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Region Stuttgart für Klimawandel besonders anfällig

Abschluss des Modellprojektes zur Anpassung an den Klimawandel
20.04.2011 | 

Wie kann sich die Region Stuttgart an die sich ändernden Klimaverhältnisse anpassen? Diese Fragestellung stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu der der Verband Region Stuttgart und die beiden Städte Esslingen und Ludwigsburg am Dienstag, 19. April eingeladen hatten. Zum Abschluss des Forschungsprojektes "KlimaMORO" tauschten sich im Ludwigsburger Kulturzentrum knapp 100 Fachleute aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft über mögliche Strategien zur Bewältigung des Klimawandels aus.

Diese machen nicht an Verwaltungsgrenzen Halt, sagte einführend Verbandsvorsitzender Thomas S. Bopp. "Grenzen gilt es auch zwischen politischen Ebenen und unterschiedlichen Disziplinen zu überwinden." Im Rahmen des genannten Modellprojektes wurde dargelegt, dass die Region Stuttgart überdurchschnittlich von den Klimafolgen betroffen sein wird: häufigere Hochwasserereignisse, die Verdrängung wärmeempfindlicher Pflanzen, eine Zunahme der Erosionsgefahr und nicht zuletzt eine stärkere Belastung der Menschen durch zunehmende Hitze. "Gerade in einer so dicht besiedelten Region besteht - auch im Hinblick auf die Standortqualität - Handlungsbedarf. Mit der Unterstützung des Bundes haben wir im Rahmen des Modellprojektes klare Erfordernisse aufgezeigt. Diese wollen wir zusammen mit unseren Partnern umsetzen", so Regionaldirektorin Jeannette Wopperer. Der Verband Region Stuttgart setze gezielt an überörtlich relevanten Aspekten an, etwa um klimarelevante Freiflächen zu sichern.

Esslingens Erster Bürgermeister Wilfried Wallbrecht wies darauf hin, dass Esslingen gerade eine Mitmach-Kampagne initiiert, bei der die Bürgerschaft aber auch Gewerbe und Industrie entsprechend ihrem Anteil am CO2-Ausstoß zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen bewegt werden. "Klimaschutz und Klimafolgenanpassung sind komplementäre Aufgaben, die nicht nur in den einzelnen Kommunen, sondern auch über die Grenzen hinweg angegangen werden müssen", so Wallbrecht. Ludwigsburgs Oberbürgermeister Werner Spec betonte, dass neben der wichtigen Frage des Klimaschutzes auch ökonomische und soziale Aspekte für zielstrebige Energie-Einsparmaßnahmen und den verstärkten Einsatz regenerativer Energien sprechen. So hat die Stadt Ludwigsburg, ergänzend zu ihrem Stadtentwicklungskonzept, ein integriertes Klimaschutz- und Energiekonzept mit vielfältigen Maßnahmen zur Umsetzung erarbeitet. "Städte und Kommunen haben bei der Umsetzung von energieeffizienten Maßnahmen eine wichtige Vorbildfunktion, um zu zeigen, dass sich mittelfristig Investitionen in Energieeinsparungen und erneuerbare Energien lohnen".

Jeannette Wopperer hob besonders das in diesem Rahmen gegründete Akteursnetz hervor. In den vergangenen zwei Jahren haben mehr als 50 Fachleute aus der Land- und Forstwirtschaft, dem Arten- und Biotopschutz, der Wasser- und der Energiewirtschaft mit Unterstützung von Wissenschaftlern Handlungsempfehlungen zur Anpassung an den Klimawandel erarbeitet. Diese Empfehlungen finden Eingang in die Weiterentwicklung der Regionalen Energie- und Klimaschutzstrategie. Die Fachleute sollen sich auch in Zukunft in regelmäßigen Abständen treffen, um die Datenbasis aktuell zu halten und gegebenenfalls weitere Erfordernisse aufzuzeigen. Alle Ergebnisse werden den Gemeinden in der Region Stuttgart als Planungsgrundlage zur Verfügung gestellt, damit auch diese geeignete Maßnahmen in ihrer jeweiligen Zuständigkeit vorbereiten können.

Zusatzinformation:
Klimafolgenanpassung zielt auf die Steigerung der Anpassungs-/ Widerstandsfähigkeit natürlicher und gesellschaftlicher Systeme. Sie beinhaltet …
- die Verbesserung der Wissensbasis über mögliche Folgen
- die Schaffung von Bewusstsein über Information und Dialog
- die Entwicklung von Strategien zum Umgang mit dem Klimawandel

Geschichte herunterladen:
PI_Abschluss_Klima_Moro.pdf(42 kB)

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