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Im Remstal beginnt die verbindliche Planungsphase

16 Kommunen und Region Stuttgart unterzeichnen Vereinbarung für die Interkommunale Gartenschau Remstal 2019 – in Anwesenheit von Minister Bonde
26.03.2014 | 

STUTTGART: Die Interkommunale Gartenschau Remstal 2019 nimmt weiter Gestalt an. 16 Städte und Gemeinden sowie Vertreter des Verbands Region Stuttgart haben heute in Anwesenheit von Alexander Bonde, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, und Regierungspräsident Johannes Schmalzl die Durchführungsvereinbarung unterzeichnet. Die Unterschriften geben den Startschuss für die weiteren verbindlichen Planungen. In der Vereinbarung verpflichten sich die Kommunen untereinander und gegenüber dem Land, ihren inhaltlichen und finanziellen Beitrag zur Interkommunalen Gartenschau 2019 zu leisten.

Nachdem sich bereits alle 16 Gemeinderäte für das Projekt ausgesprochen hatten, kann die Interkommunale Gartenschau nun auch organisatorisch auf solide Beine gestellt werden. Bis Sommer sollen die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Rechtsformen abgewogen werden. In welcher Form sich die Partner für die Vorbereitung und Ausrichtung der Gartenschau zusammenschließen werden, soll noch dieses Jahr feststehen.

Empfänger der Vereinbarung ist Minister Alexander Bonde. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz wird die Planungen nicht nur aktiv begleiten, sondern steuert drei Millionen Euro bei. Davon sollen eine Million Euro für interkommunale Projekte ausgegeben werden und die übrigen zwei Millionen Euro an einzelne Projekte in den Städten und Gemeinden fließen (ca. 125.000 Euro pro Stadt/Gemeinde). Ziel aller Partner ist es, weitere Fördertöpfe anzuzapfen.

Alexander Bonde: „einzigartiges Verbundprojekt“
Minister Alexander Bonde verweist darauf, dass das Land Baden-Württemberg die Interkommunale Gartenschau Remstal aus seinem Landesprogramm "Natur in Stadt und Land" unterstützt. „Das Förderprogramm ist ein wichtiges Instrument, um eine ganze Region für die Zukunft zu wappnen, vorhandene Naturräume neu erlebbar zu machen und freiraumplanerische Maßnahmen mit Langzeitwirkung zu realisieren. Darüber hinaus wird dieses einzigartige Verbundprojekt dazu beitragen, die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen den 16 Kommunen zu festigen."

Thomas S. Bopp: Entwicklungsimpulse für noch mehr Lebensqualität
Für den Vorsitzenden des Verbands Region Stuttgart, Thomas S. Bopp, bringt die interkommunale Gartenschau wertvolle Entwicklungsimpulse. „Die Bürgerumfrage der Region hat gezeigt, dass den Menschen die hohe Lebensqualität besonders wichtig ist. Die interkommunale Gartenschau bringt einen kräftigen Schub, Natur und Städte im Remstal noch mehr genießen zu können. Ich freue mich, dass aus einer guten Idee nun ein tolles Projekt mit so vielen Partnern geworden ist. Als prima Nebeneffekt wird die Zusammenarbeit über Gemarkungsgrenzen besser und selbstverständlicher.“

Matthias Klopfer: langfristige Stärkung durch nachhaltige Projekte
Aus Sicht von Schorndorfs Oberbürgermeister Matthias Klopfer, zugleich Präsidiumssprecher der Gartenschau zeigt die Beteiligung von 16 Kommunen dass „wir hier im Remstal über kommunale Grenzen hinweg beispielhaft zusammenarbeiten können. Die Gartenschau bietet den Kommunen die Chance auf Fördermittel für wichtige nachhaltige Projekte, die unsere Region langfristig stärken. Ich bin mir sicher, dass wir die Gäste von der Schönheit des Remstals im Rahmen der Gartenschau überzeugen können.“

Vom Masterplan zur Interkommunalen Gartenschau Remstal
Die Bewerbung um die interkommunale Gartenschau im Remstal geht auf den Masterplan Landschaftspark Rems zurück. Unter Federführung des Verbands Region Stuttgart hatten 2006 die Städte und Gemeinden dieses Gesamtkonzept entwickelt, das bereits einzelne Projektideen enthielt. Jetzt sollen einige davon und weitere, alles in allem rund 120 Projekte, umgesetzt werden. Wie ein roter Faden zieht sich die Idee durch die Beiträge aller Städte, die Rems an ausgewählten Stellen besser zugänglich zu machen. Auch ökologische Projekte spielen eine zentrale Rolle. Ein weiteres Ziel ist es, die Lücken im Remstal-Radweg zu schließen und bis 2019 weitere landschaftlich reizvolle Abschnitte entlang der rund 80 Kilometer langen Rems zu schaffen.

Folgende Städte und Gemeinden sind beteiligt: Remseck am Neckar, Fellbach, Waiblingen, Korb, Kernen, Weinstadt, Remshalden, Winterbach, Schorndorf, Urbach, Plüderhausen, Lorch, Schwäbisch Gmünd, Böbingen, Mögglingen und Essingen. Inhaltlich einbringen möchten sich auch die Landkreise Ludwigsburg, Rems-Murr und Ostalb. Mit von der Partie sind auch die Region Ostwürttemberg sowie die Fördergesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen. Die große Zahl an Projektpartnern und Unterstützern macht dieses Projekt besonders, bisher einmalig in Baden-Württemberg, und bietet eine große Chance.

Presseinformation (als pdf-Datei)


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Bildunterschrift: Die Vertreter aus Städten und Gemeinden des oberen, mittleren und unteren Remstals ziehen bei der Interkommunalen Gartenschau Remstal 2019 an einem Strang. Außerdem im Bild: Minister Bonde und Regierungspräsident Schmalzl (Mitte), der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart Thomas S. Bopp (rechts neben Herrn Minister Bonde) und Regionaldirektorin Dr. Nicole Schelling (im Bild links)
Bildnachweis: © Verband Region Stuttgart/Thomas Wagner – Abdruck kostenfrei.