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Einschätzung der Fahrgäste deckt sich mit Realität

Pünktlichkeit der S-Bahn Stuttgart „alles andere als erfreulich“
06.03.2014 | 

Die Pünktlichkeit der S-Bahn bleibt erneut hinter den vertraglich vereinbarten Zielen und den Erwartungen der Fahrgäste zurück. Das geht aus der gemessenen Pünktlichkeit für das Jahr 2013 sowie aus der Bewertung durch die Fahrgäste hervor. „Die objektiv schlechte Pünktlichkeit der S-Bahn schlägt sich deutlich im Urteil der Fahrgäste nieder“, hat Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler heute auf der gemeinsamen Pressekonferenz von Verband Region Stuttgart und der S-Bahn Stuttgart gesagt. 

Mit einer Schulnote von 3,1 (Zielwert 2,5 – im Jahr 2012: 2,7) schneidet die Pünktlichkeit der S-Bahn im Urteil der Fahrgäste so schlecht ab wie noch nie. Damit einher geht die Unzufriedenheit über die Information bei Verspätungen. Hier gab’s von den Fahrgästen eine 2,9 (2,8 im Jahr 2012). Im Durchschnitt erreichten 86,2 Prozent (87 Prozent im Jahr 2012) der S-Bahnen ihr Ziel mit weniger als drei Minuten Verspätung. Mit einer Abweichung vom Fahrplan von bis zu sechs Minuten waren durchschnittlich 95,8 Prozent (96,5 Prozent im Jahr 2012) der Züge unterwegs. Noch schlechter sieht’s in der Hauptverkehrszeit am Morgen und am Nachmittag aus. Im Schnitt war jede vierte S-Bahn (74,2 Prozent im Jahr 2013 und 75,3 Prozent im Jahr 2012) mit bis zu drei Minuten verspätet. Mit einer Toleranz von bis zu sechs Minuten fuhren 92,5 Prozent (93,7 Prozent im Jahr 2012) der S-Bahnen.  

S-Bahn Stuttgart: vom Musterschüler ins obere Mittelfeld
Diese Ergebnisse sind alles andere als erfreulich. Der einstige Musterschüler S-Bahn Stuttgart liegt inzwischen gleichauf mit anderen S-Bahnen in Deutschland“, bedauert Dr. Wurmthaler. Nach wie vor Spitzenreiter ist die S-Bahn Stuttgart in Sachen Transparenz. Grundlage für Echtzeitdaten und liniengenaue Pünktlichkeitswerte ist der Verkehrsvertrag mit der DB Regio AG/S-Bahn Stuttgart. Seit über zehn Jahren wird die Pünktlichkeit der S-Bahn veröffentlicht. „Schade, dass diese Transparenz in vergleichbaren S-Bahn-Systemen immer noch nicht Schule gemacht hat“, sagt Dr. Wurmthaler. Ein objektives Bild kann es nur dann geben, wenn andere S-Bahnen den Vergleich nicht scheuen. Selbst in der Schweiz sind die Zahlen nicht so transparent wie hier. So werden die Qualitätsergebnisse der S-Bahn Zürich nur in Form eines Punktesystems bekannt gemacht.

Die Ursachen für Verspätungen sind vielfältig. Ein Knackpunkt liegt in der Infrastruktur. Noch vor der Sommerpause werde die vom Verband Region Stuttgart initiierte Untersuchung der DB Netz AG im Verkehrsausschuss vorgestellt. Diese wird zum einen Ansatzpunkte für Verbesserungen im Netz aufzeigen, zum anderen das Zusammenspiel aller Schienenverkehre am Knoten Stuttgart unter die Lupe nehmen. Dr. Jürgen Wurmthaler ist zuversichtlich, dass diese Erkenntnisse weitere Verbesserungen ermöglichen, um den Schienenverkehr in der Region Stuttgart insgesamt wieder zuverlässiger zu machen. Die Bedeutung des Themas Pünktlichkeit von Regionalzügen und S-Bahnen sei angekommen: beim Land und an der Spitze der DB Regio AG. Zuletzt hatte DB Regio-Chef Dr. Manfred Rudhart öffentlich die infrastrukturellen Probleme im Knoten Stuttgart benannt und Verbesserungen angemahnt. Auch das Verkehrsministerium besiegelte gemeinsam mit dem Verband Region Stuttgart im ÖPNV-Pakt seinen Einsatz für „eine zuverlässige Schieneninfrastruktur im Eisenbahnnetz der Region Stuttgart“. „Die gemeinsamen Anstrengungen laufen“, so Dr. Wurmthaler. Gleichwohl sei es aufrichtig darauf hinzuweisen, dass es im Bereich der Infrastruktur „keine schnellen Lösungen gibt.“

Mehr Platz = schnelleres Ein- und Aussteigen
Um dem großen Zuspruch an S-Bahn-Fahrgästen gerecht zu werden, verlängere der Verband Region Stuttgart ab dem Fahrplanwechsel 2014/2015 den 15-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit nachmittags und am Abend. Außerdem sollen auf der S1 längere Züge eingesetzt und die Spätanbindung des Flughafens mit der S3 verbessert werden. „Wir schaffen mehr Platz in den S-Bahnen. Das bringt mehr Komfort und beschleunigt das Ein- und Aussteigen“, sagt Dr. Wurmthaler. Ebenfalls sollen die Strafzahlungen reinvestiert werden, die der Verband Region Stuttgart von der DB Regio AG/S-Bahn Stuttgart erhält.

Überzeugende Sicherheit
Mit der Schulnote 2,0 (2,1 im Jahr 2012) und damit gut wie eh und je bewerten die Fahrgäste die Sicherheit in der S-Bahn. Hier liegt die Beurteilung um eine Halbe Note besser als der Zielwert von 2,5. Fast eine Punktlandung gibt’s auch bei der Sauberkeit. Im Urteil der Fahrgäste liegt sie bei 2,6 (2,4 im Jahr 2012 – Zielwert: 2,5). Der objektive Wert ergibt, dass 93,2 Prozent (93,0 Prozent im Jahr 2012) aller S-Bahn-Fahrzeuge blitzsauber sind. Damit ist der Zielwert von 92 Prozent um 1,2 Prozentpunkte übertroffen.  

Qualitätsmessung und Befragung

Zum elften Mal haben die DB Regio AG und der Verband Region Stuttgart die Qualität der S-Bahn im Jahr 2013 durch ein unabhängiges Institut erheben lassen. Befragt wurden um die 640 Fahrgäste nach ihren Eindrücken zu Pünktlichkeit, Sauberkeit, Information und Sicherheit. Zudem wurde die Sauberkeit durch Stichproben in 240 Zügen ermittelt. Die Pünktlichkeit der S-Bahn wird kontinuierlich gemessen und monatlich abgeglichen. 

Presseinformation (als pdf-Datei)

 

 

 

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