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Modellhaft vernetzen mir regionalem Mehrwert

Verband Region Stuttgart fördert vier interkommunale Projekte mit 250.000 Euro
15.10.2014 | 

Interkommunale Kooperationen in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus fördern sowie Impulse setzen. Das sind die wesentlichen Ziele des neuen Programms des Verbands Region Stuttgart zur Förderung von regionalen Modellprojekten. Der Wirtschaftsausschuss hat daraus heute erstmals vier Projekte mit insgesamt 250.000 Euro bezuschusst. Und er hat in Aussicht gestellt, das Programm bis 2017 mit jährlich 350.000 Euro weiterzuführen. Damit könne der Verband Region Stuttgart „in einem ganz breiten thematischen Feld Modellprojekte anstoßen und unterstützen“, sagte Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling. 

Für die Bewerbung um Fördergelder aus dem Programm werde es keinen Stichtag geben, man setze auf das Initiativverfahren, so Dr. Schelling. Außerdem solle es auch möglich sein, dass der Verband Region Stuttgart selbst Projekte anstoße und gemeinsam mit Partnern umsetze. 

250.000 Euro für folgende vier Projekte
Für ein Wohnmobil-Konzept im Murr,- Bottwartal, an dem 10 bis 15 Kommunen mitarbeiten, stellt der Verband Region Stuttgart 150.000 Euro zur Verfügung. Der Reisemobiltourismus gilt als boomender Markt. Das Murr-, Bottwartal habe ein großes landschaftliches und touristisches Potenzial, allerdings sei die Übernachtungsinfrastruktur noch entwicklungsfähig. Man könne auf Vorhandenes aufbauen. Neu an dem Projekt seien die Vernetzung der Stellplätze und das gemeinsame Marketing, so Dr. Schelling. 

Mit 35.000 Euro fördert die Region eine Untersuchung, die die Verlagerung von Verkehren auf Bahn und Binnenschiffe im Fokus hat. Ziel sei es, Möglichkeiten der Verkehrsverlagerung aufzuzeigen sowie modellhafte Umsetzungsprojekte anzustoßen. Neben dem Kooperationszentrum Logistik (Klok) sind unter anderem die Städte Ludwigsburg und Fellbach sowie die beiden Häfen in Stuttgart und Plochingen beteiligt. 

Ein „interkommunaler Wirtschaftsförderer“ soll die Entwicklung und Vermarktung des Gewerbeparks Lautertal in die Hand nehmen. Donzdorf, Süßen, Gingen und Lauterstein möchten diesen regionalen Gewerbeschwerpunkt gemeinsam entwickeln. Das unterstützt der Verband Region Stuttgart mit 45.000 Euro

Dialogorientiert soll von der HfWU Nürtingen-Geislingen ein Revitalisierungskonzept für das Gewerbegebiet-West in Göppingen erarbeiten. Dabei handelt es sich um ein großes historisch gewachsenes Gewerbegebiet im Filstal, auf dem neben traditionsreichen Unternehmen auch ungenutzte Gewerbeflächen sind. Die Region Stuttgart unterstützt das Konzept mit 20.000 Euro.  

Das Programm wurde von den Sprechern grundsätzlich begrüßt. Verbesserungsbedarf erkannten sie fraktionsübergreifend bei der Kommunikation des Programms und dem Modellcharakter der Projekte. Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler sagte: Man habe bewusst auf ein „Windhundprinzip“ verzichtet. Vielmehr gehe es darum, die Ideen der Regionalversammlung aufzugreifen und mit den Kommunen Themen im Sinne des regionalen Gedankens umzusetzen. Hinter den Projekten stünden Multiplikatoren, die für das Programm werben. 

Nach Ansicht von Dr. Wolfgang Häfele (CDU) ist es „ganz gut gelungen, das Programm offen und flexibel zu halten.“ Er forderte einen Bericht über die Ergebnisse.

Michael Lateier (Grüne) sicherte die „starke Unterstützung des Programms“ durch seine Fraktion zu. Die Projekte hätten Impuls- und Modellcharakter. Deshalb solle man es bei einem einmaligen Zuschuss bewenden lassen. Dr. Jürgen Zieger (SPD) stimmte den Projekten „mit mäßiger Überzeugung“ zu. Er wünschte sich fürs nächste Mal „ein bisschen Mehr an Innovationen“. 

Johannes Züfle (Freie Wähler) führte aus, dass sich seine Fraktion bei den letzten Haushaltsberatungen kritisch geäußert hatte. Er erinnerte an den Vorrang privatwirtschaftlicher Investitionen. Friedhelm Hoffmann (Linke) begrüßte, dass insbesondere Gewerbegebiete in den Fokus genommen werden. Albrecht Braun (FDP) merkte kritisch an, dass für Aufgaben, die privatwirtschaftlich erledigt werden können, keine Steuergelder aufgebracht werden sollten. Ulrich Deuschle (Republikaner) sprach von eher lokalen, kaum regionalen Projekten.

Pressemitteilung (als pdf-Datei)

 

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