Suche

presseservice.region-stuttgart.de

Faszination Licht

Stuttgart, 07.09.2010 | 

Winzige Risse in Kunstwerken, Oberflächenmessungen, der dreidimensionale Blick in den menschlichen Körper oder das Navigieren von Samen- und Eizelle bei der künstlichen Befruchtung: Laserlicht und Hologramme am Institut für Technische Optik (ITO) machen Dinge, die für das menschliche Auge nicht erkennbar sind, sichtbar. In diesem Jahr feiert das Institut seinen 50. Geburtstag. Gleichzeitig jährt sich zum 25. Mal das vom ITO organisierte Optik-Kolloquium. Es dient dazu, den wissenschaftlichen Austausch der Forschergemeinschaft über neueste Entwicklungen auf dem Fachgebiet zu pflegen. Anlässlich des doppelten Jubiläums findet am Freitag, 10. September, ein Festkolloquium statt.

Professor Wolfgang Osten, der Leiter des ITO, wird die Meilensteine in der Geschichte des Instituts beleuchten und einen Ausblick auf zukünftige Aktivitäten des Instituts geben, das sich als Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und ingenieurstechnischer Anwendung begreift. Als Festredner referiert Prof. Gerd Leuchs vom Max-Planck-Insititut für die Physik des Lichts (Erlangen) über "Quantum Engineering in der Optik". Kurzvorträge über optische Messtechniken, 3D-Verfahren und geistiges Eigentum in der Optik runden das wissenschaftliche Programm ab.

Gemessen an der Geschichte der Optik erscheinen 50 Jahre als ein vergleichsweise kurzer Zeitraum. Führt man sich jedoch vor Augen, welche Entwicklung diese Disziplin gerade in den vergangenen Jahrzehnten vollzogen hat, wird offensichtlich,
dass es eine Zeit der grundlegenden Veränderungen in der Optik war. 1960 demonstrierte Theodore Maiman den ersten
Laser und keine drei Jahre später wurde die Tür zur praktischen Nutzung der Holografie aufgestoßen. Beide Erfindungen haben das ITO in seiner 50jährigen Geschichte auf vielfältige Weise geprägt.

Das 1960 gegründete ITO hatte dank der ehemaligen Leiter Prof. Reinhart Schulze und Prof. Hans Tiziani bereits einen hervorragenden Ruf in der Fachwelt. In diesen Jahren entwickelte sich das ITO aus dürftigen Startbedingungen in einer Baracke und mit nur einem Mitarbeiter zu einem international renommierten Institut mit rund 40 Mitarbeitern. Das Hauptgebiet der Forschungstätigkeit war zunächst die optische Feinmesstechnik. Heute umspannt das Spektrum die Themen 3D-Oberflächenmesstechnik, aktive optische Systeme, Optik-Design und Simulation, Interferometrie und diffraktive Elemente sowie kohärente Messtechnik. Aktuell ist das ITO im Exzellenzcluster "Simulation Technology" (SimTech) und der Graduiertenschule "Graduate School for Advanced Manufacturing Engineering" (GSaME) eingebunden. Im Jahr 2009 hat das ITO die Gründung des interdisziplinären Forschungszentrum "Stuttgart Research Center of Photonic Engineering" (SCoPE) mitinitiiert. Dadurch soll das Kompetenzfeld Photonik an der Universität Stuttgart insgesamt ausgebaut werden.

Das ITO widmet sich auch intensiv der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Für die zurückliegenden fünf Jahrzehnte verzeichnet das ITO 66 erfolgreich abgeschlossene Dissertationen sowie über 500 Studien- und Diplomarbeiten. Um den Nachwuchs noch gezielter auf die Bedürfnisse der Industrie auszurichten, wird der neue Masterstudiengang "Mikrotechnik, Gerätetechnik und Technische Optik" vorbereitet. Zusätzlich wird das Gebiet "Optik in der Medizintechnik" in dem ab Wintersemester 2010/2011 startenden Studiengang "Medizintechnik" einfließen.

www.uni-stuttgart.de/ito/

Wirtschaftsförderung Region Stuttgart auf Twitter

Flächensparen im Gewerbebau: 24.7., 13 Uhr, Haus der Architekten, Stuttgart. Beispiele für flächensparendes Bauen,… https://t.co/WciNlAsn8f · vor 2 Tagen
RT @Ideenwerkbw: Workhackathon Stuttgart 2018: Dem Chef einmal die ganze Wahrheit sagen https://t.co/dBpCnq8w7y #Hackathon @WRS_GmbH @vit… · vor 3 Tagen
Natur-, Tier- und Umweltfilme beim Naturvision Filmfestival vom 19. bis 22.7. in Ludwigsburg. Infos unter:… https://t.co/8H0Dd5MvTy · vor 3 Tagen