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Ersatz für Gewerbefläche in Pleidelsheim/Murr gesucht

Region vermisst präzise Landesvorgaben: Trotz Landesplanungsgesetz und Windenergieerlass noch offene Fragen
Stuttgart, 23.05.2012 | 

Trotz der Nachfrage von Unternehmen sind im regionalen Gewerbeschwerpunkt Pleidelsheim/Murr bisher keine Bauplätze entstanden. Pleidelsheim ist, unter anderem aus verkehrlichen Gründen, gegen die Erschließung des 75 Hektar großen Gebiets. Darüber hinaus gibt es Hürden aufgrund des Artenschutzes. Um diese Blockaden zu überwinden, hat der Planungsausschuss heute einen Suchlauf entlang der Autobahn 81 nördlich des Engelbergtunnels beschlossen. Mögliche Ersatzstandorte für große Gewerbe- und Logistikunternehmen sollen mindestens acht Hektar groß sein und geringe Eingriffe in die Natur nach sich ziehen. Wichtig ist auch die Kooperationsbereitschaft der Städte oder Gemeinden, auf deren Gemarkung man fündig wird.

Die 45 im Regionalplan festgelegten regionalen Gewerbestandorte sind etwa 1.500 Hektar groß. Es handele sich um eine "Angebotsplanung", die Region könne keine Umsetzung betreiben, so Planungsdirektor Thomas Kiwitt. Angesichts der positiven Entwicklung in der Automobilbranche, deren Zulieferer sowie dem Maschinenbau und der Logistikbranche gebe es aber gerade im Bereich Stuttgart-Nord, Ludwigsburg/Kornwestheim einen großen Bedarf an Gewerbegrundstücken. Es habe bereits Abwanderungen über die Regionsgrenze hinaus gegeben. "Das ist für das Bottwartal nicht akzeptabel", sagte Kiwitt.

Sobald ein oder mehrere Ersatzstandorte für den regionalen Gewerbeschwerpunkt gefunden sind, werden diese in den Regionalplan aufgenommen. Gleichzeitig soll, sofern die Voraussetzungen vorliegen, aus dem bisherigen Gewerbestandort in Pleidelsheim/Murr ein regionaler Grünzug werden, so dass dort grundsätzlich nicht mehr gebaut werden darf.

"Auch wenn es weh tut, so einen geeigneten Standort aufzugeben, haben wir keine Alternative", sagte Udo Goldmann (CDU). Matthias Hahn (SPD) begrüßte den "sehr vernünftigen Vorschlag". "Wir haben im Norden der Region ein Defizit an Flächen", formulierte Rainer Gessler (Freie Wähler). "Für uns stellt sich die Frage, ob der Such-Korridor nicht zu eng ist", sagte Ingrid Grischtschenko (Grüne) und forderte weitere Informationen als Entscheidungsgrundlage. "Der Kreis Ludwigsburg hat einen enormen Boom an Nachfragen, wie er noch nie dagewesen ist", begründete Kai Buschmann (FDP) den Handlungsbedarf. Ulrich Deuschle (Republikaner) schlug vor, den Gemeinden entgegenzukommen, indem diese einen Bonus bei Wohnflächen erhalten.

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Region vermisst präzise Landesvorgaben

Trotz Landesplanungsgesetz und Windenergieerlass noch offene Fragen

Das geänderte Landesplanungsgesetz und der Windenergieerlass geben nicht alle Antworten, um den Regionalplan zügig zu ändern. Ziel des Verbands Region Stuttgart ist es, mit diesem Verfahren den Weg für mehr große Windräder frei zu machen. "Der Windenergieerlass macht uns das Leben nicht leichter", sagte Planungsdirektor Thomas Kiwitt heute im Planungsausschuss. So wird entgegen dem Windatlas aus dem Jahr 2011 die erforderliche durchschnittliche Mindestgeschwindigkeit in 100 Metern Höhe mit einer Spanne von 5,3 m/s bis 5,5 m/s angegeben. "Damit ist keine Präzisierung erfolgt. Die Vorranggebiete werden größer, wir werden zwei bis drei neue in den Fokus nehmen", so Kiwitt. Erschwerend kommt hinzu, dass klare Regelungen fehlen, was Abstände oder den Bau von Windrädern im Biosphärengebiet angeht. Deshalb werden Einzelfallentscheidungen fällig. Hinzu kommt, dass grundlegende Daten, zum Beispiel zu Vogelschutzgebieten, noch nicht vorliegen. Das ist aus Sicht des Verbands Region Stuttgart ärgerlich, denn die Zeit drängt. Sollte der Regionalplan bis Ende des Jahres nicht geändert sein, läuft die Frist des Landes ab. Die Folge: Die gewünschte Plyanungs- und Rechtssicherheit fehlt.

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PI_PLA_23_05.pdf(87 kB)

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