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Ja, aber zum Schienenkonzept 2025 des Landes

Langfristiges Schienenkonzept des Landes: Region lobt Angebotsausweitung und übt Kritik wegen Wechselwirkungen mit der S-Bahn
16.07.2014 | 

Der Verband Region Stuttgart begrüßt im Grundsatz die langfristigen Überlegungen des Landes zum Schienenverkehr, vor allem die Ausweitung des Angebots. In seiner Stellungnahme zum SPNV-Zielkonzept 2025 des Landes erhob der Verkehrsausschuss allerdings einige Forderungen im Interesse des S-Bahn-Betriebs. Unmut regte sich über die sehr enge Terminvorgabe sowie über den fehlenden Detaillierungsgrads, der für fundierte fachliche Aussagen notwendig gewesen wären.

Das Land möchte 20 Prozent mehr Regionalverkehr anbieten. Angestrebt wird mindestens ein Stundentakt zwischen 5 Uhr und 24 Uhr. Es handelt sich um ein nachfrageorientiertes Angebot, das auf Strecken mit mehr als 5.000 Reisenden pro Tag durch Expresszüge ergänzt werden soll.  

Aus Sicht des Verbands Region Stuttgart sollten für die Regionalzüge die gleichen Zielwerte für die Pünktlichkeit gelten wie für die S-Bahn. Denn beide Zugarten sind in der Region Stuttgart oft auf den gleichen Gleisen unterwegs. Da vom Land bisher keine Informationen zu Fahrplänen vorliegen, lassen sich Auswirkungen auf den S-Bahn-Verkehr nicht beurteilen. Des Weiteren vermisst die Region Hinweise zur barrierefreien Nutzung. In das Konzept sollte die Aussage aufgenommen werden, dass nach Fertigstellung von Stuttgart 21 die heutige Linienführung bei der S-Bahn beibehalten wird. Die Umsetzung des Landeskonzepts steht unter Finanzierungsvorbehalten, was eine verlässliche Planung für alle Beteiligten unmöglich macht.

Helmut Noë (CDU) kritisierte die Beteiligung des Verbands Region Stuttgart „auf den letzten Drücker“. Kommunen und Landkreise seien erst gar nicht direkt beteiligt worden. Es dürfe keine Benachteiligung der S-Bahn durch das Betriebsprogramm des Landes geben. Harald Raß (SPD) hob positiv hervor, dass es ein neues Konzept des Landes gibt. Kritisch äußerte er sich zur Kurzfristigkeit der Beteiligungsfrist ebenso wie zur Terminschiene bei der Vergabe. Die konzeptionellen Überlegungen der Region zu den S-Bahn-Verlängerungen nach Vaihingen/Enz und Göppingen müssten aufgenommen werden. Das Konzept komme viel zu spät und stehe angesichts der Finanzierungsvorbehalte „auf wackligen Beinen“, sagte Bernhard Maier (Freie Wähler). „Das Konzept ist mit heißer Nadel gestrickt. Das Vergabeverfahren ist zeitlich unrealistisch.“  

Dass sich der Verband Region Stuttgart für die Interessen des S-Bahn-Betriebs einsetze, sei gut und richtig, so Mark Breitenbücher (Grüne). Positiv hervorzuheben sei die Transparenz. „Beteiligung auch auf niedrigem Detaillierungsgrad ist sinnvoll.“ Jochen Haußmann (FDP) hegt „erhebliche Zweifel“ daran, dass das Konzept so umgesetzt wird. Er hob die enthaltene Mitfinanzierung durch Kommunen hervor. Wolfgang Hoepfner (Linke) bezeichnete die Qualität der Beteiligung als „Alibiveranstaltung“. Bei der Planbarkeit sieht er noch Unwägbarkeiten.

Pressemitteilung (als pdf-Datei)

 

 

 

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