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Kunst in der Werkhalle

Das Schauwerk in Sindelfingen zeigt die private Sammlung des Ehepaars Schaufler
Sindelfingen, 03.12.2010 | 

In Sindelfingen hat im Sommer dieses Jahres mitten im Industriegebiet ein Museum eröffnet. Peter Schaufler, Unternehmer und Kunstsammler mit Leib und Seele hat seine Sammlung, die mehr als 3.000 Werke umfasst, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. "Als wir mit dem Sammeln angefangen haben, dachten wir nicht im Traum daran, einmal ein eigenes Museum zu eröffnen", sagt Peter Schaufler. Vor rund 30 Jahren begann er gemeinsam mit seiner Frau Christiane Schaufler-Münch die ersten Bilder zu erwerben und es entstand eine der eindrucksvollsten privaten Kunstsammlungen Deutschlands.

Sie präsentiert wichtige Entwicklungen der deutschen und internationalen Kunst der 1960er Jahre bis in die aktuelle Gegenwart, zeigt aber auch persönliche Vorlieben, unter anderem eine Bevorzugung der Farbe Weiß. Neben malerischen Positionen und Skulpturen nehmen Lichtarbeiten, Rauminstallationen sowie die zeitgenössische Fotografie einen wichtigen Platz innerhalb der Sammlung ein. Peter Schaufler schätzt Kunst, die sich nicht beim ersten Hinsehen erschöpft. Fragt man ihn, so ist es die sinnliche Qualität eines Kunstwerks, die ihn zuallererst fasziniert, nicht das Thema, eine Botschaft oder der berühmte Name.

Um die herausragende Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ließ Schaufler die ehemaligen Fertigungs- und Lagerhallen seines Unternehmens, der Bitzer Kühlmaschinenbau GmbH in Sindelfingen, in großzügige Ausstellungsflächen umwandeln. Einzige Erinnerung an die Vergangenheit des Gebäudes sind die Stahlträger, alles andere wurde komplett neu gestaltet, ohne jede Industrieromantik. Ergänzt durch einen neu errichteten Museumsbau steht ein weitläufiger und eleganter Komplex mit rund 6.500 Quadratmetern Präsentationsfläche zur Verfügung, der sich durch formale Strenge und Klarheit auszeichnet. Träger des Museums ist die 2005 gegründete Stiftung "The Schaufler Foundation".

Derzeit gewähren 150 ausgewählte Werke einen ersten Blick in die Sammlung. Die Ausstellung ZERO bis unendlich - Glanzstücke der Sammlung Schaufler ist noch bis Ende Januar zu sehen. Die ältesten vertretenen Kunstwerke stammen aus dem Jahr 1950, das jüngste ist erst im vergangenen Jahr entstanden. Ein kleines Team um die Leiterin des Museums Barbara Bergmann wird künftig weitere thematische und monographische Schauen erarbeiten. Für das nächste Jahr sind eine Einzelausstellung zu Imi Knoebel und die Eröffnung eines separaten Gebäudetraktes, der für die fotografischen Arbeiten aus der Sammlung Schaufler bestimmt ist, geplant.

Die Kunst der ZERO-Bewegung und deren Wegbereiter wie Lucio Fontana oder Arman gehören zu den ersten Erwerbungen des Sammlers. Weitere Schwerpunkte sind die Minimal Art, Konzeptkunst und Konkrete Kunst. In der Sammlung Schaufler finden sich Künstler wie Dan Flavin, Donald Judd oder Hanne Darboven ebenso wie größere Werkkomplexe wie die von Imi Knoebel, Günther Uecker, Rupprecht Geiger, Sylvie Fleury oder Gerwald Rockenschaub ebenso wie kleinere Konvolute von Michelangelo Pistoletto, Andreas Gursky, Anselm Kiefer oder Isa Genzken.

Dabei verweisen die Berührungspunkte von Kunst, Natur und Technik auf das Leben des Sammlers. Peter Schaufler übernahm 1979, nach dem Tod seines Vaters, die Leitung der Bitzer Kühlmaschinenbau GmbH in Sindelfingen und weltweit führender Hersteller von Verdichtern für Kälte- und Klimaanlagen, übernommen. Heute erwirtschaftet das in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Unternehmen mit rund 2.700 Mitarbeitern einen Umsatz von über 500 Millionen Euro. An der Spitze steht immer noch Peter Schaufler, der vor kurzem seinen 70. Geburtstag feierte.

Im Zuge seines Wirkens als Geschäftsführer von Bitzer erhielt Peter Schaufler zahlreiche Auszeichnungen aus Wirtschaft und Politik. Die Verleihung der Ehrensenatorenwürde der Universität Hohenheim, Stuttgart, zeugt ebenso von der Wichtigkeit seines Schaffens wie der "Oskar für den Mittelstand" für seine Verdienste um die Entwicklung der neuen deutschen Bundesländer sowie die "Wirtschaftsmedaille" des Bundeslandes Baden-Württemberg für seine Leistungen in der Förderung von Industrie und Handel.

www.schauwerk-sindelfingen.de

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