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Eingangsachse für die Expo in Shanghai

Know-how aus Stuttgart für das weltweit größte Membrandach
Stuttgart, 01.05.2010 | 

Rund 70 Millionen Besucher aus aller Welt werden zur Expo in Shanghai erwartet, die am 1. Mai 2010 ihre Pforten geöffnet hat. Unter dem Motto "Better City Better Life" steht das Leben in den Städten des 21. Jahrhunderts im Mittelpunkt der Ausstellung. Den zentralen Eingang zur Weltausstellung bildet die Expo Achse. Sie ist neben dem Pavillon des Gastgeberlandes China das aufwändigste und größte Bauwerk der Riesenschau in Shanghai. Für das renommierte Projekt zeichnen Ingenieure und Architektinnen aus Stuttgart verantwortlich. Sie haben die Konstruktion entworfen und geplant.

Die riesige Eingangsachse erstreckt sich auf 350.000 Quadratmetern. Eine der weltweit größten Membranüberdachungen beschirmt diesen Bereich. Die ebenso kühne wie filigrane Konstruktion lotet mit 65.000 Quadratmetern und einer freien Spannweite von fast 100 Metern die Grenzen des technisch Machbaren aus. Masten und Trichter aus Stahl und Glas halten das Dach in einer Höhe von 35 Metern und bilden einen freien Überhang von 70 Metern Länge. Diese so genannten Sun Valleys lenken das Tageslicht in die Untergeschosse. Das Dachtragwerk knüpft an die weltweit beachtete Tradition des Stuttgarter Leichtbaus an, die vor allem auf Frei Otto und Jörg Schlaich, beide ehemalige Professoren an der Universität Stuttgart, zurück geht. Der Entwurf für die Gesamtanlage stammt von Li Hong und Bianca Nitsch. Beide haben im Jahr 2002 an der Fakultät für Architektur und Stadtplanung der Universität Stuttgart diplomiert und leiten heute gemeinsam das Architekturbüro SBA in Stuttgart und Shanghai.

Die Konstruktion des Dachtragwerkes hat das Stuttgarter Ingenieurbüro Knippers Helbig entwickelt. Professor Jan Knippers leitet das Institut für Tragkonstruktionen und konstruktives Entwerfen an der Fakultät für Architektur und Stadtplanung und beschäftigt sich dort in Lehre und Forschung mit weit spannenden und effizienten Tragkonstruktionen. Damit sind Fachleute aus Stuttgart mit insgesamt mit zwei Projekten bei der Expo in Shanghai vertreten. Auch den Antrieb und das Bewegungskonzept für ein riesiges, interaktives Pendel, das das Kernstück der Energiezentrale des deutschen Ausstellungspavillons bildet, haben Stuttgarter Wissenschaftler gemeinsam mit der Agentur Milla und Partner, ebenfalls aus Stuttgart entwickelt. Die schwebende Kugel mit dem Gewicht eines Kleinwagens gerät auf Zurufe aus dem Publikum in Schwung und zeigt Bilder und Filme zum Expo-Leitthema "Better City, better Life". Mehr dazu unter

Die Universität Stuttgart war bereits mehrmals mit aufsehenerregenden Projekten an einer Expo beteiligt. So hatte der Architekt Frei Otto in Zusammenarbeit mit Rolf Gutbrod für die Internationale Weltausstellung in Montreal im Jahr 1967 den Deutschen Pavillon in Form einer Zeltstruktur entwickelt, wie sie in dieser Form noch niemals gebaut worden war. Der deutsche Pavillon galt als einer der schönsten und wirtschaftlichsten der Weltausstellung und erhielt damals den internationalen Architekturpreis "Prix Perret". Ein Prototyp auf dem Uni-Campus in Vaihingen dient noch heute als Domizil für das Institut für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren. An der Expo 2000 in Hannover beteiligte sich die Uni Stuttgart mit Exponaten zur unterirdischen Wasseraufbereitung, zum Lebenszyklus von Produkten und zur Telemedizin.

www.itke.uni-stuttgart.de

www.uni-stuttgart.de/uni-kurier/uk104/PDF/05_internationales.pdf

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