstechnik aus Renningen mit ihrer eigens entwickelten FLOX-Technologie das Unwahrscheinliche möglich gemacht: FLOX bedeutet flammenlose Oxidation. Bei dem umgangssprachlich als Verbrennung bezeichneten Vorgang entstehen Stickoxide. Vater und Sohn Wünning haben es geschafft, diese Abgase durch ihre Technik immens zu reduzieren. Für diese Entwicklung haben die beiden Geschäftsführer den mit insgesamt 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis erhalten, den sie sich mit dem Gesellschafter Jürgen Schmidt der memo AG aus Greußenheim teilen. Den Preis übergab Bundespräsident Christian Wulff am 30. Oktober in Stuttgart.

Tüftler können jahrelange Erfahrung und große Erfolge vorweisen

Es ist nicht das erste Mal, dass Joachim Alfred und Joachim Georg Wünning sich um ihre Innovationen im Bereich der Entwicklungen bei Brennstoffzellen verdient gemacht haben. Bereits vor zehn Jahren, als der erste f-cell award vom Umweltministerium Baden-Württemberg und der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) ausgeschrieben wurde, belegten sie den 1. Platz und gewannen den vom Land Baden-Württemberg gestifteten Preis. Schon damals überzeugten sie mit einer ihrer weitsichtigen Entwicklungen - dem sogenannten FLOX-Reformer, mit dessen Hilfe es möglich ist, in kleinen Geräten methanhaltiges Gas in wasserstoffhaltiges umzuwandeln und zu reinigen, so dass Energie gewonnen werden kann. Im Jahr 2010 belegten die schwäbischen Tüftler mit ihrem Wasserstofferzeugungsmodul für Brennstoffzellensysteme den zweiten Platz bei demselben Wettbewerb.

Die innovative Technologie spart Energie und Stickoxid-Emissionen

Das FLOX-Verfahren kommt vor allem bei industriellen Hochtemperatur-Brennern zum Einsatz, wie sie etwa bei der Herstellung von Stahl, Glas oder chemischen Produkten eingesetzt werden. Der Erfolg des Verfahrens spricht für sich, denn die Umwelt wird doppelt geschützt: Einerseits kann so die Hälfte an Energie eingespart werden, andererseits wird die Menge von gefährlichen Stickoxiden enorm reduziert. Damit verringern sich auch deren negative Auswirkungen wie etwa Reizungen der Lunge, die Bildung von Saurem Regen, Smog oder Ozon. Bislang konnten diese nur verhindert werden, wenn die Emissionen im Nachhinein aufwändig gesäubert wurden. Mithilfe der Technologie von Vater und Sohn Wünning entfällt dieser Prozess, weil sie gar nicht erst entstehen.

Der Umweltpreis honoriert Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der Umwelt

Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geht an die beiden Unternehmer aus Baden-Württemberg, weil sie in einem Bereich der energieintensiven Schlüsseltechnologien eine effizientere Energieverwendung und eine deutliche Emissionsminderung möglich gemacht haben. Somit haben sie einen hohen internationalen Standard für innovative Umwelttechnik gesetzt und einen großen Schritt in eine umweltfreundliche Zukunft getan.

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