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Region favorisiert "Filderbahnhof plus"

Mehrheit des Verkehrsausschusses sieht Vorteile des Filderbahnhofs unter der Flughafenstraße - Land soll mitzahlen / Region: für einheitliche, verständliche Tarife
Stuttgart, 20.03.2013 | 

Der Filderbahnhof unter der Flughafenstraße bietet deutliche Vorteile für die S-Bahn und den Regionalverkehr im Vergleich zum bisher geplanten Bahnhof ("Antragstrasse"). Angesichts dieser positiven Aspekte und anlässlich eines Dringlichkeitsantrags von CDU, SPD, Freien Wählern und FDP hat die Mehrheit des Verkehrsausschusses heute bei 7 Gegenstimmen (Grüne, Linke) beschlossen, das Land zu bitten, sich an dieser Variante finanziell zu beteiligen. Gleichzeitig sind die Regionalräte mehrheitlich bereit, der Regionalversammlung zu empfehlen, eine grundsätzliche, anteilige Finanzierung des Verbands Region Stuttgart am "neuen" Filderbahnhof zu beschließen.

Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler machte deutlich, dass der "neue" Filderbahnhof eine bessere regionale Vernetzung ermöglicht. So könne aus dem Bereich Böblingen in Richtung Neckartal (mit Wendlinger Kurve) oder über die Neubaustrecke in Richtung Ulm umsteigefrei gefahren werden. Auch ergeben sich langfristige Perspektiven für Landesverkehre durch einen Ringschluss zwischen Tübingen, Böblingen und Herrenberg. Die Trennung von S-Bahn und Fernverkehr im Bahnhof sei ein betrieblicher Vorteil. Damit stünde auch weiterhin ein Mittelbahnsteig mit zwei Kanten für die S-Bahn zur Verfügung.

Für Rainer Ganske (CDU) bietet der "Filderbahnhof plus", der beim Filderdialog favorisiert wurde, "große Chancen" für den regionalen Schienenverkehr. Er forderte vom Land, "das Bessere in die Wege zu leiten". Die Region sei bereit, ihren Beitrag zu leisten. Thomas Leipnitz (SPD) freute sich, dass "die Debatte über den neuen Filderbahnhof in den letzten Tagen in Schwung gekommen ist. "Wir wissen, dass der Bahnhof besser ist, als der Verkehrsminister denkt." "Der Filderbahnhof wird in den nächsten 50 Jahren eine ähnliche Bedeutung bekommen wie der Hauptbahnhof", ist Bernhard Maier (Freie Wähler) überzeugt. Es sei an der Zeit, "die Chance zu ergreifen, ansonsten begeht man einen landespolitischen Fehler." Um zu sehen, welche die beste Variante sei, müsse das Planfeststellungsverfahren abgewartet werden, sagte Dr. André Reichel (Grüne). "Es braucht im Vorfeld keinen Sondertopf." Seine Fraktion sehe keinen verkehrlichen Mehrwert. "Wir geben nichts." Jochen Haußmann (FDP) richtete den Blick auf die nächsten Jahrzehnte. "Es ist eine schlechte Entscheidung und eine falsche Vorgehensweise, jetzt die schlechtere Variante zu realisieren." Christoph Ozasek (Linke) sprach von einer "Planungsruine" im Abschnitt 1.3. Ein verkehrlicher Nutzen sei nicht zu erwarten.

Region: für einheitliche, verständliche Tarife

Verkehrsausschuss möchte neue Regelung fürs FirmenTicket - Einheitliche Standards bei Fahrradmitnahme verlangt

Der Verband Region Stuttgart möchte für das nächste Jahr Verbesserungen beim VVS-Tarif erreichen. Die Mitglieder des Verkehrsausschusses haben sich heute einstimmig dafür ausgesprochen, dass Inhaber des JahresTicketsPlus bereits freitags ab 19.00 Uhr im ganzen Netz unterwegs sein können. Darüber hinaus sollen nach dem Willen der Regionalpolitiker die Regeln fürs FirmenTicket geändert werden. Ziel ist es, die eingeführte Mindestbestellmenge von 50 FirmenTickets zu kippen und für alle Mitarbeiter zu öffnen. Zum anderen soll die Möglichkeit, ein FirmenTicket mit höherer Rabattierung zu bekommen, an einen Arbeitgeberzuschuss zum VVS-Ticket gekoppelt werden. Beschäftigte, die keinen Zuschuss ihres Arbeitgebers erhalten, müssten dann auf das Jedermann-MonatsTickets umsteigen.

Die Regionalpolitiker begrüßten die Bestrebungen, das Anschluss-StudiTicket auch auf die Verkehrsverbünde in der Metropolregion auszudehnen. Bereits zum Sommersemester 2013 kann, nach Auskunft des VVS, das Anschluss-StudiTicket für Studierende an Hochschulen im Raum Karlsruhe genutzt werden. Es sollen die Hochschulen im Ostalbkreis folgen. Für die Hochschulen im Landkreis Göppingen kann durch die Teilintegration in den VVS das StudiTicket gelten.

Die Mitglieder des Verkehrsausschusses sprachen sich für eine einfachere Tarifeinteilung aus und sendeten ein deutliches Signal in diese Richtung. So soll bereits in der Tarifrunde 2014 beispielhaft anhand des äußersten Zonenrings 70 diskutiert werden, wie sich der Wegfall der Segmente innerhalb von Tarifzonen auswirkt.

Auch für eine einheitliche Regelung bei der Fahrradmitnahme, speziell in Bussen, möchte sich der Verband Region Stuttgart stark machen. Während es bei der S-Bahn, in Regionalzügen sowie Stadtbahnen derzeit lediglich Einschränkungen in der Hauptverkehrszeit gibt, ist die Fahrradmitnahme in Bussen, mit Ausnahme von Pilotversuchen auf den meisten Linien im Landkreis Esslingen und auf einzelnen Linien in den Landkreisen Rems-Mur und Ludwigsburg, nicht möglich. Das solle sich durch eine einfache, verständliche Regelung ändern, die einheitlich in allen VVS-Landkreisen gilt. All diese Themen und Anregungen sollen nun in den VVS-Gremien und mit den VVS-Partnern diskutiert werden.

Geschichte herunterladen:
PI_Filderbahnhof_VVS_Tarif.pdf(144 kB)

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