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Gut verpackt

Die Wellpappe des Unternehmens Klingele verpackt Waren und ermöglicht den Bau von Fußball-Stadien - dabei wird besonders auf den Energieverbrauch geachtet
Stuttgart, 01.08.2008 | 

Äpfel, Kaffeetassen oder Automotoren - das Unternehmen Klingele aus dem baden-württembergischen Remshalden-Grunbach sorgt dafür, dass jede Ware beim Kunden heil ankommt. Fußball-Fans verdanken Klingele die "Arena auf Schalke". Die Firma zählt zu den fünf größten Wellpappe-Herstellern in Deutschland. Dabei wird auf Umweltmanagement großen Wert gelegt.

1920 gründete der Papiergroßhändler Alfred Klingele die Firma zusammen mit seinem Schwager Emil Holfelder im badischen Wiesloch. 1936 zogen sie wegen lockender Aufträge ins schwäbische Grunbach. Mittlerweile führt Dr. Jan Klingele das Unternehmen mit 12 Standorten in Europa und Afrika in der dritten Generation. Seine Firma produziert verschiedene Sorten von Wellpappe und Wellpappe-Verpackungen. So werden hier Wellkisten, Stanz-, Faltboden- und Spezialverpackungen unter anderem für Lebensmittel, Medikamente oder elektronische Geräte hergestellt. Zudem sind ebenso Verkaufsdisplays für die Supermarkt-Kasse, Prospektständer für Messen und Geschenkverpackungen aus Wellpappe gefragt. 1998 musste Klingele einen besonderen Auftrag bewältigen: Beim Bau des neuen Fußballstadions des FC Schalke 04 traten aufgrund einer instabilen Bodenstruktur Probleme auf, besonders die Bodenplatte des Stadions machte den Statikern Sorgen. Klingele verlegte sechs Lagen Wellpappe aus insgesamt 32.000 Quadratmeter Wellpappe als eine Art "Pufferschicht" und konnte dadurch ein Absinken des Bodens verhindern.

Besonderen Wert legt Klingele auf Umweltmanagement im Betrieb und hat sich dafür nach ISO-Standard zertifizieren lassen, was ihre Zulieferer ebenso verpflichtet, bestimmte Umweltstandards zu erfüllen. Zudem baute die Firma dieses Jahr ein eigenes Kraftwerk für die Papierfabrik in Weener in Ostfriesland. Betriebseigener Abfall wie auch Gewerbeabfälle aus der Region werden hier verbrannt und versorgen die Fabrik mit Strom und Wärme. 55.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid können dadurch zusätzlich im Jahr eingespart werden.

Als Full-Service-Anbieter in der Verpackungsbranche berät Klingele zahlreiche Kunden über die passende Verpackung und greift dabei auf ein umfassendes Netzwerk zurück. So ist es unter anderem Mitglied im Kompetenzzentrum für Verpackungs- und Automatisierungstechnik (PEC) der Region Stuttgart. Dieses ermöglicht einen intensiven Austausch mit Unternehmen aus der Branche und die Umsetzung von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Klingele kooperiert so beispielsweise mit der Stuttgarter Hochschule der Medien zusammen, die ebenso Mitglied im PEC ist.

Der Verband für Wellpappen-Industrie hat 2007 eine vermehrte Nachfrage nach Wellpappe beobachtet. Gründe waren unter anderem steigende Exporte und mehr Versandhandel als üblich. Drei Viertel der deutschen Waren sind mittlerweile in Wellpappe verpackt. Klingele profitiert davon: Die Firma erzielte 2007 mit rund 950 Mitarbeitern in Deutschland einen Umsatz von rund 260 Millionen Euro. Bis 2009 will Klingele allein ins Stammwerk Grunbach 15 Millionen Euro unter anderem in neue Gebäude, verbesserte Logistik und Maschinen investieren.

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