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Hightech aus der Region Stuttgart beflügelt Deutschlands größten Windpark

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Hightech aus der Region Stuttgart beflügelt Deutschlands größten Windpark: Die Wolfschlugener Wetfeet GmbH nutzt die Kraft des Nordseewindes

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Hightech aus der Region Stuttgart beflügelt Deutschlands größten Windpark: Die Wolfschlugener Wetfeet GmbH nutzt die Kraft des Nordseewindes

Stuttgart, 22.02.2010 | 

Am Stuttgarter Flughafen nutzen die Flugzeuge den Gegenwind, um zu starten. Nur einige Kilometer davon entfernt nutzt die in Wolfschlugen ansässige Wetfeet Offshore Windenergy GmbH den Wind vor Deutschlands Küste für ein ehrgeiziges Projekt, das im Zukunftsmarkt erneuerbare Energien kräftige Impulse verspricht.

Mitten in der Nordsee realisiert das 30-köpfige Unternehmen aus der Region Stuttgart derzeit den größten deutschen Offshore-Windpark. Dieser wird ab 2012 saubere Energie für mehr als eine Million Menschen liefern. Wetfeet rechnet damit, dass der Betrieb des Windpark Global Tech I jährlich über 1,4 Millionen Tonnen CO2 einsparen wird und rund 1.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen werden.

80 Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 5 Megawatt werden 1,6 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr produzieren. Mehrere Unternehmen aus der Region Stuttgart, so etwa Festo, sind als Zulieferer an dem ehrgeizigen Projekt beteiligt. "Die Region Stuttgart und Baden-Württemberg als Hochtechnologie-Standort bieten hervorragende Bedingungen für dieses ehrgeizige Projekt", sagt Eberhard Veit, Vorstandvorsitzender der Festo AG.

Langjährige Erfahrung

Die Wetfeet GmbH, die unter dem Dach der Windreich AG operiert, ist seit zehn Jahren auf diesem Gebiet tätig. "Wir können langjährige Erfahrung mit Windenergieprojekten vorweisen", sagt Geschäftsführer Willi Balz. "Wir gehören zu den Pionieren beim Bau von Windenergieanlagen. Bislang haben wir auf dem Festland gebaut und können auf einen Erfahrungsschatz von rund 500 bewirtschafteten Onshore-Anlagen zurückgreifen" resümiert er.

Da nachweislich die Energieausbeute auf See größer ist, hat das Wolfschlugener Unternehmen vor einigen Jahren damit begonnen, das Meer für Windkraftanlagen zu erschließen. "Wir haben uns frühzeitig Flächen mit idealen Standortbedingungen gesichert", sagt Balz. Dabei habe Deutschland insbesondere in der Nordsee ideale meteorologische und geologische Voraussetzungen für Offshore-Windkraft-Projekte. Rund 110 Kilometer nordwestlich von Cuxhaven entsteht der Windpark Global Tech I. "Dort ist das Meer nur 50 Meter tief und es herrschen optimale Windbedingungen, die einen deutlich höheren Energieertrag bringen als die Anlagen an Land", erklärt Balz die Wahl des Standorts.

Mit Wind in die Zukunft

Projektpartner des Windparks ist neben Areva Multibrid, einem Hersteller von Windkraftanlagen, auch die Strabag Offshore Wind GmbH mit Sitz in Stuttgart. Das ehemalige Tochterunternehmen des Baukonzerns Züblin setzt bei Global Tech I erstmals neu entwickelte Schwerkraft-Fundamente in Großserie ein. Die über 7.000 Tonnen wiegenden Bauteile werden an der Küste gegossen, mit einem Spezialschiff zum Standort transportiert und auf dem Meeresgrund verankert. Der Stahlmast und die Maschinengondel mitsamt den Rotorblättern werden bereits an Land auf das Schwerkraft-Fundament montiert. Die 170 Kilometer lange Kabeltrasse, die den erzeugten Strom transportieren wird, befindet sich derzeit im Bau. Neueste Technologien versprechen einen möglichst verlustarmen Transport des Stroms, der an Land in das europäische Netz eingespeist wird.

Neue Chancen für den Maschinenbau

"Wenn sich ein Windrad eine Stunde lang dreht, liefert es soviel Energie, wie ein Haushalt pro Jahr benötigt", führt Balz beispielhaft an. Schon jetzt sei die Energieausbeute durch Windräder höher als bei anderen Energieerzeugern, wirbt das Unternehmen. Schon heute erreichen Windräder einen Wirkungsgrad von 59 Prozent, aber dabei soll es nicht bleiben. Die Effektivität soll weiter gesteigert werden.
Auch die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Windkraftanlagen spielt eine entscheidende Rolle. Zu diesem komplexen Unterfangen leisten viele Unternehmen aus der Region Stuttgart und Baden-Württemberg entscheidende Beiträge. Neben den zahlreichen kleineren Firmen finden sich darunter auch große Unternehmen wie Festo, Lapp, Voith, Züblin oder Würth.

Eberhard Veit, Vorstandssprecher von Festo und Mitglied des Beirates von Wetfeet, sieht auf dem Sektor erneuerbarer Energien neue Chancen für den Maschinenbau in der Region Stuttgart und in Baden-Württemberg. "Hier haben wir das notwendige Potenzial und innovatives Know-How." Der Geschäftsführer von Wetfeet rechnet bei diesem Projekt mit bis zu 1.000 neuen Arbeitsplätzen: "Wir stellen sukzessive weiter Leute ein", so Balz.

Die EU will bis 2020 rund 20 Prozent des benötigten Energiebedarfs über erneuerbare Energien abdecken. Auch die Klimaschutzziele der Bundesregierung und der geplante Atomausstieg forcieren eine Energiewende. Allein das Global Tech Projekt würde laut Angaben von Wetfeet jedes Jahr fünf Tonnen Atommüll einsparen.

www.wetfeet.de

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