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Heimatverbundenes Schwabenkind

Mode, Marke Schwabenkind: bunt und bodenständig - produziert in der Region
Stuttgart, 20.02.2011 | 

Designerschwarz und Kreativgrau findet man bei Nadine Psotta nicht. Stattdessen Buntes, Originelles und bis zum Futterstoff viele liebevolle Details. Die 33-jährige hat in der schwierigen Modebranche mit ihren beiden Labels Schwabenkind und CarlaMaria großen Erfolg. Fröhlich, farbenfroh und unkonventionell - damit hat sie in den vergangenen Jahren viele neue Kunden gewonnen.

Der Vertriebsweg der originellen Kleidungsstücke läuft vor allem über das Internet. "Ich hatte einen kleinen Laden und habe auch manche Stücke an Boutiquen verkauft, aber am besten läuft es über das Web", erzählt Psotta, "vor allem über Mundpropaganda", lacht sie. Männer kleidet sie in King Karl. "Das sind klassische Schnitte, kombiniert mit extravaganten Stoffen", erklärt die Modedesignerin. Frauen fühlen sich in Queen Maria wohl, "in farbenfrohen Kleidern, mit schlichten Schnitten und außergewöhnlichen Details."


Marke Oma mit neuem Design

Die Namen der beide Modelinien - King Karl und Queen Maria sind eine Reminiszenz an ihre Großeltern Karl und Maria. "Ihnen habe ich viel zu verdanken", sagt Psotta. "Und als Kind wurde natürlich Selbstgeschneidertes der Marke Oma getragen. Das Interesse für Mode hat sie von klein auf begleitet. "Ich habe schon früh angefangen, Kleider zu entwerfen", erzählt Psotta. Mit 18 Jahren eröffnete sie eine Second-Hand-Boutique in Ludwigsburg, später dann in Stuttgart.

Direkt nach ihrem Modedesign-Studium gründete sie ihre eigene Modelinie. Zwei Wochen bevor Nadine Psotta ihren Abschluss an einer Stuttgarter Modeschule machte, starb ihre Großmutter. Das Modelabel, das sie 2005 gründete, nannte sie daraufhin CarlaMaria. Psotta erbte viele ältere, außergewöhnliche Stoffreste und Kleider von ihrer Großmutter, die sie neben neuen Stoffen mit viel Phantasie neu verarbeitete. Die Kleider, Jacken, Blusen oder Mäntel tragen Namen wie aus dem Märchen oder einer Phantasiewelt: Sleeping Beauty, Cinderella, Hypnotic, Princess Playground oder Golden Grasshopper.


Bekenntnis zur Heimat

Die zweite Marke, die sie mittlerweile aufgelegt hat, heißt Schwabenkind. Es ist auch das Logo, mit dem sie wirbt - entwickelt von einem Designer aus der Region. Der verschnörkelte Schriftzug und das romantische Bild sprechen Bodenständigkeit und Heimatgefühl an. Das kommt gut an - auch als Statement und Bekenntnis zur schwäbischen Heimat. "Ich habe viele Bestellungen auch aus dem Ausland," berichtet die Designerin. " Dort freuen sich die Leute ganz besonders ein Stück von zu Hause bei sich zu haben."

Auf den sinnigen Namen für ihre Modelle kam sie durch ihre Mutter, erzählt Nadine Psotta. Diese rief regelmäßig an, um sich nach dem persönlichen und beruflichen Wohlergehen der Tochter zu erkundigen. "Wie geht’s denn meinem Schwabenkind," fragte sie und so war der griffige Markenname geboren. Vor allem die T-Shirts mit dem aufgedruckten Logo sind ein besonderer Renner.

Der Name Schwabenkind stellt nicht nur den Bezug zum Ursprungsort her, er ist auch wirtschaftlich gerechtfertigt, denn Psotta lässt ihre gesamte Kollektion in der Region Stuttgart fertigen. Einige Teile werden in der Paulinenpflege in Winnenden hergestellt, der große Rest bei einem Hersteller auf der schwäbischen Alb. Das war nicht immer so. Als sie mit íhrer Firma in die Selbständigkeit startete, ließ sie die erste Kollektion in Asien fertigen. "Man denkt ja immer, das sie ist billiger, aber es war ein einziges Fiasko", erzählt die Designerin. Monate nach dem festgelegten Liefertermin traf die Ware hier ein, die Verarbeitungsqualität stellte dich als miserabel heraus und zu allem Überfluss hatte die Herstellerfirma ihre Modelle eins zu eins kopiert. "Da hat"s mir gereicht," sagt Psotta, der damals nicht nach Lachen zumute war.


Felxible Fertigung am heimischen Standort

Im vergangenen November war sie zu einer Podiumsdiskussion der Handwerkskammer Baden Württemberg zu Gast. Das Thema lautete: "Die Zukunft ist asiatisch" und Psotta berichtete von ihren Erfahrungen. Ihr Lehrgeld hat sie nun bezahlt und setzt es in klingende Münze um. "Meiner Erfahrung nach ist es kaum teurer hier bei uns fertigen zu lassen", meint sie. "Außerdem bin ich flexibler, weil sich beide Seiten nah sind. Ich fahre einfach vorbei und wir klären das Problem." Die Kinder-T-Shirts von Schwabenkind sind sogar aus Biobaumwolle.

Nadine Psotta plant jetzt eine Kinderkollektion und möchte trotz allen Erfolgs im Internet wieder mehr reale Präsenz zeigen. Nachdem sie eine Zeit lang im H5, den Kreativräumen der ehemaligen Bundesbahndirektion Flagge gezeigt hatte, will sie diese Jahr ein eigenes Atelier in Stuttgart eröffnen und mit einer besonderen Modenschau im öffentlichen Raum auf sich aufmerksam machen. Das Schwabenkind hat noch viel vor.

www.schwabenkind.de

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