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Herr der Ringe - und der Tellerfedern

Die Christian Bauer GmbH & Co. KG aus Welzheim ist weltweiter Technologieführer bei der Herstellung von Präzisionsteilen in kleinsten Abmessungen
Stuttgart, 11.04.2011 | 

Die Christian Bauer GmbH & Co. KG ist weltweit führend als Hersteller von Tellerfedern, Präzisionsteilen und Schmuck. Gegründet wurde das Unternehmen 1880 als Goldschmiedewerkstatt, ab 1940 entwickelte und fertigte das Familienunternehmen Tellerfedern, später auch Präzisionsteile. Diese Produkte kommen in nahezu allen Branchen zum Einsatz, vom Bügeleisen bis zum Hightech-Produkt für die Raumfahrt. Eine wichtige Rolle spielt die Automobilindustrie: Ohne Tellerfedern sind moderne Getriebe Autoabgasanlagen oder Servolenkungen nicht vorstellbar. Christian Bauer beschäftigt in Welzheim 350 Mitarbeiter.

Tellerfedern - kegelförmige Ringscheiben, die unter Belastung parallel zur Achse ihre Gestalt ändern - sind zwar recht unscheinbar, aber unentbehrlich für zahlreiche Anwendungen: von der fingergroßen Lambda-Sonde bis hin zu schweren Aggregaten für Scheibenbremsen von Förderanlagen, vom Bügeleisen oder der elastischen Befestigung des Außenspiegels am Auto bis hin zu NASA-tauglicher Hochtechnologie. Den Anwendungsmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Eines der weltweit bedeutendsten Unternehmen, die Tellerfedern in jeglicher Form und Größe entwickeln und fertigen, ist die Christian Bauer GmbH & Co. KG aus Welzheim in der Region Stuttgart.

Ursprünglich hatte das im Jahr 1880 von Christian Bauer gegründete Unternehmen mit Tellerfedern nichts am Hut. Die wenigsten Kunden wissen, dass das Familienunternehmen zunächst mit der Herstellung von Silber-Bijouterie, später mit der Gold- und Platinschmuckproduktion erfolgreich war - und noch immer ist. Aus Christian Bauers Goldschmiedewerkstatt wuchs in wenigen Jahren eine kleine Schmuckfabrikation. 1925 begann die "Ringfabrik Bauer" mit der Serienproduktion von Goldringen. In 130 Jahren hat sich Christian Bauer vom kleinen Schmuckhersteller zum Top-Lieferanten internationaler Juweliere gemausert.

Von der Not zur Tugend

Im Zweiten Weltkrieg musste die Schmuckproduktion auf Rüstungsgüter, darunter Tellerfedern und Maschinenteile für die Industrie, umgestellt werden. Da sich Schmuck als ein nicht krisenfestes Produkt erwiesen hatte, entschloss sich Christian Bauers Sohn Friedrich, Tellerfedern dauerhaft ins Fertigungsprogramm aufzunehmen. Nach 1945 wurde das Tellerfedernprogramm als eigenständiger Produktionszweig weitergeführt. "Aus heutiger Sicht war das natürlich eine vortreffliche Idee, denn die Tellerfedernherstellung ist mittlerweile ein umsatzstarkes Geschäftsfeld", erklärt Dipl.-Ing. José Geraldes, Geschäftsführer der Christian Bauer GmbH & Co. KG.

Die Herstellung von Schmuck und Tellerfedern passt besser zusammen, als es auf den ersten Blick aussieht. Zum einen erfordert der Umgang mit Gold und anderen edlen Materialien äußerst diszipliniertes und präzises Denken und Arbeiten. Zum anderen ist auch das Zwischenprodukt auf dem Weg zur Tellerfeder ein Ring. So konnten durchaus Erfahrungen aus der Schmuckherstellung in den neuen Produktionsbereich einfließen.

Als in den 1960er Jahren die ersten Servolenkungen in Kraftfahrzeuge eingebaut wurden, übernahmen die Welzheimer die Fertigung der Flügel für die Flügelzellenpumpen - und bauten ihre Stellung als Automobilzulieferer weiter aus. Heute werden pro Monat mehrere Millionen besonders anspruchsvolle Präzisionsteile hergestellt. Unter anderem ist Christian Bauer weltweit der einzige Hersteller, der Pumpenflügel in kleinsten Abmessungen produziert.

Zuverlässig, genau und perfekt bis ins kleinste Detail

Heute beschäftigt Christian Bauer in Welzheim 350 Mitarbeiter in den verschiedenen Produktionsbereichen. Die über Jahrzehnte aufgebaute einzigartige Kompetenz in Entwicklung und Fertigung ermöglicht die Konstruktion von immer mehr hoch anspruchsvollen individuellen und standardisierte Federnelementen und Präzisionsteilen. "Wir arbeiten mit Lasertechnologie, Messdatenerfassung, Hydraulikpressen bis 8.000 Kilonewton Presskraft und computerüberwachten Härtedurchlauföfen", sagt José Geraldes. "Wir testen laufend Kennlinien, Lebensdauer und Setzverhalten neuer Federn." Vor allem im Fahrzeugbereich muss das Produktspektrum permanent durch Weiterentwicklungen ergänzt werden. Komplette Baugruppen wie Rotor, Läuferring und Flügel für Common-Rail-Einspritzpumpen gehören inzwischen ebenso zur Produktpalette wie Sperrschieber oder Dichtleisten für Nockenwellenverstellsysteme.

"Grundsätzlich sind alle drei Geschäftsfelder unabhängig von einander und werden gleichberechtigt behandelt. Je nach Auftragslage gibt es Stückzahlschwankungen im einen Bereich, bei dem ein anderer aushelfen kann." Christian Bauer steht entschieden zum Produktionsstandort Welzheim. Das Unternehmen hat sich auf den globalen Markt gut eingestellt und kann die Qualitätsansprüche der Kunden in vollem Umfang erfüllen.

www.christianbauer.com

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