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Irene Kärcher und Berthold Leibinger in der Hall of Fame

Zwei Laureaten aus der Region Stuttgart sind in die neue Ruhmeshalle des "Handelsblatt" aufgenommen worden
Ditzingen, Winnenden, 23.01.2009 | 

Das "Handelsblatt" hat eine "Hall of Fame" ins Leben gerufen. In ihr sollen Leistungen von herausragenden Unternehmern ausgezeichnet werden, die sich um das Wohl des Wirtschaftsstandortes Deutschland verdient gemacht haben, erklärte der Chefredakteur der renommierten Wirtschaftsszeitung das Konzept. Nicht der wirtschaftliche Erfolg allein ist bei der Beurteilung ausschlaggebend. In die symbolische Ruhmeshalle werden von nun an jährlich Mittelständler und Familienunternehmer geehrt werden, deren Leistungen für ihr Unternehmen und die Gesellschaft Vorbild und Orientierung sind. Dies erscheine gerade in der schwierigen Zeit, die die deutsche Wirtschaft erlebe, ein fundamental wichtiges Anliegen zu sein.

Die ersten Laureaten, die in die symbolische Ruhmeshalle aufgenommen wurden, sind Berthold Leibinger, Aufsichtratschef der Trumpf GmbH & Co. KG aus Ditzingen und Martin Herrenknecht, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Herrenknecht AG aus Schwanau. In diesem Sinne hat die Jury zwei Unternehmerpersönlichkeiten und Pioniere der deutschen Wirtschaft ausgewählt, die zu Symbolunternehmern des Mittelstands geworden sind.

Berthold Leibinger ist mit den Prinzipien des schwäbischen Pietismus - fleißig, fromm und sparsam zu sein - aufgewachsen. Sie haben ihn ebenso geprägt wie wie die Maximen Verantwortungsgefühl und Integrität, die ihm sein Elternhaus vermittelte. "Geld um des Geldes Willen, Macht nur um der Macht willen und Risiko nur wegen des Nervenkitzels sind ihm fremd", schreibt das Handelsblatt. Er selbst sagt, "es gibt Grenzen in Unternehmen, die nicht finanzieller Art sind". Die unternehmerische Freiheit durch zu hohe Verschuldung aufs Spiel zu setzen käme ihm nicht in den Sinn. Risiko ja, für eine gewinnbringende Innovation. Übernahmen der Expansion willen - nein. "Wir könnten Heidelberger Druck übernehmen. Aber wir tun es nicht", sagt Leibinger.

Posthum ehrt das Handelsblatt in der Hall of Fame fünf weitere Pioniere der deutschen Wirtschaft, die, ein jeder auf seine Weise, Geschichte geschrieben haben: Konrad Henkel, Heinrich Dräger, Lübecker Fabrikant, Bankier Alfred Freiherr von Oppenheim, Magenbitter-Fabrikant Emil Underberg und Irene Kärcher.

Sie ist die einzige Frau in diesem noblen Reigen. Die1989 verstorbene Unternehmerin übernahm nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes 1959 das von ihm gegründete Unternehmen in Winnenden und führte es in den folgenden drei Jahrzehnten gleichermaßen umsichtig wie zielstrebig in die wirtschaftliche Champions League. Mit ihr entwickelte sich Kärcher zum Weltmarktführer im Bereich der Reinigungstechnik.

Heute beschäftigt das Unternehmen weltweit 6.850 Mitarbeiter in 41 Ländern und erzielte 2008 mit 6,4 Millionen verkauften Geräten und 1,4 Milliarden Euro den höchsten Umsatz seiner Geschichte. "Irene Kärcher traf rational die richtigen Entscheidungen und konnte dies mit einer extrem hohen Sozialkompetenz und Menschlichkeit verbinden," begründete Professor Brun-Hagen Hennerkes die Entscheidung der Jury.

Die Pioniere der Wirtschaft werden von einer elfköpfigen Jury ausgewählt, ihr gehören an:

Wendelin von Boch, Aufsichtsratschef Villeroy & Boch
Axel Claus Heitmann, Vorstandschef Lanxess AG
Brun-Hagen Hennerkes, Vorstand Stiftung Familienunternehmen
Rainer Nahrendorf, Autor und Publizist
Rolf Nonnenmacher,
Vorstandssprecher KPMG Deutschland
Ewald Marquardt, Gesellschafter Marquardt GmbH
Wolfgang Reitzle, Vorstandschef Linde AG
Maria-Elisabeth Schaeffler, Alleingesellschafterin der INA-Holding Schaeffler KG
Wolfgang Schumann, Geschäftsführender
Gesellschafter Rudolf Chemie
Horst Wildemann, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der TU München
Bernd Ziesemer, Chefredakteur Handelsblatt

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