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Ja der Region zum Bosch-Forschungszentrum

Planungsausschuss stimmt Zielabweichung zum Regionalplan zu
14.09.2011 | 

Der Verband Region Stuttgart macht eine Ausnahme von der Regel, damit das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum der Robert Bosch GmbH in Renningen verwirklicht werden kann. Ein rund 5,5 Hektar kleiner Teilbereich des neuen Standorts liegt in einem regionalen Grünzug, in dem laut Regionalplan nicht gebaut werden darf. Um die Ausnahme formal zu ermöglichen, brachte die Stadt Renningen ein Zielabweichungsverfahren auf den Weg. Dazu hat sich der Planungsausschuss heute positiv geäußert.

Ausschlaggebend für das zustimmende Votum ist die Sondersituation des Bauprojekts, das auf einer bislang militärisch genutzten Fläche zwischen Renningen und Malmsheim entstehen soll. Zum einen sind in der im regionalen Grünzug liegenden Fläche Altlasten vorhanden. Diese werden von der Robert Bosch GmbH beseitigt. Zum anderen ist ein Parkplatz mit 2.400 Stellplätzen nur im nördlichen Bereich sinnvoll. Am Standort Renningen möchte die Firma Bosch ihre europäische Grundlagenforschung und Vorausentwicklung konzentrieren. Im Endausbau sollen dort etwa 5.000 Arbeitsplätze entstehen.

"Es ist ein Glücksfall, dass ein Kompromiss gefunden wurde, der den Erfordernissen der Bundeswehr und den besonderen regionalen Anliegen Rechnung trägt", sagte Regionaldirektorin Jeannette Wopperer. "Durch die Investition können innovative Arbeitsplätze im Kernsegment der regionalen Wirtschaftsstruktur gesichert werden." Sie dankte dem regionalen Wirtschaftsförderer Dr. Walter Rogg und Mitarbeitern des Verbands Region Stuttgart, die maßgeblich am Ansiedlungskonzept mitgewirkt hatten.

Die Regionalräte äußerten sich durchweg positiv zu dem Vorhaben. Udo Goldmann (CDU) stimmte "mit großer Freude" zu. Matthias Hahn (SPD) würdigte das regionale Engagement bei der Ansiedlung. Ein wichtiges "Zukunftssignal" zur Sicherung produktionsnaher Arbeitsplätze erkannte Alfred Bachofer (Freie Wähler). Kai Buschmann sprach von "einem großen Wurf" für den Wirtschaftsstandort.

Christoph Ozasek (Linke) regte multimodale Mobilitätskonzepte unter Berücksichtigung der S 60 an. Von einer "positiven Entwicklung" für die Region und Renningen sprach Heinz Renz (Grüne). Es handelt sich um "einen Erfolg", der "positiv für die Industrie in unserer Region" ist, sagte Ulrich Deuschle (Republikaner).

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PI_Bosch%20Renningen_Windkraft.pdf(27 kB)

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