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Junges Gemüse im Alten Schloss

Das Württembergische Landesmuseum eröffnet ein eigenes Kindermuseum
Stuttgart, 15.10.2010 | 

Ein Museum nur für Kinder? Das gibt es jetzt im Württembergischen Landesmuseum in Stuttgart. Das Junge Schloss, so lautet der Name für das neue Kindermuseum, will Kinder und Familien über die bisherigen museumspädagogischen Angebote hinaus spielerisch an Themen der regionalen Geschichte heranführen. Junge Neugierde mit allen Sinnen wecken - dieses Ziel verfolgt das erste feste Kindermuseum in Stuttgart. Das "Junge Schloss" im altehrwürdigen Alten Schloss der Landeshauptstadt öffnet an diesem Samstag (16.10.) seine Türen.

"Exponate wie ein Dinosaurier-Schädel oder ein Mammutknochen sollen den Forscher-Geist der Kinder wecken und Lust machen auf Kultur und Wissen," sagt die Direktorin des Landesmuseums, Cornelia Ewigleben. Die Vermittlung knüpft an die Lebenswelten von Kindern an, so die Intention und soll zur aktiven Teilnahme anregen. Ziel des Jungen Schlosses ist, dass Kinder eigene Bezüge zur Geschichte aufbauen und diese reflektieren.
Im pädagogischen Bereich ist das Landesmuseum schon lange sehr aktiv. Während im klassischen Museum das Original-Objekt im Vordergrund steht, legt das Kindermuseum seinen Schwerpunkt auf den Aspekt der Vermittlung. Vorreiter auf diesem Gebiet waren die USA. Dort haben Museen für Kinder eine bereits hundertjährige Tradition. Auch in Stuttgart möchte man nun das Museum noch stärker als Bildungsort zu nutzen und diesbezüglich für Kinder attraktiv machen.

Um auf die besonderen Wünschen des Nachwuchses eingehen zu können, wurde der pädagogische Inhalt mit einem Kinderrat erarbeitet. Ziel ist es, Kinder in das Museum als Kultur- und Bildungsinstitution noch stärker einzubinden. Warum war in der Steinzeit ein Feuerstein so kostbar? Und warum wurden keltische Münzen Regenbogenschüsselchen genannt? Selbstständiges Entdecken und Ausprobieren helfen, die Rätsel der Vergangenheit zu lösen und mit allen Sinnen in die Geschichte einzutauchen.

Die Ausstellung richtet sich an Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren. Eine wichtige Rolle spielen hierbei das Schlossgespenst Hugo und die Eule Trixi. Die beiden Maskottchen werden die Kinder bei ihrem Gang durch das Museum begleiten. Hugo das Schlossgespenst hat schon viele Abenteuer erlebt und kennt spannende Geschichten von Mammutjägern und Ritterkämpfen und römischen Märkten. Eule Trixi ist ein neugieriger Vogel, der dem alten Schlossgespenst Löcher in den Bauch fragt und ganz genau wissen, wie das Leben früher war. Wie gut, dass Hugo nicht nur geduldig ist, sondern auch auf jede Frage eine Antwort hat.

In der Startausstellung "Geheimnisvolle Wunderkammer - Schatzsuche im Jungen Schloss" gehen Kinder von vier bis zehn Jahren ab dem 17. Oktober 2010 auf eine Zeitreise in die Kulturgeschichte Württembergs. Die Wunderkammer ist der Anfang der Zeitreise: Von dort geht es in Abenteuerbereiche wie eine eiszeitliche Höhle, in der große und kleine Besucher als Eiszeitjäger Mammuts beobachten könnten. Ein römischer Markt lockt mit fremden Gewürzen und wer wollte nicht schon immer einmal als echter Ritter auf einem Pferd sitzen? Eine fürstliche Bibliothek, die bis zu den Sternen reicht, kann zum Schmökern und Ausruhen genutzt werden.
Die Ausstellung "Geheimnisvolle Wunderkammer - Schatzsuche im Jungen Schloss" wird voraussichtlich bis zum Sommer 2012 zu sehen sein.

Die Einrichtung des Kindermuseums ist Teil des Gesamtkonzepts zur Weiterentwicklung des Landesmuseums in Stuttgart. Für die Verwirklichung dieses Gesamtkonzepts werden insgesamt über 10 Millionen Euro investiert. Ein Teil dieser Mittel werde über private Sponsorengelder abgedeckt. In einem weiteren Schritt werden die Ausstellungsräume im zweiten Obergeschoss des Alten Schlosses umgestaltet. Dabei wird für die Besucher ein Rundgang durch die Kultur- und Landesgeschichte Württembergs von der Steinzeit bis zur Gründerzeit als Dauerausstellung geschaffen. Die Baumaßnahmen werden 2012 abgeschlossen sein. Pünktlich zum 150-jährigen Jubiläum wird das Museum dann noch attraktiver für seine Besucher.
www.junges-schloss.de

Das Landesmuseum Württemberg

präsentiert die Landesgeschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Gegründet wurde das Museum bereits 1862 von König Wilhelm I. als "Staatssammlung Vaterländischer Altertümer". In den 1960er Jahren ging das Kunstgewerbemuseum im Landesmuseum auf und seit 1969 befindet sich das Museum im Alten Schloss in Stuttgart.

Neben dem Alten Schloss - dem Haupthaus - beherbergt das Neue Schloss das Römische Lapidarium und der Stiftsfruchtkasten die Musikinstrumentensammlung. Im Schloss Waldenbuch befindet sich als Außenstelle das Museum der Alltagskultur - Schloss Waldenbuch, in dem zahlreiche Einblicke in das Leben breiter Bevölkerungsschichten von der vorindustriellen Zeit bis heute gewährt werden. Zum Landesmuseum Württemberg gehört eine Vielzahl von Zweigmuseen, die über Württemberg verteilt sind.

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