Suche

presseservice.region-stuttgart.de

Energieeffizienz soll schicker werden

Die Stuttgarter EcoUnion AG ist einer der führenden Anbieter von Energieausweis-Software in Deutschland
Stuttgart, 22.10.2009 | 

Die im Jahr 1999 gegründete Gesellschaft, die seit September 2009 als EcoUnion AG firmiert, entwickelt und vertreibt internetbasierte Softwareprodukte im Bereich Energieeffizienz und ist einer der führenden Anbieter von Energieausweisen. Mit der mehrfach ausgezeichneten Software "enopass" werden gesetzeskonforme Energieausweise ausgestellt sowie Maßnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz aufgezeigt und Einsparpotenziale ermittelt. Kunden wie die DEKRA, die Süwag oder die Allianz nutzen EcoUnion bereits. Auch im Ausland ist das Interesse an der Energieausweis-Software groß. Nun plant die Münchener Kofler Energies AG eine Beteiligung an EcoUnion, von der sie sich Synergieeffekte verspricht.

Wie viel Kraftstoff das eigene Fahrzeug verbraucht, weiß nahezu jeder. Beim Energiebedarf der Wohnung oder des Hauses müssen jedoch viele passen. Schnellt der Spritpreis in die Höhe, wird schon mal auf weniger wichtige Fahrten mit dem Auto verzichtet - das schont nicht nur den Geldbeutel sondern auch die Umwelt. Doch auch der Energiebedarf der eigenen vier Wände könnte um 50 bis 60 Prozent gesenkt werden, wenn Fassaden und Kellerdecken besser gedämmt, Fenster und Heizung ausgetauscht würden. Tatsächlich verschleudern viele Eigentümer und Mieter nach wie vor riesige Mengen an Energie. So sehen es zumindest die Experten aus der Immobilienwirtschaft. Der Energieausweis ist der erste Schritt, alle Beteiligten mit dem Thema Energieeffizienz zu konfrontieren. So müssen gemäß Energiesparverordnung seit dem 1. Juli 2008 Eigentümer bei Errichtung, Erweiterung oder Änderung von Gebäuden einen Energiebedarfsausweis ausstellen und ihn Kauf- und Mietinteressenten vorzeigen.

Den gesetzlich vorgeschriebenen Energieausweis gibt es bei Energieversorgern, Energieberatern oder der DEKRA. Einer der führenden Anbieter von Energieausweis-Software ist die EcoUnion AG aus Stuttgart. Endkunden und Anbieter aus der Versorgungs-, Immobilien- und Finanzbranche nutzen die Web-basierte Software enopass, die mehrfach von der deutschen Internetwirtschaft ausgezeichnet wurde. "Energieausweise schaffen Transparenz auf dem Immobilienmarkt, gleichzeitig tragen sie dazu bei, dass sich Investitionen in Energieeffizienz besser rechnen, davon profitieren Mieter und Eigentümer gleichermaßen", erklärt Lars M. Wolfram, Mitglied des Vorstands und Sprecher der EcoUnion AG, die sich seit dem Jahr 2008 verstärkt im Geschäftsbereich Energieeffizienz engagiert. "Alle schimpfen auf die Industrie und den Verkehr, doch Gebäude sind weitaus größere Dreck- und Energieschleudern, der Gebäudesektor ist für über 40 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich."

Energetisch sinnvoller: der Bedarfsausweis

Die wichtigste Information des Energieausweises ist der so genannte Energiekennwert, mit dem die energetische Einordnung des Gebäudes erfolgt. In einem schlecht gedämmten Gebäude kann er bei über 300 Kilowattstunden (kWh) pro Quadtratmeter und Jahr liegen; bei Häusern, die nach 2002 gebaut wurden, liegt er in der Regel unter 100 kWh. Auf einer Farbskala kann der Eigentümer bzw. Mieter sehen, wie seine Immobilie im Vergleich zu anderen abschneidet. Liegt sie im "grünen Bereich" oder besteht Verbesserungsbedarf?

Den Energiepass gibt es in zwei Varianten: Für den energetisch sinnvolleren aber recht teuren bedarfsorientierten Ausweis, der den Energiebedarf und die Einsparpotenziale anhand technischer Daten ermittelt, entscheiden sich die wenigsten Eigentümer.

Der weitaus günstigere verbrauchsorientierte Pass weist lediglich den Energieverbrauch der vergangenen drei Jahre aus. Seine Aussagekraft ist begrenzt; und er soll bei nicht immer seriösen Online-Anbietern für wenige Euro zu haben sein. Aber auch seriöse Anbieter, die mit der EcoUnion-Software arbeiten, berechnen für den verbrauchsorientierten Online-Energieausweis lediglich 40 Euro - vorausgesetzt, alle erforderlichen Angaben werden zur Verfügung gestellt. "Wir sind einer der wenigen, wenn nicht gar der einzige Anbieter, der gesetzeskonforme Ausweise online ausstellt", sagt Lars M. Wolfram.

Die Kosten für einen bedarfsorientierten Ausweis richten sich oft nach der Größe der Gebäude bzw. nach der Anzahl der Wohneinheiten; mit mindestens 300 Euro muss man für ein Ein- bis Zweifamilienhaus schon rechnen. "Falls nicht alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, werden Aufmaße, Flächenermittlungen und dergleichen meist nach Zeitaufwand berechnet", erklärt Lars M. Wolfram. "Immobilienbesitzer die nicht nur der Energieverordnung genügen, sondern Details über den energetischen Zustand ihrer Immobilie erfahren wollen, sollten sich für den bedarfsorientierten Energieausweis entscheiden. Wer die nötigen Daten selbst online eingeben kann, erhält ihn bei unseren Partnern bereits für unter 100 Euro. Der Aufwand ist überschaubar, der Mehrwert enorm."

Mit der Wärmebildkamera auf der Suche nach Mängeln

Über 60 Kunden, darunter die DEKRA, die Süwag, E.ON Bayern, die Allianz und die esam Energieservice und Arealmanagement GmbH nutzen das internetbasierte Softwareprodukt enopass und weitere Internet-Applikationen der EcoUnion AG. "Die Software läuft auf unseren Servern, 20 Mitarbeiter betreuen von hier aus alle Kunden, die je nach Vertrag eine Pauschale für die Standardleistungen sowie für Extraleistungen wie die Wärmethermographie nach Aufwand bezahlen", sagt Lars M. Wolfram.

Mit der Thermografie lassen sich Wärmebrücken an Gebäuden aufspüren und Dämmmaßnahmen prüfen. Dieses umweltfreundliche Prüfverfahren ist eine berührungslose Messung mit der sich die Wärmestrahlung von Objekten sowie die Wärmeverteilung auf Objekten sichtbar machen lassen. Auf diese Weise wird das Energiesparpotenzial an Fehlstellen wie z.B. in der Wärmeisolation von Fenstern, Wänden, Dächern und Heizkörpernischen ermittelt. Auch verputztes Fachwerk und Wasserleitungen werden lokalisiert. "Energie- und Kosteneinsparung oder Verbrauchstransparenz sind immer häufiger Gegenstand von Gesetzesbeschlüssen, auch im täglichen Leben und beim Bauen werden sie immer wichtiger", sagt Lars M. Wolfram. "Mit unserem Web-basierten Thermografie-Modul bieten wir dem Verbraucher die Möglichkeit, ein Wärmebild erstellen zu lassen, um die energetische Beschaffenheit seiner Immobilie zu erkennen." Die Erfahrung zeige, dass bei nahezu allen Objekten Modernisierungsmaßnahmen ratsam wären. "Bei einem Gebäude, das älter ist als 30 Jahre, kann man mit wirtschaftlich sinnvollen Investitionen eine Energiereduktion von über 50 Prozent erreichen, sodass sich die Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen allein durch die Ersparnis finanzieren lassen."

Speziell für Banken und Bausparkassen hat die EcoUnion AG aus ihrem Energieeffizienz-System Module wie Energiesparrechner, Fördermittel, Baustoffe und diverse Sanierungsvorschläge für modernisierungswillige Kunden zusammengestellt. Mit dieser integrierten Lösung - über Schnittstellen werden Objekt-, Kunden-, und Verbrauchsdaten aus Systemen auf der Kundenseite eingebunden - behauptet sich EcoUnion als einziger Anbieter am Markt.

Knapp zwei Millionen Euro setzte die EcoUnion im Jahr 2008 um, nach dem Ende der Wirtschaftskrise soll es weiter aufwärts gehen: "In wirtschaftlich schwierigen Zeiten bindet man sich nicht so gerne eine Finanzierung für die Hausmodernisierung ans Bein", so Lars M. Wolfram. "Trotz allem entwickelt sich der Markt im Bereich Energieeffizienz für uns sehr gut." Gerade haben sich erste Partner aus der Schweiz für die Energieausweis-Software enopass entschieden. Und auch die Münchner Kofler Energies AG des früheren Premiere-Chefs Georg Kofler interessiert sich für die EcoUnion AG und möchte die Hälfte ihrer Aktien zu erwerben. Lars M. Wolfram sieht dieses Engagement als große Chance: "Unsere Produkte ergänzen sich auf ideale Weise, ich gehe davon aus, dass es erhebliche Synergieeffekte geben wird - nicht nur bei den Vertriebswegen. Das wird sich natürlich positiv auf unser wirtschaftliches Ergebnis auswirken."

www.ecounion.de

Geschichte herunterladen:
252_2009_EcoUnion_LF_F.doc(42 kB)

Wirtschaftsförderung Region Stuttgart auf Twitter

#Werkstattgespräch: Am 20.11. ab 16.15 Uhr gibt's bei #Peach&Cherry einen Blick hinter die Kulissen. Die Stuttgarte… https://t.co/z4PVQjGdCf · vor 2 Stunden
Die #WRS beim #Raumwelten-Kongress in Ludwigsburg. Das Thema heute: #Arbeitswelten - Senses at Work 🙂 https://t.co/PBieGsJpbT · vor 6 Stunden
#Mitgründer gesucht! Bei der Speed-Dating-Veranstaltung am 16.11. ab 10 Uhr wird zwischen Gründungsinteressierten u… https://t.co/lq9IH3S5gR · vor 1 Tag