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Mit gewaltigen Sprüngen von Erfolg zu Erfolg

Gauthier Dance, das Tanzensemble des Stuttgarter Theaterhauses, begeistert mit zeitgenössischen Stücken weltweit ein großes Publikum
Stuttgart, 13.10.2011 | 

Innerhalb von drei Jahren eine eigene Tanzcompagnie aufzubauen, die vom Publikum gefeiert wird, als international gefragter Choreograph regelmäßig Lorbeeren einzuheimsen und noch dazu als Gitarrist über die Bühne zu rocken - das ist eine Leistung, die allemal bühnenreif ist. Eric Gauthier ist der große Sprung vom charismatischen Publikumsliebling des Stuttgarter Balletts zum künstlerischen Leiter seiner eigenen Truppe, Gauthier Dance // Dance Company Theaterhaus Stuttgart, gelungen. Seine Choreographien zeichnen sich durch originelle Ideen, Humor und Zugänglichkeit aus. "Wir wollen so ein neues Publikum und junge Menschen für den zeitgenössischen Tanz begeistern", erklärt Gauthier.

"Gauthier Dance ist dem zeitgenössischen Tanz verpflichtet. Wir haben ein junges dynamisches Ensemble von zehn vielseitigen Tänzerpersönlichkeiten", beschreibt Eric Gauthier seine Compagnie. Seit der ersten Premiere im Januar 2008, jubeln ihm sowohl das Publikum als auch die Presse zu - mit exzellenten Kritiken und ausverkauften Vorstellungen. Mittlerweile ist die Company nicht nur zur festen Größe in der Kulturszene von Stuttgart und der Region avanciert. Mit ihrem ansprechenden Repertoire gehört sie mittlerweile zu den deutschen Tanzensembles mit den meisten nationalen und internationalen Gastspiel-Auftritten.


Mit zeitgenössischem Tanz erfolgreich

Gauthier Dance präsentiert nicht allein Werke international renommierter Choreographen wie Mauro Bigonzetti, William Forsythe, Jirí Kylián, Itzik Galili, Paul Lightfoot/Sol León und Hans van Manen, sondern auch Gauthiers eigene hochgelobte Stücke, darunter "M.M." (2009) und "Orchestra of Wolves" (2009). Für diese beiden Produktionen ist Eric Gauthier im Februar 2011 mit dem Deutschen Tanzpreis »Zukunft« 2011 für Choreographie ausgezeichnet worden. Eine Ehrung, die umso mehr Gewicht hat, da sie im Gegensatz zu den jährlichen Preisen für Tänzerinnen und Tänzer nur in unregelmäßigen Abständen verliehen wird, zuletzt im Jahr 2007.

Eric Gauthier selbst stammt aus Montreal, erhielt dort seine Ballettausbildung und tanzte am am National Ballet of Canada. 1996 folgte er Reid Anderson, dem neuen Intendanten des hiesigen Balletts, nach Stuttgart. Hier tanzte er eine Vielzahl auch klassischer Rollen, fiel allerdings besonders durch seine Fähigkeiten als zeitgenössischer Tänzer auf, welche viele Chroreographen inspirierten, die mit dem Stuttgarter Ballett arbeiteten.


Neue Wege als Choreograph und Rockmusiker

Parallel zu seiner Karriere als Tänzer gründete Eric Gauthier 2001 eine eigene Band. Mit "Royal Tease" lebt er seine musikalische Ader als Komponist, Songwriter und Frontman auf der Bühne aus. Mit vielen Konzerten in Stuttgart und der Region spielte er sich an die Spitze der Stuttgarter Rock-und Popszene. 2004 gewann er den Preis als bester Songwriter in Baden-Württemberg. Drei Jahre später huldigte Gauthier mit der Choreographie "Air Guitar", dem von ihm so geliebten Instrument. In diesem Sommer feierte die Band mit einem großen Konzert ihr 10-jähriges Bestehen.

2005 hatte der Wirbelwind eine neue Runde eingeläutet, als er sein Debut als Choreograph bei den Jungen Choreographen der Stuttgarter Noverre-Gesellschaft gab. Es folgte das gefeierte "Ballet 101", das 2007 beim 21. Internationalen Wettbewerb für Choreographie in Hannover sowohl mit dem Kritiker- als auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde und danach am Staatsballett Berlin sowie auf internationalen Bühnen getanzt wurde. Nach der dreifachen Nominierung zum besten Nachwuchs-Choreographen in der Kritikerumfrage der Zeitschrift ballet-tanz stand dann der Entschluss zur Gründung einer eigenen Company am Theaterhaus Stuttgart fest.


Bereits viele Auszeichnungen für die Company

Kein Wunder also, dass die Theaterhaus-Company in kürzester Zeit zur festen Größe in der deutschen Tanzszene avancierte und sich als ausgesprochener Shootingstar gleichzeitig international etablieren konnte. Einen echten Volltreffer landete Gauthier Dance im Sommer 2010 mit der Uraufführung ihres ersten abendfüllenden Tanzstücks, Christian Spucks POPPEA//POPPEA, das von der britischen Fachzeitschrift Dance Europe unter den 10 weltweiten Top-Produktionen der Saison 2009/10 geführt wurde und aktuell für den Deutschen Theaterpreis "Der Faust" nominiert ist. Im Dezember wird das Erfolgsstück zwei weitere Male in Stuttgart aufgeführt.

Ein Ensemble, das nicht nur Tänzer hat, sondern auch Ausstattung und Technik braucht, kostet Geld. Gauthier Dance segelt deshalb unter der Flagge des Theaterhauses Stuttgart, das von Anbeginn die finanzielle Trägerschaft übernommen hat. Darüber hinaus ist Gauthier Dance auf weitere Sponsoren angewiesen. Zu den Förderern zählen die Adolf Würth GmbH & Co. KG, EnBW Energie Baden-Württemberg AG und das Fashion- und Lifestylehaus Breuninger in Stuttgart ebenso wie die Germanwings GmbH, Dr. Stefan von Holtzbrinck, die John Cranko Gesellschaft e.V. sowie die First Friends und Friends of Gauthier Dance. Damit das neben dem Ballett des Staatheters zweite Aushängeschild der Tanzstadt Stuttgart weiter bestehen kann, erhält Gauthier Dance vom nächsten Jahr an bis zu 100.000 Euro pro Jahr aus dem Landesetat, während die Stadt Stuttgart 180.000 Euro pro Jahr zuschießen möchte. Der Gemeinderat hat signalisiert, das Ensemble in die institutionelle Förderung aufzunehmen.

Für die jüngste Ballettproduktion "Lucky Seven", die in diesem Sommer Premiere hatte, gab es phänomenale Kritiken. Die Stücke des Ballettabends lesen sich wie das "Who is Who" der neueren Tanzgeschichte: Mit den Choreographien von Hans von Manen, Jirí Kylián, Mauro Bigonzetti, Paul Lightfoot & Sol León und Alejandro Cerrudo holte Eric Gauthier Werke von herausragender Bedeutung an das Theaterhaus Stuttgart und fügte dem Abend zwei eigene Neuproduktionen bei. Im Theaterhaus waren sämtliche Aufführungen ausverkauft. Mehr als 50.000 Zuschauer kamen zu Gauthier Dance. In den kommenden Monaten ist die Company wieder mehrere Male mit Aufführungen im Theaterhaus zu sehen. "Wir freuen uns besonders darauf, dieses Jahr bei der Silvester-Gala zu tanzen", freut sich Gauthier.


Das Gauthier Dance Mobil: Tanz für alle

Bei allem beruflichen und künstlerischen Erfolg ist Eric Gauthier soziales Engagement eine Herzensangelegenheit. Er hat das Gauthier Dance Mobil gegründet, das den Tanz zu Menschen bringt, zu Kindern und Jugendlichen, Senioren, Menschen mit Behinderungen oder in psychischer Rehabilitation. Mit einem maßgeschneiderten Repertoire besucht die Tanzcompagnie auch Schulen, Krankenhäuser oder Altersheime. Das Konzept ist bundesweit einzigartig. Darüber hinaus ist Eric Gauthier Schirmherr der Kinderrechtsinitiative Habakuk.

Wenn das Gauthier Dance Mobil unterwegs ist, müssen sich die Tänzer schon mal in einem Geräteschuppen umziehen, aber das ficht die Truppe nicht an. "Ich verstehe nicht, weshalb so viele Künstler nur auf der Bühne stehen und nicht raus in die Wirklichkeit gehen. Wenn ich mit meinen Tänzern in Jugendhäusern auftrete, erlebe ich oft aufregendere Dinge als bei gewöhnlichen Vorstellungen. Die Jungs und Mädels, die zuerst unruhig oder cool herumfläzen, schauen gebannt zu, und am Ende jaulen sie auf, wenn ich das letzte Stück ankündige: "Wir wollen mehr!" Gauthiers Vorbild ist sein Vater, ein bekannter Alzheimer-Forscher , der ihn mit seiner humanistischen Art geprägt habe, erzählt Gauthier. "Kunst hat viel mit Menschlichkeit zu tun."

Eric Gauthier möchte nicht mehr fort aus Stuttgart. Er hat hier seine Frau kennengelernt und lebt mit seiner kleinen Familie sehr gerne hier. "Die Stadt ist unverstellt, die Menschen brauchen keine versnobte Fassade. Sie sind bodenständig geblieben, obwohl hier der wirtschaftliche Erfolg groß ist."

www.theaterhaus.de

www.ericgauthier.com

www.initiative-habakuk.de

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