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Region gibt Starthilfe für nachhaltige Mobilität

Drei Projekte erhalten rund 1 Million Euro bis 2015 - Zuschuss für die Neuaufstellung der KulturRegion
Stuttgart, 11.07.2012 | 

Eine ÖPNV-Mobilitätskarte, Pedelec-Ausleihe an Bahnhöfen und E-Bikes für Touristen sowie Einheimische. Verband und Wirtschaftsförderung Region Stuttgart fördern diese drei Projekte bis 2015 mit rund einer Million Euro. Das hat der Wirtschaftsausschuss heute einstimmig beschlossen und damit erstmals Geld aus dem regionalen Programm "Modellregion nachhaltige Mobilität" vergeben. Für die nächsten Jahre stehen daraus weitere 6,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die acht eingereichten Projektvorschläge, die dieses Jahr nicht zum Zug kamen, können für die Förderrunde 2013 im Rennen bleiben. Bewerbungsschluss ist am 28. September. Für das nächste Jahr werden rund 1,3 Millionen Euro verteilt.

"Das ist ein guter erster Aufschlag für dieses Jahr", sagte Wirtschaftsdirektor Dr. Jürgen Wurmthaler. Es sei gelungen, "Potenziale aufzuzeigen ohne die Chancen für weitere Projekte zu verbauen."

Und das sind die geförderten Projekte:

1. Mobilitätskarte (Förderung bis 2015: 490.000 Euro)
Der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH (VVS) entwickelt eine "Multimodale Mobilitätskarte", die sowohl für ÖPNV-Tickets als auch für nachhaltige, individuelle Mobilitätsangebote wie z.B. Call a bike, car2go und Flinkster in der Region eingesetzt werden kann. Mit der Mobilitätskarte sollen ÖPNV-Kunden aus der ganzen Region die Angebote nutzen können und darüber hinaus Sonderkonditionen bei den Kooperationspartnern erhalten.

2. E-2-Rad-Anschlussmobilität an Bahnhaltepunkten (Förderung bis 2015: 390.000 Euro)
Nachhaltige, "rund um die Uhr"-Anschlussmobilität ist Thema des Projektes "E-2-Rad-Anschlussmobilität an Bahnhaltepunkten" von NAMOREG-Nachhaltige mobile Region Stuttgart. In Bietigheim-Bissingen, Kirchheim unter Teck und Schwieberdingen werden in den nächsten Jahren energieautarke und mobile Ausleihstationen für Pedelecs an den Bahnhöfen eingerichtet. Pendler erhalten so eine Alternative zu Bus und Auto. Die ersten drei Stationen sind nur der Auftakt.

3. E-Bike-Region Stuttgart (Förderung bis 2015: 142.000 Euro)
Beim dritten ausgewählten Projekt "E-Bike-Region Stuttgart" arbeiten regionsweit Partner aus dem Tourismusbereich zusammen. Ziel ist es, ein E-Bike-Verleih-Angebot zu schaffen, das Bewohnern und Touristen in der ganzen Region zur Verfügung steht. Die Einrichtung regionaler E-Bike-Pools an touristischen Orten, die Entwicklung spezieller E-Bike-Themenrouten sowie Service- und Informationsangeboten und die Schaffung eines Buchungsportals stehen im Mittelpunkt.

Regionalpolitiker loben gelungenen Start
Werner Spec (CDU) zeigte sich vom Thema nachhaltige Mobilität "elektrisiert". "Der Start ist gelungen". Speziell die Mobilitätskarte sei nun regional ausgerichtet. Dr. Jürgen Zieger (SPD) sagte, mit dem Programm sei "ein gutes Instrument" für die Projektförderung gefunden worden. Andreas Hesky (Freie Wähler) freute sich ebenfalls, dass "die Ausschreibung erfolgreich gelaufen ist". Er sprach sich dafür aus, die Auswahlkriterien nochmals auf den Prüfstand zu stellen.

"Wir möchten die nachhaltige Mobilität sehr weit fassen und das Spektrum über die Elektromobilität hinaus ausweiten", sagte Dorothee Kraus-Prause (Grüne). "Die Projekte tragen interessante Ansatzpunkte, wie Mobilitätskonzepte in unserer Region vorangebracht werden können", machte Gabriele Reich-Gutjahr (FDP) deutlich. Wolfgang Hoepfner (Linke) sieht in der Mobilitätskarte "ein Ankerprojekt". Mit Blick auf die nächste Runde warnte er vor "Fehlinvestitionen" durch "Mitnahmeeffekte". Ulrich Deuschle (Republikaner) möchte auch kleinere Gemeinden ins Boot holen. Bisher seien die Projekte stark auf Stuttgart und die großen Kreisstädte bezogen.

(Vertrauens)Vorschuss für die KulturRegion

Der Verband Region Stuttgart gibt dem interkommunalen Verein KulturRegion Stuttgart einen Zuschuss von 140.000 Euro. Das hat der Wirtschaftsausschuss heute mehrheitlich bei drei Gegenstimmen der FPD beschlossen. Damit möchte die KulturRegion ihre neue Konzeption schrittweise verwirklichen und die "finanzielle Durststrecke" aufgrund gekürzter Mitgliedsbeiträge bis 2014 überbrücken. Mit dem Geld wird das Jahresprojekt "Lokale Schaufenster" sowie die Einstellung einer Geschäftsführung für die Projektbegleitung und weitere Umsetzung der Neukonzeption mitfinanziert.

"Wir möchten mit unserer inhaltlichen Arbeit beginnen und sind dabei auf das Wohlwollen der Region angewiesen", sagte der Vorsitzende der KulturRegion Christof Bolay. Aus Sicht von Regionalpräsident Thomas S. Bopp, hält der Verband Region Stuttgart mit seinem Zuschuss den Ball im Spielfeld. "Jetzt muss die KulturRegion den Ball ins Tor schießen."

Lokale Schaufenster
Das Projekt "Lokale Schaufenster" wird 2013 die kulturellen Charakteristika der Städte und Gemeinden in der KulturRegion Stuttgart präsentieren, voraussichtlich erstmals unter Beteiligung aller Mitglieder. Das Projekt ist Bestandteil einer im letzten Jahr erarbeiteten, umfassenden Konzeption von Prof. Scheytt und seinem Team. Der Verband Region Stuttgart hatte im November 2011 seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, die Neukonzeption auch finanziell mitzutragen. Bisher haben sich noch nicht alle Mitlgieds-Kommunen der KulturRegion auf ihren vorgesehenen Beitrag in voller Höhe verständigen können, dies sei frühestens ab 2014 möglich.

Werner Spec (CDU) hätte sich "verbindlichere, breitere Signale von den Kommunen, auch von Stuttgart, gewünscht." Mit dem Vertrauensvorschuss sei die Erwartungshaltung verbunden, "dass ein geschlossener Impuls in der KulturRegion mit den notwendigen Komplementärmitteln erfolgt." Das "Pflänzchen" KulturRegion bedarf der Unterstützung, sagte Dr. Jürgen Zieger (SPD). Es müsse gelingen, eine "schlagkräftige Geschäftsstelle aufzubauen". "Stuttgart ist der Wackelkandidat, der alles zum Scheitern bringen könnte", sagte Andreas Hesky (Freie Wähler). Er appellierte an Stuttgart und die weiteren Kommunen, sich finanziell einzubringen.

Irmela Neipp-Gereke (Grüne) sieht im Schaufenster-Projekt einen "besonderen Charme", die KulturRegion Stuttgart auf neue Beine zu stellen. Kai Buschmann (FDP) vermisste den "wirklichen regionalen Mehrwert" dieses Ansatzes. "Wir sehen hier die Fortsetzung des Weges der Koordination der Kooperation. Das ist für uns zu wenig." Ulrich Deuschle (Republikaner) sieht größere Städte im Vorteil.

 

 

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