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Hightecharbeitsplatz Küche

Eisfink aus Ludwigsburg krempelt die Küche um: Flexibel kochen - ob in der Großküche oder auf kleinstem Raum - deutscher Designpreis inklusive
07.03.2008 | 

Feuerstelle und Kühlkeller - das war einmal. Küchentechnik bewegt sich heute im Hightechbereich, in dem Design und Konzeption entscheidende Komponenten sind. Ein besonders prägendes Beispiel dieser Entwicklung ist die Firma Eisfink Max Maier GmbH & Co. KG aus Ludwigsburg. Seit ihrer Gründung vor rund 120 Jahren ist das Unternehmen für außergewöhnliche und innovative Produkte bekannt. Die herausragenden Entwicklungen von Eisfink werden seit vielen Jahren regelmäßig mit Preisen bedacht. Die neueste Auszeichnung ist der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland. Diese höchste Anerkennung errang das Unternehmen für einen knapp zwei Quadratmeter kleinen Küchenblock. In Zusammenarbeit mit den Designern Christian Rummel und Tim Storti vom Designstudio pearl creative aus Luswigsburg entwickelte Max Maier diese Küche im Kleinstformat.

Statt riesiger Luxusküchen, die für den Normalverdiener unerschwinglich sind und noch dazu viel Raum beanspruchen, entwickelten Eisfink und pearl creative die kompakte Minimalversion der klassischen Küche, die alle wichtigen Arbeitsfunktionen in sich vereinigt und noch dazu mobil ist. Bei einem Umzug nimmt man sie einfach mit. Wie sonst bei einer offenen Küche auch, wird hier das Kochen zum Erlebnis, die Gäste können in die Töpfe schauen oder werden gleich zum Waschen, und Mitschnippeln eingeladen. Unit II heißt das knapp bemessene Küchenmodul, das gerade einmal 1,8 qm beansprucht und den Kochkreislauf auf kleinstem Raum optimal umsetzt. So wird die Spüle durch ein einsetzbares Brett zum Schneideplatz. Daneben lässt sich praktischerweise gleich der Kochbehälter einhängen, der dann auf die Induktionsplatte wandert, neben dem ein neuartiger Dunstabzug Gerüche ökologisch absaugt.

Jeder Millimeter wird ausgenutzt und viele Details orientieren sich an den funktionalen Komponenten gewerblicher Küchen. Denn speziell in diesem Bereich hat Eisfink große Erfahrung. Die Geschichte des 1887 bestehenden Unternehmens aus Ludwigsburg gründet auf Kühlschranken wie sich am Firmennamen ablesen lässt. Carl Fink entwickelte damals für die Gastronomie ein Bierbuffet mit Natureiskühlung - damals eine luxuriöse Neuerung. Ab 1920 wurde sich Eisfink zu Deutschlands erster Fachfirma für elektronische Kühlung und ihre Produkte in Stahl und Emaille anbot. Bereits vor dem zweiten Weltkrieg integrierte Eisfink Gefrierfächer.

1956 stattete das Unternehmen das Restaurant des neueröffneten Fernsehturms mit einem runden Büffett aus - ein Auftrag mit Renommee und komplexen Anforderungen an die runde Innenarchitektur. Wegweisende Entwicklungen und höchste technische Standards zeichnen das Unternehmen bereits in frühen Jahren aus. In den achtziger Jahren übernahm Max Maier das Traditionsunternehmen und richtete es seitdem vollkommen neu aus. "Wir beschäftigen uns mit den Prozessen in der Küche", sagt Lars Müller, einer der Geschäftsführer von Eisfink. "Das ist unsere Basis. Alle Küchenkonzepte sind auf die Lebensmittel sowie Zeit- und Kostenfaktoren abgestimmt."

Die wegweisende Grundidee sind kleine bewegliche Einheiten. Die mobilen Module erlauben leichte und flexible Lösungen sowie größeren Spielraum. Im kleineren Rahmen ist es das Modell Varithek, ein Herd, der aus unterschiedlichen Einschüben besteht, mit denen sich Kochen, Grillen, Braten, Frittieren oder sogar Kühlen lässt. Das erweiterte Konzept "Station" ist eine Großküche, deren Prototypen im Jahr 2000 vorgestellt wurden und die heute am Markt eingeführt sind. Wie aus dem Baukasten lassen sich Koch-, Kühl- , Vorbereitungs- und Arbeitsbereiche zusammenstellen und auch vor Ort täglich neu umsetzen, um sich den jeweiligen Anforderungen anzupassen.

Dies ist nur möglich, weil Eisfink auch mobile Abluftanlagen entwickelt hat, die noch dazu ökologisch arbeiten. Der Dunstabzug wird hinter die Kochstelle montiert und saugt die Küchengerüche dort ab, wo sie entstehen. Auch Fett, das schwerer ist als Luft, kann mit dem patentierten System deutlich effektiver abgeführt werden als mit herkömmlichen Dunstabzugshauben. Das Gerät führt die abgesaugte Luft über zwei Filter und gibt sie gereinigt wieder in den Raum ab, so dass die warme Innenluft nicht nach außen gelangt. Bei diesem System entfällt das kostspielige Verlegen der Abluftkanäle, die der flexiblen Küche entgegenstehen. Darüber hinaus gibt es Töpfe, die die Kochtemperatur eigenständig regeln oder bakterienhemmende Kunststoffhälter für den Essenstransport. Der Benutzer der Geräte soll es so leicht wie möglich haben und das zubereitete Essen soll nicht an Qualität verlieren.

Neben der Ausstattung von Großküchen und gewerblichen Anlagen hat das Unternehmen auch den Privatkunden ins Visier. Denn was sich in der Großküche bewährt hat, taugt auch im kleineren Rahmen, ob es nun das Kitchen-Unit in Edelstahl für anspruchsvolle Privatkunden ist oder Unit II, das bislang kleinste Modul, eine Küche auf kleinstem Raum, die sich überall hinfahren lässt. Für den Prototypen gab es bereits den Gastro-Innovationspreis 2002 und in diesem Jahr für die weiterentwickelte Version den deutschen Designpreis. Darüber hinaus kann sich Eisfink mit allen wichtigen Preisen schmücken, die man im Industriedesign gewinnen kann. Sie reichen vom Baden-Württembergischen Designpreis über den Product Design Award bis hin zum renommierten red dot design Award.

Der Faktor Design entwickelt sich immer mehr zu einem entscheidenden Standortvorteil und einem Indikator für wirtschaftlichen Erfolg. Auch die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) engagiert sich auf diesem Sektor.
Mit mehreren Kongressen hat sie das Bewusstsein der Unternehmen dafür geschärft, dass Design ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor und eine lohnende Investition ist. Im vergangenen Jahr wurde im Rahmen des EU-Projekts ADMIRE erstmals der DME Award (Design Management Europe) vergeben, unter anderen an drei Unternehmen aus der Region Stuttgart: Walter Knoll Sitzmöbel, Festo und Bosch. Zusätzlich ist die reginale Wirtschaftsförderung dabei, ein Kompetenzzentrum Design zu gründen und in Zusammenarbeit mit dem Design Center Stuttgart soll eine regionale Designer-Datenbank entstehen.

"In der Region Stuttgart gibt es viele beeindruckende Beispiele für den strategischen Einsatz von Design in Unternehmensprozessen. Der Wettbewerb und unser Engagement in diesem Bereich sind hervorragende Instrument, um die Region Stuttgart als Standort für Design international stärker sichtbar zu machen", erläutert WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg.

www.eisfink.de

www.pearlcreative.com

www.designmanagementeurope.com

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